Flughafen Nürnberg, Eurofighter-Einsatz

Flughafen Nürnberg sperrt nach Luftnotfall, Polizei gibt Entwarnung

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 13:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Am Nürnberger Flughafen wird ein aus Korfu kommender Linienflieger nach einem Notfallcode von Eurofightern begleitet. Die Polizei überprüft die Maschine, während Ermittler zugleich eine mögliche Drohnensichtung vom Morgen untersuchen.

  • Der Flughafen Nürnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Der Flughafen Nürnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
  • Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg abgesperrt. (Archivbild) - Bild: Daniel Löb/dpa
    Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg abgesperrt. (Archivbild) - Bild: Daniel Löb/dpa
  • Der Polizeieinsatz bezog sich auf eine Maschine, die aus Korfu kam. - Bild: Daniel Löb/dpa
    Der Polizeieinsatz bezog sich auf eine Maschine, die aus Korfu kam. - Bild: Daniel Löb/dpa
  • Ein Eurofighter begleitete das von der griechischen Insel Korfu kommende Flugzeug. - Bild: Volker Weidinger/dpa
    Ein Eurofighter begleitete das von der griechischen Insel Korfu kommende Flugzeug. - Bild: Volker Weidinger/dpa
  • Auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem Flughafengelände unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem Flughafengelände unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
Der Flughafen Nürnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg abgesperrt. (Archivbild) - Bild: Daniel Löb/dpa Der Polizeieinsatz bezog sich auf eine Maschine, die aus Korfu kam. - Bild: Daniel Löb/dpa Ein Eurofighter begleitete das von der griechischen Insel Korfu kommende Flugzeug. - Bild: Volker Weidinger/dpa Auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem Flughafengelände unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa

Flugbetrieb nach Polizeieinsatz unterbrochen

  • Die Polizei sperrte den Nürnberger Flughafen nach einem möglichen Luftnotfall und gab anschließend Entwarnung.
  • Der Flieger aus Korfu landete sicher; Passagiere und Piloten blieben zunächst an Bord.
  • Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 begleiteten die Maschine im deutschen Luftraum.
  • Am Morgen meldeten drei Piloten ein mögliches Flugobjekt; sechs Flüge verspäteten sich.

Nach einem möglichen Luftnotfall in einem aus Korfu kommenden Linienflieger ist der Nürnberger Flughafen vorübergehend gesperrt worden.

Polizei schließt Gefahr am Flugzeug aus

Die Polizei teilte nach Überprüfungen vor Ort mit, dass keine Gefahr bestehe. Die Ermittlungen zur Ursache des Alarms liefen zunächst weiter.

Die Passagiere befanden sich nach der Landung noch im Flugzeug. Nach Angaben eines Polizeisprechers ging es ihnen ebenso wie den Piloten gut; Spezialkräfte waren an dem Einsatz beteiligt.

Eurofighter begleiten Maschine aus Korfu

Der Linienflieger war von der griechischen Insel Korfu gestartet. Ein Flughafensprecher sagte, die Maschine sei sicher gelandet. Nach dpa-Informationen hatte zuvor ein Notfallcode ausgelöst.

Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau begleiteten das Flugzeug im deutschen Luftraum. In Neuburg stehen täglich rund um die Uhr zwei Maschinen als Alarmrotte bereit; die Kampfjets drehten nach dem Einsatz wieder ab.

Mögliche Drohne sorgt schon am Morgen für Einschränkungen

Bereits am frühen Morgen hatten drei Piloten unabhängig voneinander beim Start oder bei der Landung ein Objekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte.

Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete gemeinsam mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz, ohne dass eine Drohne gefunden wurde.

Sechs Flüge verspätet

Während des ersten Einsatzes verspäteten sich sechs Flüge: zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zwei ankommende Maschinen wichen vorsorglich nach Köln und Prag aus und konnten ihren Flug nach Nürnberg anschließend fortsetzen.

Ob die mögliche Drohnensichtung und der spätere Alarm des Linienfliegers zusammenhingen, war zunächst unklar.

Alarmkette im deutschen Luftraum

Der Vorfall zeigt, wie mehrere Sicherheitsstufen am Flughafen und im deutschen Luftraum ineinandergreifen. Meldet ein Verkehrsflugzeug eine mögliche Notlage, prüfen Polizei, Flughafen und Deutsche Flugsicherung zunächst die Situation. Parallel kann die Luftwaffe eine Alarmrotte einsetzen, um das Flugzeug zu begleiten und den Sachverhalt aus der Luft zu beurteilen.

Für Nürnberg kamen zwei unterschiedliche Vorgänge innerhalb weniger Stunden zusammen: Am frühen Morgen meldeten drei Piloten unabhängig voneinander ein mögliches Flugobjekt, anschließend löste ein Linienflug aus Korfu einen Luftnotfall-Alarm aus. Eine Drohne wurde bei der Suche nicht gefunden; ein Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen war zunächst offen. Die dpa-Meldung nennt zudem sechs verspätete Flüge und zwei Ausweichlandungen, bevor die Maschinen ihren Flug nach Nürnberg fortsetzen konnten.

Auswirkungen für Reisende

Die Entwarnung bedeutet, dass von dem betroffenen Flugzeug keine Gefahr ausging. Für Reisende bleibt entscheidend, dass der Flugbetrieb nach einer Sperrung schrittweise wieder aufgenommen werden muss und sich Verspätungen oder Umleitungen noch danach auswirken können. Die Ermittlungen zur Ursache des ausgelösten Notfallcodes sowie die Prüfung des möglichen Flugobjekts sind getrennte offene Punkte.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Flughafen Nürnberg nach mutmaßlicher "Luftnotlage" gesperrt“ (13.10.2026)

Der Bericht bestätige die Sperrung des Flughafens, die sichere Landung des Flugs XR456 aus Korfu und die Entwarnung gegen 13.20 Uhr. Er hebe zusätzlich hervor, dass der Flugbetrieb um 13.30 Uhr noch nicht wieder angelaufen sei und es Einschränkungen im Bus- und U-Bahn-Verkehr gegeben habe.

Damit decke sich die Darstellung beim Kernereignis mit der dpa-Meldung, setze den Schwerpunkt aber stärker auf den zeitlichen Ablauf und die unmittelbaren Verkehrsfolgen. Offen bleibe auch dort, warum der Transponder den Notfallcode ausgelöst habe.

Merkur: „„Unbestätigte Luftnotlage“ – Flughafen Nürnberg gesperrt“ (13.10.2026)

Der Artikel berichte über die Sperrung wegen einer unbestätigten Luftnotlage und ordne sie zeitlich dem Landeanflug einer Maschine aus Korfu zu. Er konzentriere sich auf die ersten Angaben des Flughafens und kündige weitere Informationen an.

Beide Berichte bestätigten somit die Sperrung und die sichere Landung, während der BR24-Beitrag bereits die Entwarnung und die Eurofighter-Begleitung ausführlicher einordne. Die Ursache des Alarms bleibe in beiden Darstellungen offen.

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