Feuer in Gohrischheide weiter nicht unter Kontrolle
Veröffentlicht am: 03.07.2025 um 09:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Waldbrand in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Zahl der EinsatzkrĂ€fte aus beiden LĂ€ndern sei in der Nacht auf 480 aufgestockt worden, sagte das Landratsamt des Landkreises MeiĂen der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit breite sich der Brand vor allem in nördliche Richtung aus. Die FeuerwehrkrĂ€fte kĂ€mpfen demnach aktuell um den unmittelbar an der Landesgrenze liegenden Ort Nieska, einem Ortsteil der Stadt Gröditz.Â
Aus Brandenburger Sicht ist die Lage am Donnerstagmorgen deutlich verbessert: Der Wind habe sich in Richtung Sachsen gedreht, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr in Brandenburg. Dadurch trete zumindest fĂŒr Brandenburg Entspannung ein, da der Rauch abziehe und das Feuer sich nicht weiter gen Norden ausbreiten könne. Aktuell konzentriere man sich daher auf SicherungsmaĂnahmen.
Hubschrauber erkundet BrandflÀche
In der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg war am Dienstag ein Waldbrand ausgebrochen. Seitdem kĂ€mpfen die Feuerwehren gegen die Flammen. Das GelĂ€nde ist schwierig, weil die Gefahr besteht, dass restliche Munition auf dem einstigen TruppenĂŒbungsplatz detoniert. Am Mittwoch hatte sich das Feuer auf mehrere hundert Hektar ausgeweitet. Der GroĂteil der FlĂ€che befindet sich in Sachsen.
Ein Erkundungshubschrauber der Landespolizei sei im Einsatz, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes MeiĂen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Der Hubschrauber soll Hinweise auf das AusmaĂ des Brandes geben. Zudem kann die Maschine mit Hilfe spezieller Kameras Glutnester erkennen, sagte eine Sprecherin der Bereitschaftspolizei, die fĂŒr die sĂ€chsische Polizeihubschrauberstaffel zustĂ€ndig ist. Laut dem morgendlichen Lagebericht der EinsatzkrĂ€fte vor Ort sind aktuell mehr als 200 Hektar WaldflĂ€che betroffen, so das Landratsamt.
100 Bewohner können nicht zurĂŒckÂ
Die zunĂ€chst angeordnete Evakuierung des WĂŒlknitzer Ortsteils Lichtensee habe vermieden werden können, da der Wind sich gedreht hatte, heiĂt es weiter. Evakuiert bleiben die rund 100 Bewohner des Ortsteils HeidehĂ€user - darunter auch die 45 Bewohner eines Heims fĂŒr Schwerbehinderte. Diese seien zunĂ€chst in örtlichen KrankenhĂ€usern und im Feuerwehrtechnischen Zentrum untergebracht worden, so das Landratsamt. Im nĂ€chsten Schritt werden sie nun auf andere Einrichtungen verteilt, sagte Sebastian Lange, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des TrĂ€gers Meisop, der Deutschen Presse-Agentur.
