Schnee und Eis legen Bahnverkehr vor allem in Bayern lahm
02.12.2023 - 07:38:46 | dpa.deSchnee und Eis haben im SĂŒden Bayerns auf den StraĂen und bei der Bahn fĂŒr Chaos gesorgt. Zahlreiche Bahnstrecken rund um die Landeshauptstadt MĂŒnchen mussten in der Nacht gesperrt werden, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt. Der Zugverkehr von und zum Hauptbahnhof in MĂŒnchen wurde zunĂ€chst eingestellt. In Ulm und in MĂŒnchen mussten FahrgĂ€ste in ZĂŒgen ĂŒbernachten.
Auch U-Bahnen, Busse und StraĂenbahnen fuhren in der bayerischen Landeshauptstadt zunĂ€chst nicht mehr. Auf den StraĂen im sĂŒdlichen Bayern gab es zahlreiche UnfĂ€lle - bei den meisten blieb es laut Polizei bei SachschĂ€den. Dem Deutschem Wetterdienst zufolge bleibt es zunĂ€chst bei dem winterlichen Wetter. Erwartet werden im SĂŒden und SĂŒdosten bis zum Nachmittag andauernde, teils krĂ€ftige SchneefĂ€lle.
Polizei im Dauereinsatz
Die Polizei von Oberbayern SĂŒd forderte die Bevölkerung auf, zuhause zu bleiben. Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und RĂ€umdienste seien im Dauereinsatz. Viele kleinere StraĂen auĂerhalb von Ortschaften seien stark verschneit oder durch umgestĂŒrzte BĂ€ume blockiert. Die Beseitigung von Verkehrshindernissen werde zumindest bis in den spĂ€ten Vormittag andauern. Der Zugverkehr sei durch umgestĂŒrzte und auf Oberleitungen gefallene BĂ€umen stark eingeschrĂ€nkt. Wer eine Panne oder Unfall habe, mĂŒsse bei Hilfe mit Verzögerungen rechnen.
Zwischen MĂŒnchen-Pasing und FĂŒrstenfeldbruck, zwischen Tutzing (Landkreis Starnberg) und Weilheim in Oberbayern sowie zwischen Neukirchen und Vilseck (beides Landkreis Amberg-Sulzbach) mussten ZĂŒge wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume an den Bahnhöfen stehen bleiben. Schienenersatzverkehr könne aufgrund der witterungsbedingten Lage auf den StraĂen nicht angeboten werden, hieĂ es weiter. Es mĂŒsse mit VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen gerechnet werden.
Wie ein dpa-Reporter berichtete, musste in den frĂŒhen Morgenstunden ein Zug aus Stuttgart kommend am Ulmer Hauptbahnhof zum Ăbernachtungs-Zug umfunktioniert werden. Auch am MĂŒnchner Hauptbahnhof stellte die Deutsche Bahn einen Zug fĂŒr gestrandete FahrgĂ€ste bereit. Wie viele ZĂŒge ihre Fahrten vorerst abbrechen mussten, war laut einer Sprecherin der DB zunĂ€chst unklar.
Kleinere UnfĂ€lle auf den StraĂen
Die Polizei im Freistaat berichtete von zahlreichen kleineren UnfĂ€llen auf den StraĂen. In Oberbayern, Niederbayern, Mittelfranken und Schwaben blieb es jedoch vorwiegend bei BlechschĂ€den und Leichtverletzten. Vor allem in Schwaben mussten StraĂen wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume zunĂ€chst gesperrt werden. Auf der Autobahn 8 bei Weyarn (Landkreis Miesbach) stĂŒrzte aus bislang ungeklĂ€rter Ursache ein Lkw um.
Am Freitag waren bereits am Flughafen MĂŒnchen mehr als 150Â Starts und Landungen witterungsbedingt abgesagt worden. GrĂŒnde dafĂŒr seien Schneefall und niedrige Temperaturen am Flughafen, sagte ein Sprecher.
Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee im AllgÀu
Auch in Baden-WĂŒrttemberg gab es viel Schneefall. Bei Stuttgart sorgte der Neuschnee dazu, dass BĂ€ume umstĂŒrzten, wie die Polizei berichtete. In der Stadt Vaihingen bei Stuttgart fielen Teile eines Baumes auf eine Stromleitung. In den anderen BundeslĂ€ndern war es zwar zumeist auch frostig kalt, UnfĂ€lle wurden jedoch nicht gemeldet. Hamburg meldete fĂŒnf Zentimeter Neuschnee. Die RĂ€umfahrzeuge seien im Einsatz, hieĂ es.
Dem Deutschen Wetterdienst zufolge werden im AllgĂ€u mit 30 bis 40 Zentimetern bis Samstagnachmittag die höchsten Neuschneemengen erwartet. In Sachsen seien Neuschneemengen von zehn Zentimeter möglich. DarĂŒber hinaus werden an der Nord- und OstseekĂŒste sowie im angrenzenden Binnenland hĂ€ufige Schneeschauer erwartet, die sich im Laufe des Tages bis zum nördlichen Mittelgebirgsraum ausbreiten. TagsĂŒber werde verbreitet leichter Dauerfrost erwartet. Nur entlang des Rheins und im Emsland sowie unmittelbar am Meer bleibe es vorĂŒbergehend an einigen Stellen frostfrei.
In der Nacht zum Sonntag mĂŒsse vor allem in Schleswig-Holstein und im sĂŒdwestlichen Bergland mit strengem Frost mit Tiefstwerten zwischen minus 10 und minus 15 Grad gerechnet werden, hieĂ es weiter.
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