Messerattacke, MĂ€dchen

Messerattacke auf MĂ€dchen: Beschuldigter entschuldigt sich

12.12.2023 - 11:03:02 | dpa.de

Es geschah auf dem Schulhof einer Grundschule in Berlin-Neukölln: Ein 39-JÀhriger griff im Mai zwei MÀdchen mit einem Messer an. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

Der Angklagte sitzt im Landgericht Berlin und verbirgt sein Gesicht hinter einem Schnellhefter. - Bild: Joerg Carstensen/dpa
Der Angklagte sitzt im Landgericht Berlin und verbirgt sein Gesicht hinter einem Schnellhefter. - Bild: Joerg Carstensen/dpa

Nach dem Messerangriff auf zwei sieben und acht Jahre alten MĂ€dchen auf einem Schulhof hat der mutmaßliche TĂ€ter vor dem Berliner Landgericht gestanden. Es tue ihm unendlich leid und er bitte um Entschuldigung, erklĂ€rte die Verteidigerin des 39-JĂ€hrigen am Dienstag zu Prozessbeginn.

Seine Erkrankung sei der Auslöser fĂŒr den Angriff gewesen. Die Staatsanwaltschaft strebt in dem Verfahren wegen versuchten Totschlags die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Deutsche soll am Nachmittag des 3. Mai dieses Jahres das GelĂ€nde einer Grundschule in Berlin-Neukölln betreten haben. Den beiden spielenden Kindern habe er nacheinander in Tötungsabsicht mehrere Stiche mit einem KĂŒchenmesser unter anderem in den Halsbereich versetzt. Beide MĂ€dchen wurden schwer verletzt und seien durch Notoperationen gerettet worden. Eine SchĂŒlerin habe sich zeitweise in Lebensgefahr befunden.

Die Polizei hatte den 39-JĂ€hrigen nahe dem Tatort festgenommen. Bereits damals habe er gesagt, Stimmen gehört zu haben, die ihm eine Messerattacke befohlen hĂ€tten. Die beiden Opfer soll er nicht gekannt haben. Die Verteidigerin erklĂ€rte weiter fĂŒr ihren Mandanten, er sei erschĂŒttert, dass es zu der Tat gekommen sei. An das konkrete Geschehen könne er sich allerdings nur bruchstĂŒckhaft erinnern. Er sei froh, dass die MĂ€dchen ĂŒberlebt haben. Seit der Tat befindet sich der Mann im sogenannten Maßregelvollzug.

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