Flughafen NĂŒrnberg, Corendon-Flug XR456

Flugzeug-Alarm in NĂŒrnberg: Eurofighter begleiten Corendon-Jet

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 16:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein Corendon-Flug aus Korfu löste mit dem Code 7500 einen Großeinsatz aus. Nach der sicheren Landung in NĂŒrnberg gab die Polizei Entwarnung; die Ursache wird weiter untersucht.

  • Die Maschine war von der griechischen Insel Korfu gestartet. - Bild: Daniel Löb/dpa
    Die Maschine war von der griechischen Insel Korfu gestartet. - Bild: Daniel Löb/dpa
  • Ein Eurofighter begleitete das Flugzeug bis zur Landung in NĂŒrnberg. - Bild: Volker Weidinger/dpa
    Ein Eurofighter begleitete das Flugzeug bis zur Landung in NĂŒrnberg. - Bild: Volker Weidinger/dpa
  • Der Flughafen NĂŒrnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Der Flughafen NĂŒrnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
  • Auch KrĂ€fte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem FlughafengelĂ€nde unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Auch KrÀfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem FlughafengelÀnde unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
Die Maschine war von der griechischen Insel Korfu gestartet. - Bild: Daniel Löb/dpa Ein Eurofighter begleitete das Flugzeug bis zur Landung in NĂŒrnberg. - Bild: Volker Weidinger/dpa Der Flughafen NĂŒrnberg war zeitweise gesperrt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa Auch KrĂ€fte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren auf dem FlughafengelĂ€nde unterwegs. - Bild: Tizian Gerbing/dpa

Alarmcode löst Einsatz in NĂŒrnberg aus

  • Der Flug XR456 von Corendon landete gegen 12.10 Uhr sicher am Flughafen NĂŒrnberg.
  • Eurofighter aus Neuburg begleiteten die Boeing 737-800 im deutschen Luftraum bis zur Landung.
  • Die Polizei sperrte den Airport und setzte auch SpezialkrĂ€fte ein, bevor sie Entwarnung gab.

Ein möglicherweise defektes FunkgerĂ€t hat in einem Linienflugzeug von Korfu nach NĂŒrnberg den EntfĂŒhrungscode 7500 ausgelöst.

Flughafen zeitweise vollstÀndig gesperrt

Nachdem die Piloten den Code kurz nach 11.00 Uhr gesendet hatten und anschließend nicht mehr per Funk erreichbar waren, stiegen die Kampfjets auf und begleiteten die Maschine.

Der NĂŒrnberger Flughafen wurde gegen Mittag fĂŒr den Flugbetrieb gesperrt. Knapp eine Stunde nach der Landung teilte die Polizei mit, dass es in der Boeing 737-800 keine Gefahr gebe und es Passagieren sowie Piloten gut gehe.

Ermittler prĂŒfen technisches Problem

Nach ersten Erkenntnissen deutet vieles auf ein kaputtes FunkgerĂ€t hin. Die Ermittlungen zur Ursache des Alarms dauern an; die Fluggesellschaft Corendon Ă€ußerte sich zunĂ€chst nicht.

Die Passagiere verließen das Flugzeug ĂŒber Treppen und wurden mit Bussen ins Terminal gebracht. Dort stand ein speziell ausgebildetes SAT-Team mit seelsorgerischer und psychologischer Betreuung bereit.

Eurofighter aus Neuburg begleiten die Maschine

Die Kampfjets gehörten zum taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. Dort stehen tÀglich zwei Eurofighter rund um die Uhr als Alarmrotte bereit.

Auch in Kroatien war ein Kampfjet aufgestiegen und hatte die Maschine bis zur slowenischen Grenze begleitet. Anlass war eine Warnung des Nato-Luftwaffenkommandos im spanischen TorrejĂłn.

ZusÀtzliche BeeintrÀchtigung durch Drohnenmeldung

Bereits am frĂŒhen Morgen hatten drei Piloten unabhĂ€ngig voneinander ein mögliches Flugobjekt gemeldet. Die Polizei leitete Suchmaßnahmen ein, fand jedoch keine Drohne.

Sechs FlĂŒge verspĂ€teten sich, zwei ankommende Maschinen wichen vorsorglich nach Köln und Prag aus. Nach ersten Erkenntnissen bestand kein Zusammenhang zwischen der Drohnenmeldung und dem spĂ€teren Alarm des Passagierflugzeugs.

Der Code 7500 löst sofortige Reaktionen aus

Der Transpondercode 7500 steht im internationalen Luftverkehr fĂŒr eine mutmaßliche EntfĂŒhrung. Wird ein solcher Code empfangen und bricht zugleich der Funkkontakt ab, mĂŒssen Sicherheitsbehörden zunĂ€chst von einer akuten Gefahr ausgehen. Die Reaktion folgt dabei einem festgelegten Verfahren und ist unabhĂ€ngig davon, ob sich der Alarm spĂ€ter als technischer Fehler erweist.

Die Alarmrotte des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg an der Donau ist fĂŒr solche Situationen dauerhaft einsatzbereit. Dass Eurofighter das Passagierflugzeug begleiteten, zeigt die Bedeutung der Meldung fĂŒr die Luftraumsicherheit. Auch die Sperrung des Flughafens und die Kontrolle der Maschine nach der Landung dienten dazu, Risiken fĂŒr Passagiere, Besatzung und den Flugbetrieb auszuschließen.

Zwei EinsÀtze an einem Flughafen

Die mögliche Drohnensichtung am selben Morgen erhöhte die Aufmerksamkeit rund um den NĂŒrnberger Airport, steht nach den Angaben der Polizei aber in keinem Zusammenhang mit dem spĂ€teren Alarm im Flugzeug. Der erste Vorfall fĂŒhrte bereits zu VerspĂ€tungen und Ausweichlandungen.

FĂŒr Reisende bedeutet der Vorgang vor allem kurzfristige EinschrĂ€nkungen und Verzögerungen. Zugleich macht er sichtbar, wie schnell ein einzelnes technisches Signal internationale Sicherheitsketten aktiviert. Entscheidend bleibt nun die Untersuchung des FunkgerĂ€ts und der KommunikationsablĂ€ufe, damit sich klĂ€ren lĂ€sst, warum der Code gesendet wurde und weshalb die Crew anschließend nicht erreichbar war.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR: „Flughafen NĂŒrnberg: Entwarnung nach mutmaßlicher ‚Luftnotlage‘“ (13.10.2026)

Der Bericht schildere, der Flughafen sei nach dem Alarm fĂŒr rund zwei Stunden gesperrt worden und der Flugbetrieb laufe inzwischen wieder. Er hebe wie die dpa-Meldung den Code 7500, den fehlenden Funkkontakt und den möglichen technischen Defekt hervor, ergĂ€nze jedoch die zeitliche Einordnung der Entwarnung gegen 13.20 Uhr.

Merkur: „‚UnbestĂ€tigte Luftnotlage‘ – Flughafen NĂŒrnberg gesperrt“ (13.10.2026)

Der Artikel berichte ĂŒber die Sperrung des NĂŒrnberger Flughafens wegen einer zunĂ€chst unbestĂ€tigten Luftnotlage und bestĂ€tige die sichere Landung der Maschine aus Korfu. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf die erste behördliche LageeinschĂ€tzung, wĂ€hrend die genaue technische Ursache ebenso offen bleibe.

Beide Berichte bestĂ€tigten die sichere Landung, den Einsatz von Eurofightern und die anschließende Entwarnung. Unterschiede lĂ€gen vor allem in der zeitlichen Perspektive und der Gewichtung des technischen Defekts; offen bleibe die genaue Ursache des ausgelösten Codes.

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