Eurythmics, Rockmusik

Eurythmics zwischen Revival und Erbe der New-Wave-Aera

27.05.2026 - 17:38:42 | ad-hoc-news.de

Eurythmics bleiben als Duo aus Annie Lennox und Dave Stewart prĂ€gend fĂŒr Pop, Synthpop und New Wave – auch fĂŒr heutige Acts.

Eurythmics, Rockmusik, Popmusik
Eurythmics, Rockmusik, Popmusik

Als die ersten Takte von Sweet Dreams (Are Made of This) einsetzen, ist die Welt von Eurythmics sofort wieder da: kalte Synthesizer, warmer Gesang, dazu eine ikonische Bildsprache, die Pop, New Wave und Kunst verbindet.

Aktuelle Entwicklung rund um Eurythmics

Rund um Eurythmics gibt es Anfang 2026 keinen offiziell bestĂ€tigten neuen Release, kein angekĂŒndigtes Studio-Comeback und auch keine neue gemeinsame Tour des Duos. Stattdessen steht die Band in einem stabilen Katalog- und Heritage-Modus, der ihr Erbe durch hochwertige Reissues, Playlists, Radiofeatures und Streaming-Kuration prĂ€sent hĂ€lt.

Hinzu kommt, dass Annie Lennox und Dave Stewart in Interviews immer wieder betonen, wie sehr der Katalog von Eurythmics durch digitale Plattformen neu entdeckt wird. Auch in Deutschland gehört das Duo in vielen Radiosendern zum festen Repertoire der Achtziger-Programme, wÀhrend Songs wie There Must Be an Angel (Playing with My Heart) auf Streamingdiensten konstant hohe Abrufzahlen erreichen.

Der Fokus der Berichterstattung hat sich dabei in den letzten Jahren etwas verschoben: WĂ€hrend die klassische Albumgeschichte des Duos lĂ€ngst kanonisiert ist, rĂŒckt zunehmend die Rolle von Eurythmics als Bindeglied zwischen Synthpop, Rock, Soul und spĂ€terem Alternative-Pop in den Vordergrund. Musikmagazine wie Rolling Stone und NME verweisen immer hĂ€ufiger auf den Einfluss der Band auf jĂŒngere Acts, die elektronische Texturen mit starken Pop-Hooks verbinden.

Aus deutscher Perspektive bleibt zudem spannend, dass die Offiziellen Deutschen Charts den Katalog des Duos regelmĂ€ĂŸig in ihren RĂŒckblicks-Formaten und Specials auffĂŒhren. Stand: 27.05.2026 werden zwar keine neuen Chart-Einstiege gefĂŒhrt, doch die Streaming-basierten Rankings und Radiolisten zeigen, dass StĂŒcke wie Sweet Dreams (Are Made of This) oder Here Comes the Rain Again konstant im kollektiven GedĂ€chtnis bleiben.

Vor diesem Hintergrund lohnt ein erneuter Blick auf das Gesamtwerk von Eurythmics, ihre Karrieren als Songwriter, ihre deutsche Resonanz und darauf, warum das Duo auch Jahrzehnte nach den ersten Erfolgen noch immer wie ein Referenzpunkt fĂŒr Pop im Spannungsfeld zwischen Mainstream und Avantgarde wirkt.

  • Zentrale Phase: frĂŒhe Achtziger bis spĂ€te Neunziger
  • PrĂ€gende Alben: Sweet Dreams (Are Made of This), Touch, Revenge, Savage
  • Ikonische Singles: Sweet Dreams (Are Made of This), Here Comes the Rain Again, There Must Be an Angel (Playing with My Heart)
  • Mitglieder: Annie Lennox (Gesang, Keyboards), Dave Stewart (Gitarre, Keyboards, Produktion)
  • Genres: Synthpop, New Wave, Pop, Rock, Soul-EinflĂŒsse

Wer Eurythmics sind und warum das Duo gerade jetzt zÀhlt

Eurythmics bestehen aus der schottischen SĂ€ngerin Annie Lennox und dem englischen Musiker und Produzenten Dave Stewart. Die beiden lernten sich Ende der Siebziger in London kennen, zunĂ€chst als Teil der Band The Tourists, bevor sie Anfang der Achtziger ihr eigenes Projekt grĂŒndeten. Unter dem Namen Eurythmics schufen sie einen Sound, der kalte Drumcomputer und Synthesizer mit einer warmen, souligen Stimme und subtilen Gitarren verband.

Gerade im deutschsprachigen Raum wird das Duo hĂ€ufig als Inbegriff der Achtziger-Jahre-Ästhetik wahrgenommen. Musikexpress, laut.de und andere Magazine betonen immer wieder, wie sehr die stilisierte, androgyn wirkende PrĂ€senz von Annie Lennox, etwa im Video zu Sweet Dreams (Are Made of This), ganze Generationen von KĂŒnstlerinnen geprĂ€gt hat. Gleichzeitig gilt Dave Stewart als einer der wichtigsten Produzenten und Songschreiber seiner Zeit, der nicht nur fĂŒr das eigene Projekt, sondern auch fĂŒr andere Acts maßgebliche StĂŒcke geschrieben hat.

Dass Eurythmics heute wieder verstĂ€rkt diskutiert werden, hat mehrere GrĂŒnde. Zum einen haben jĂŒngere Pop- und Indie-KĂŒnstler den Sound der frĂŒhen Achtziger neu entdeckt und interpretieren Synthpop-Elemente in ihren Produktionen, hĂ€ufig mit direkter Referenz auf Eurythmics. Zum anderen gewinnen Fragen von Genderdarstellung, visueller IdentitĂ€t und kĂŒnstlerischer SelbstermĂ€chtigung, fĂŒr die Annie Lennox schon damals stand, in der aktuellen Popkultur weiter an Bedeutung.

DarĂŒber hinaus liegt eine anhaltende Faszination in der Spannbreite des Repertoires. Eurythmics können sowohl dunklen, minimalen Synthpop als auch ĂŒppige, orchestrale Balladen oder rockigere StĂŒcke. Diese WandlungsfĂ€higkeit macht das Duo fĂŒr Streaming-Playlists, Radio-Programmdirektorinnen und Kuratoren von Musikdokumentationen weiterhin attraktiv. FĂŒr das deutsche Publikum kommt hinzu, dass Eurythmics frĂŒh auf Tourneen Station in der Bundesrepublik machten und bei Festivals sowie in Arenen prĂ€sent waren, was ihre PopularitĂ€t nachhaltig verankert hat.

Nicht zuletzt sind beide Protagonisten bis heute einzeln aktiv. Annie Lennox ist als SolokĂŒnstlerin und Aktivistin prĂ€sent, wĂ€hrend Dave Stewart weiterhin produziert, etwa fĂŒr andere Pop- und Rock-Acts. Ihre aktuellen AktivitĂ€ten werfen stets auch ein neues Licht auf die gemeinsame Vergangenheit, sodass Eurythmics nie völlig aus dem kulturellen Diskurs verschwinden.

Herkunft und Aufstieg

Die Geschichte von Eurythmics beginnt mit zwei Musikerinnen, die zunĂ€chst in einer anderen Formation zusammenarbeiteten. Annie Lennox, in Aberdeen geboren und klassisch ausgebildet, kam ĂŒber Jazz und Soul zur Popmusik. Dave Stewart, aus Sunderland stammend, brachte eine Leidenschaft fĂŒr Rock, Blues und experimentelle KlĂ€nge mit. In London formierten sie gemeinsam mit anderen die Band The Tourists, die einige Achtungserfolge im New-Wave-Umfeld erzielte.

Nach der Auflösung von The Tourists suchten Lennox und Stewart nach einem neuen kĂŒnstlerischen Ansatz. Unter dem Namen Eurythmics begannen sie Anfang der Achtziger mit relativ einfachen Mitteln, neue Songs zu entwickeln. Ein wichtiges Merkmal der frĂŒhen Phase war der Einsatz von bezahlbarer Studiotechnik und Drumcomputern, die sie unabhĂ€ngig von großen Produktionsbudgets machten. Dieser Do-it-yourself-Ansatz wurde spĂ€ter oft als Beispiel fĂŒr die Demokratisierung der Popproduktion herangezogen.

Ein wichtiger Schritt war der Vertrag mit dem Label RCA Records, das die weltweite Veröffentlichung organisierte. Das erste Album von Eurythmics, In the Garden, zeigte noch deutliche EinflĂŒsse von New Wave und Post-Punk, wurde aber kommerziell nur moderat wahrgenommen. Der Durchbruch gelang mit dem zweiten Album Sweet Dreams (Are Made of This), das 1983 erschien. Darauf prĂ€sentierte das Duo einen deutlich fokussierteren, synthetischeren Sound, der perfekt in die damalige Zeit passte und gleichzeitig eigenstĂ€ndig wirkte.

Die Titelsingle Sweet Dreams (Are Made of This) entwickelte sich zu einem weltweiten Hit. In zahlreichen LĂ€ndern erreichte der Song Spitzenpositionen in den Charts, etwa in den USA in der NĂ€he der Spitze der Billboard Hot 100 und in Großbritannien auf den vorderen PlĂ€tzen der UK Singles Chart. In Deutschland schaffte es die Single in die oberen Regionen der Offiziellen Deutschen Charts, was Eurythmics hierzulande schlagartig einem breiten Publikum bekannt machte.

Mit dem Erfolg kam auch eine klare visuelle IdentitĂ€t. Annie Lennox trat im Video mit kurz geschnittenen Haaren und auffĂ€lligem Make-up auf, eine bewusst androgyne Figur auf einem Feld mit KĂŒhen, wĂ€hrend Dave Stewart eher im Hintergrund agierte. Diese Bildsprache war weit entfernt von den damals dominierenden Popstereotypen und wurde in Fernsehsendungen wie MTV und den europĂ€ischen Pendants rauf und runter gespielt. Kulturkritiker haben diesen Auftritt immer wieder als SchlĂŒsselmoment fĂŒr queere und feministische Lesarten in der Popkultur bezeichnet.

Der Aufstieg setzte sich mit dem nĂ€chsten Album Touch fort, das noch im selben Jahr veröffentlicht wurde. Darauf fanden sich weitere Hits wie Here Comes the Rain Again und Who's That Girl. Diese StĂŒcke kombinierten melancholische, oft introspektive Texte mit eingĂ€ngigen Melodien und klugen Arrangements. In vielen LĂ€ndern, auch in Deutschland, gehörten die Songs schnell zum festen Repertoire der Achtziger-Radios.

In den folgenden Jahren bauten Eurythmics ihren Status als internationale PopgrĂ¶ĂŸe weiter aus. Mit Alben wie Be Yourself Tonight, auf dem sie stĂ€rker rockige und soulige Elemente einbanden, erreichten sie neue Zielgruppen. Kollaborationen mit etablierten Stimmen, etwa aus dem Soul- und R&B-Bereich, unterstrichen den Anspruch, nicht nur im Synthpop-Genre verortet zu sein, sondern Pop in einem weiteren Sinne zu definieren.

Besonders bemerkenswert ist dabei die FĂ€higkeit des Duos, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne den charakteristischen Kern zu verlieren. WĂ€hrend andere New-Wave-Acts der frĂŒhen Achtziger im Laufe der Dekade an Relevanz einbĂŒĂŸten, fanden Eurythmics Wege, ihre Ästhetik an verĂ€nderte Hörgewohnheiten anzupassen. Dies zeigte sich sowohl in der Soundauswahl als auch in der Themenwahl ihrer Texte, die sich zunehmend mit persönlichen und gesellschaftlichen Konflikten beschĂ€ftigten.

Signature-Sound, Stil und SchlĂŒsselwerke

Der Signature-Sound von Eurythmics beruht auf einem spannungsreichen VerhĂ€ltnis von synthetischer KĂŒhle und emotionaler WĂ€rme. Auf der einen Seite stehen Drumcomputer, Sequencer, analoge und digitale Synthesizer, die oft minimalistische Patterns liefern. Auf der anderen Seite steht die ausdrucksstarke Stimme von Annie Lennox, die von flĂŒsternder Verletzlichkeit bis zu kraftvollen Soul-AusbrĂŒchen reicht. Dave Stewart strukturiert diese GegensĂ€tze durch Arrangements, die kleine melodische und klangliche Details in den Vordergrund rĂŒcken.

Ein zentrales SchlĂŒsselwerk ist das Album Sweet Dreams (Are Made of This). Hier wird der Grundstein gelegt fĂŒr das, was viele spĂ€ter als Eurythmics-DNA bezeichnen: klare, oft kantige Basslinien, prĂ€gnante Synth-Hooks, dazu ein Gesang, der den Songs eine menschliche Tiefe verleiht. Der Titelsong ist lĂ€ngst zu einem globalen Standard geworden, der regelmĂ€ĂŸig in Filmen, Serien, Werbespots und Social-Media-Clips verwendet wird. Sein markantes Riff und die mantraartige Hook machen ihn sofort wiedererkennbar.

Mit Touch erweiterten Eurythmics das Spektrum. Here Comes the Rain Again verbindet orchestrale Streicher mit einer melancholischen Synth-Landschaft, wÀhrend Who's That Girl und Right by Your Side unterschiedliche Facetten zwischen Drama und Leichtigkeit ausloten. Die Platte zeigt, wie sicher das Duo Stimmungen verdichten kann, ohne sich im Pathos zu verlieren.

Ein weiteres wichtiges Album ist Be Yourself Tonight. Hier treten rockigere Gitarrenriffs und soulige Grooves stĂ€rker in den Vordergrund. Die Produktion wirkt druckvoller, fast bandorientiert. Songs wie Would I Lie to You demonstrieren, wie Annie Lennox mit kraftvollem Gesang die Grenze zwischen Pop, Rock und Soul ĂŒberschreitet. Gleichzeitig bleibt der Einsatz von Synthesizern ein wesentlicher Bestandteil des Klangbildes, sodass das Album trotz der stilistischen Öffnung klar als Eurythmics-Werk erkennbar bleibt.

In der zweiten HĂ€lfte der Achtziger folgten mit Revenge und Savage Alben, die oft als etwas experimenteller und dĂŒsterer beschrieben werden. Savage etwa setzt verstĂ€rkt auf elektronische Texturen und Themen wie Rollenbilder, Macht und Begehren. Die Visuals der begleitenden Videoclips greifen diese Aspekte auf und wurden spĂ€ter in der Poptheorie ausfĂŒhrlich analysiert. Viele Fans und Kritiker sehen in Savage eine Art Kultalbum im Eurythmics-Katalog, das nicht primĂ€r durch Singles, sondern durch seine Gesamtstimmung wirkt.

Das SpĂ€twerk von Eurythmics umfasst unter anderem Alben wie We Too Are One und das deutlich spĂ€ter erschienene Peace. Letzteres markiert nach einer Phase relativer Funkstille ein Comeback des Duos. Die Songs greifen Motive von Versöhnung, persönlicher Reflexion und politischem Bewusstsein auf. Musikalisch knĂŒpfen sie an den bekannten Klang an, integrieren aber auch die Erfahrungen, die beide KĂŒnstler in ihren Solokarrieren gesammelt haben.

Über einzelne Alben hinaus sind es bestimmte Songs, die das Bild von Eurythmics prĂ€gen. There Must Be an Angel (Playing with My Heart) etwa beeindruckt durch seinen hymnischen Refrain und die Mischung aus Pop und Gospel-AnklĂ€ngen. Love Is a Stranger verbindet eine futuristische KĂ€lte mit unterschwelliger Verletzlichkeit. In vielen dieser StĂŒcke liegt eine Ă€sthetische Ambivalenz, die sie auch fĂŒr spĂ€tere Generationen interessant macht.

Produzentisch ist hervorzuheben, dass Dave Stewart nicht nur fĂŒr den Eurythmics-Katalog verantwortlich zeichnet, sondern auch mit anderen KĂŒnstlern gearbeitet hat. Seine Erfahrungen aus diesen Kollaborationen flossen umgekehrt in die Arbeit mit Annie Lennox ein. So entsteht ein Netzwerk aus EinflĂŒssen, das von Rock und Blues ĂŒber Soul bis hin zu zeitgenössischem Pop reicht.

Auch textlich haben Eurythmics viel zu bieten. WĂ€hrend einige Hits recht universelle Zeilen ĂŒber Sehnsucht, TrĂ€ume und Liebe verwenden, beschĂ€ftigen sich andere Songs mit Entfremdung, Machtstrukturen oder gesellschaftlichem Druck. Annie Lennox gelingt es dabei hĂ€ufig, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zu verschrĂ€nken, sodass die Lieder mehrere Ebenen von Lesbarkeit anbieten.

Kulturelle Wirkung und VermÀchtnis

Die kulturelle Wirkung von Eurythmics reicht weit ĂŒber die reinen Verkaufszahlen hinaus. Das Duo gilt als einer der prĂ€genden Acts der Achtzigerjahre und als wichtiger Referenzpunkt fĂŒr alles, was spĂ€ter unter dem Begriff Synthpop oder New Wave rekapituliert wurde. Zugleich werden Eurythmics oft als Beispiel dafĂŒr genannt, wie Pop als Medium fĂŒr Fragen von Gender, IdentitĂ€t und Inszenierung funktionieren kann.

In der deutschen Musiklandschaft fanden Eurythmics frĂŒh ein aufmerksames Publikum. Radio- und Fernsehsendungen, etwa in ARD und ZDF, griffen ihre Videos und Singles auf, wĂ€hrend Magazine wie Musikexpress, Spex oder spĂ€ter Rolling Stone Deutschland ausfĂŒhrliche PortrĂ€ts veröffentlichten. Viele deutsche Musikerinnen und Musiker der Achtziger und Neunziger haben sich von der Mischung aus elektronischer KĂŒhle und emotionaler IntensitĂ€t inspirieren lassen, sei es im Pop, im Synthpop, in der Neuen Deutschen Welle oder im spĂ€teren Indie-Bereich.

Ein wichtiger Aspekt des VermĂ€chtnisses ist die Rolle von Annie Lennox als ikonische Frontfrau. Sie gilt als eine der stĂ€rksten Popstimmen ihrer Generation, zugleich als Vorreiterin einer offenen, selbstbestimmten Darstellung von Weiblichkeit und AndrogynitĂ€t. In zahlreichen Essays wird darauf hingewiesen, wie ihre Auftritte frĂŒhe AnknĂŒpfungspunkte fĂŒr queere und feministische Lesarten boten. Diese Bedeutung hat sich im Laufe der Jahre eher verstĂ€rkt als abgeschwĂ€cht.

Dave Stewart wiederum wird hĂ€ufig als unterschĂ€tzter Architekt des Eurythmics-Sounds bezeichnet. Sein Beitrag zur Entwicklung einer ProduktionsĂ€sthetik, die Pop-Hooks, experimentelle KlĂ€nge und Rockelemente verbindet, wirkt bis in die Gegenwart nach. Viele Produzenten verweisen auf seine Arbeiten, wenn es darum geht, elektronische und organische Elemente schlĂŒssig zusammenzufĂŒhren.

Auch aus industriehistorischer Sicht haben Eurythmics Spuren hinterlassen. Sie agierten in einer Phase, in der Musikvideos durch Sender wie MTV zu einem zentralen Bestandteil von Popmarketing wurden. Das Duo nutzte die neuen visuellen Möglichkeiten nicht einfach als Illustration ihrer Songs, sondern als eigenstÀndige Kunstform. Die Bildsprache vieler Clips wirkt bis heute nach und hat das VerhÀltnis von Musik und Visuals nachhaltig beeinflusst.

Durch Auszeichnungen in verschiedenen LĂ€ndern, Chartplatzierungen und hohe Verkaufszahlen verankerten sich Eurythmics im Kanon der Popgeschichte. In Großbritannien werden ihre Alben regelmĂ€ĂŸig in Bestenlisten gefĂŒhrt, etwa wenn es um die wichtigsten Popwerke der Achtziger geht. In Deutschland taucht das Duo hĂ€ufig in RĂŒckblicksformaten, Radiocountdowns und Streaming-Playlists zu dieser Dekade auf.

DarĂŒber hinaus hat die Solokarriere von Annie Lennox das Ansehen der Marke Eurythmics gestĂ€rkt. Ihr SolodebĂŒt Diva und weitere Alben wurden von Kritikerinnen gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Dabei blieb die Verbindung zum Eurythmics-Erbe stets spĂŒrbar, etwa in der Art, wie Emotionen ins Zentrum gestellt und mit stilistischen BrĂŒchen kombiniert werden.

In der Gegenwart sind es neben klassischen Medien vor allem Streaming-Plattformen und soziale Netzwerke, die das VermĂ€chtnis von Eurythmics lebendig halten. Neue Hörerinnen entdecken das Duo ĂŒber algorithmische Playlists, ĂŒber Filmmusik oder ĂŒber Coverversionen zeitgenössischer Acts. Gleichzeitig pflegen langjĂ€hrige Fans das Erbe, indem sie Konzertmitschnitte teilen, Erinnerungen posten und die Bedeutung der Songs fĂŒr ihre eigene Biografie beschreiben.

Die anhaltende Relevanz von Eurythmics zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sie in Diskursen ĂŒber DiversitĂ€t, ReprĂ€sentation und Popgeschichte weiter genannt werden. Wenn es darum geht, welche Bands den Übergang von der analogen zur digitalen Ära, von der klassischen Rocklogik zu hybriden Popformen exemplarisch verkörpern, fĂ€llt der Name Eurythmics mit bemerkenswerter RegelmĂ€ĂŸigkeit.

HĂ€ufige Fragen zu Eurythmics

Wer sind Eurythmics und wie kam es zu dieser Konstellation?

Eurythmics sind ein britisches Duo aus Annie Lennox und Dave Stewart. Beide hatten zuvor in der Band The Tourists zusammengespielt und beschlossen Anfang der Achtziger, ein eigenes Projekt zu starten. Das Zusammenspiel ihrer sehr unterschiedlichen HintergrĂŒnde – Lennox mit starken Soul- und Jazz-EinflĂŒssen, Stewart mit Rock- und experimenteller PrĂ€gung – legte den Grundstein fĂŒr den charakteristischen Sound.

Welche Rolle spielte das Album Sweet Dreams (Are Made of This) fĂŒr den Durchbruch?

Sweet Dreams (Are Made of This) gilt als das Album, das Eurythmics international bekannt machte. Der Titelsong wurde zu einem weltweiten Hit, die auffĂ€llige Bildsprache des Videos zu einem popkulturellen Markstein. Das Album etablierte die Mischung aus elektronischer KĂŒhle und emotionalem Gesang, die das Duo auszeichnet. Viele spĂ€tere Veröffentlichungen bauten auf dieser Ästhetik auf.

Warum sind Eurythmics fĂŒr heutige Pop- und Indie-Acts noch relevant?

Heutige Pop- und Indie-Acts greifen hĂ€ufig auf Elemente zurĂŒck, die Eurythmics bereits in den Achtzigern entwickelten. Dazu gehören prĂ€gnante Synth-Hooks, die Verbindung von elektronischen und organischen Sounds sowie die bewusste Gestaltung von visueller IdentitĂ€t. DarĂŒber hinaus ist Annie Lennox ein wichtiges Vorbild in Fragen von BĂŒhnenprĂ€senz, Genderdarstellung und kĂŒnstlerischer EigenstĂ€ndigkeit.

Welche Bedeutung hatten Eurythmics speziell fĂŒr das deutsche Publikum?

In Deutschland erzielten Eurythmics mit mehreren Alben und Singles hohe Chartplatzierungen und waren in Radio und Fernsehen stark prĂ€sent. Songs wie Sweet Dreams (Are Made of This), There Must Be an Angel (Playing with My Heart) oder Here Comes the Rain Again gehören bis heute zum Standardrepertoire vieler Achtziger-Programme. Tourneen und Festivalauftritte festigten darĂŒber hinaus den Bezug zum deutschen Publikum.

Gibt es aktuell PlĂ€ne fĂŒr neue Musik oder eine Tour von Eurythmics?

Stand 27.05.2026 gibt es keine offiziell bestĂ€tigten PlĂ€ne fĂŒr ein neues Eurythmics-Album oder eine gemeinsame Welt-Tour. Beide KĂŒnstler sind weiterhin individuell aktiv und Ă€ußern sich in Interviews respektvoll ĂŒber die gemeinsame Vergangenheit. GerĂŒchte ĂŒber mögliche Auftritte tauchen regelmĂ€ĂŸig auf, wurden jedoch zuletzt nicht durch verbindliche AnkĂŒndigungen untermauert.

Eurythmics in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Eurythmics sind auf den großen Streamingplattformen und in sozialen Netzwerken allgegenwĂ€rtig, auch wenn das Duo selbst nicht permanent neue Inhalte veröffentlicht. Die Musik lebt durch Playlists, Fanaccounts und die PrĂ€senz in Filmen, Serien und Clips.

Mehr Berichterstattung bei AD HOC NEWS und in anderen Medien

Wer tiefer in die Geschichte von Eurythmics einsteigen möchte, findet im Netz eine FĂŒlle von Interviews, HintergrundstĂŒcken und zeitgenössischen Rezensionen. ErgĂ€nzend dazu bĂŒndelt AD HOC NEWS relevante Agenturmeldungen und Magazinberichte, um einen schnellen Überblick ĂŒber die wichtigsten Entwicklungen rund um das Duo zu geben.

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