Feuer, Gohrischheide

Feuer in Gohrischheide weiter nicht unter Kontrolle

Veröffentlicht am: 03.07.2025 um 09:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hunderte EinsatzkrÀfte bekÀmpfen die Flammen. GefÀhrdet ist derzeit vor allem der Grenzort Nieska in Sachsen. Auf Brandenburger Seite entspannt sich die Lage etwas.

In der Gohrischheide sollen die nÀchsten Schritte in einer Lagebesprechung am Morgen getroffen werden. - Bild: Daniel Wagner/dpa
In der Gohrischheide sollen die nÀchsten Schritte in einer Lagebesprechung am Morgen getroffen werden. - Bild: Daniel Wagner/dpa

Der Waldbrand in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Zahl der EinsatzkrĂ€fte aus beiden LĂ€ndern sei in der Nacht auf 480 aufgestockt worden, sagte das Landratsamt des Landkreises Meißen der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit breite sich der Brand vor allem in nördliche Richtung aus. Die FeuerwehrkrĂ€fte kĂ€mpfen demnach aktuell um den unmittelbar an der Landesgrenze liegenden Ort Nieska, einem Ortsteil der Stadt Gröditz. 

Aus Brandenburger Sicht ist die Lage am Donnerstagmorgen deutlich verbessert: Der Wind habe sich in Richtung Sachsen gedreht, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr in Brandenburg. Dadurch trete zumindest fĂŒr Brandenburg Entspannung ein, da der Rauch abziehe und das Feuer sich nicht weiter gen Norden ausbreiten könne. Aktuell konzentriere man sich daher auf Sicherungsmaßnahmen.

Hubschrauber erkundet BrandflÀche

In der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg war am Dienstag ein Waldbrand ausgebrochen. Seitdem kĂ€mpfen die Feuerwehren gegen die Flammen. Das GelĂ€nde ist schwierig, weil die Gefahr besteht, dass restliche Munition auf dem einstigen TruppenĂŒbungsplatz detoniert. Am Mittwoch hatte sich das Feuer auf mehrere hundert Hektar ausgeweitet. Der Großteil der FlĂ€che befindet sich in Sachsen.

Ein Erkundungshubschrauber der Landespolizei sei im Einsatz, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Meißen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Der Hubschrauber soll Hinweise auf das Ausmaß des Brandes geben. Zudem kann die Maschine mit Hilfe spezieller Kameras Glutnester erkennen, sagte eine Sprecherin der Bereitschaftspolizei, die fĂŒr die sĂ€chsische Polizeihubschrauberstaffel zustĂ€ndig ist. Laut dem morgendlichen Lagebericht der EinsatzkrĂ€fte vor Ort sind aktuell mehr als 200 Hektar WaldflĂ€che betroffen, so das Landratsamt.

100 Bewohner können nicht zurĂŒck 

Die zunĂ€chst angeordnete Evakuierung des WĂŒlknitzer Ortsteils Lichtensee habe vermieden werden können, da der Wind sich gedreht hatte, heißt es weiter. Evakuiert bleiben die rund 100 Bewohner des Ortsteils HeidehĂ€user - darunter auch die 45 Bewohner eines Heims fĂŒr Schwerbehinderte. Diese seien zunĂ€chst in örtlichen KrankenhĂ€usern und im Feuerwehrtechnischen Zentrum untergebracht worden, so das Landratsamt. Im nĂ€chsten Schritt werden sie nun auf andere Einrichtungen verteilt, sagte Sebastian Lange, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des TrĂ€gers Meisop, der Deutschen Presse-Agentur.

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