Flughafen Nürnberg nach Luftnotfall-Alarm wieder freigegeben
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 13:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWSPolizeieinsatz nach der Landung
- Die Polizei gab nach der Sperrung des Flughafens Nürnberg Entwarnung.
- Der Flieger aus Korfu landete sicher; Passagiere und Piloten blieben zunächst an Bord.
- Eurofighter aus Neuburg an der Donau begleiteten die Maschine im deutschen Luftraum.
- Am Morgen hatten drei Piloten unabhängig voneinander ein mögliches Drohnenobjekt gemeldet.
Nach einem möglichen Luftnotfall in einem Linienflugzeug aus Griechenland ist der Nürnberger Flughafen vorübergehend für den Flugverkehr gesperrt worden.
Keine Gefahr im Flugzeug festgestellt
Die Polizei teilte nach den Überprüfungen vor Ort mit, es bestehe keine Gefahr. Die Ermittlungen zur Ursache des Alarms liefen zunächst weiter.
Der betroffene Flieger war von der griechischen Insel Korfu gekommen und nach Angaben des Flughafensprechers sicher in Nürnberg gelandet. Nach dpa-Informationen hatte es zuvor einen Notfallcode gegeben.
Kampfjets begleiteten die Maschine
Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 begleiteten das Flugzeug im deutschen Luftraum. Die Jets starteten aus Neuburg an der Donau und drehten nach Abschluss ihres Einsatzes wieder ab.
In Neuburg stehen nach Angaben der Deutschen Flugsicherung rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als Alarmrotte bereit. Spezialkräfte waren an den Überprüfungen am Flugzeug beteiligt.
Flugbetrieb zuvor wegen Drohnenhinweisen beeinträchtigt
Bereits am frühen Morgen hatten drei Piloten beim Start oder bei der Landung unabhängig voneinander ein Objekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte. Die Polizei leitete daraufhin gemeinsam mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung Such- und Detektionsmaßnahmen ein.
Ein Polizeihubschrauber war dabei im Einsatz, eine Drohne wurde jedoch nicht gefunden. Während der Suche verspäteten sich sechs Flüge, darunter zwei Ankünfte und vier Abflüge.
Zwei ankommende Maschinen wichen vorsorglich nach Köln und Prag aus und setzten ihren Flug nach Nürnberg anschließend fort. Ob die mögliche Drohnensichtung und der spätere Alarm im Zusammenhang stehen, war zunächst unklar.
Alarmbereitschaft im deutschen Luftraum
Der Einsatz in Nürnberg zeigt, wie schnell ein unklarer Vorfall im Luftverkehr eine gestufte Sicherheitsreaktion auslösen kann. Meldet ein Linienflugzeug eine mögliche Luftnotlage, werden zunächst die zuständigen Stellen von Flughafen, Polizei und Flugsicherung eingebunden. Je nach Lage können zusätzlich militärische Kräfte hinzukommen.
Die Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 gehören zur dauerhaft verfügbaren Alarmrotte in Neuburg an der Donau. Ihre Aufgabe besteht darin, verdächtige oder nicht eindeutig kommunizierende Luftfahrzeuge zu identifizieren, zu begleiten und die Lage für die Flugsicherung zu klären. Der Einsatz bedeutet daher nicht automatisch, dass eine konkrete Bedrohung vorliegt.
Mehrere Prüfungen an einem Vormittag
Für Reisende in Nürnberg hatte der Vorfall dennoch unmittelbare Folgen. Die zeitweise Sperrung unterbrach den Flugbetrieb, mehrere Verbindungen verspäteten sich, und zwei Maschinen mussten vorübergehend auf andere Flughäfen ausweichen. Nach der Landung blieb das betroffene Flugzeug zunächst unter polizeilicher Kontrolle.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der möglichen Drohnensichtung vom frühen Morgen. Drei unabhängige Piloten hatten ein Objekt gemeldet, ohne dass bei den anschließenden Suchmaßnahmen eine Drohne gefunden wurde. Ob beide Ereignisse zusammenhängen, blieb zunächst offen; die Ermittlungen zur Ursache des späteren Alarms dauern an.
