Flughafen Nürnberg, Code 7500

Flugzeug sendet Code 7500 und landet sicher in Nürnberg

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 14:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Notfallcode 7500 verlor der Tower den Kontakt zur aus Korfu kommenden Maschine. Eurofighter begleiteten den Flug nach Nürnberg, wo die Polizei später Entwarnung gab.

  • Die Maschine kam aus Korfu. - Bild: Volker Weidinger/dpa
    Die Maschine kam aus Korfu. - Bild: Volker Weidinger/dpa
  • Der Flughafen war zeitweise abgeriegelt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Der Flughafen war zeitweise abgeriegelt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
Die Maschine kam aus Korfu. - Bild: Volker Weidinger/dpa Der Flughafen war zeitweise abgeriegelt. - Bild: Tizian Gerbing/dpa

Alarm nach Funkkontaktverlust über Bayern

  • Die Maschine aus Korfu sendete kurz nach 11.00 Uhr den Notfallcode 7500 für einen möglichen Entführungsfall.
  • Nach dem Signal war der Pilot nicht mehr per Funk erreichbar; deshalb starteten Eurofighter und weitere Sicherheitsmaßnahmen.
  • Der Flughafen Nürnberg wurde vor der Landung gegen Mittag abgeriegelt und nach den Überprüfungen wieder als gefahrlos eingestuft.

Ein aus Korfu kommendes Flugzeug hat während des Flugs den Notfallcode 7500 gesendet und damit einen möglichen Entführungsfall angezeigt.

Code löst umfangreichen Einsatz aus

Nach dem Absenden des Codes sei der Pilot der Maschine nicht mehr erreichbar gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise habe ein Defekt des Funkgeräts im Cockpit den Kontaktabbruch verursacht.

Da weder der Tower noch die Polizei das Cockpit erreichen konnten, mussten die Einsatzkräfte zunächst von einer Geiselnahme ausgehen. Sicherheitshalber wurden mehrere Alarmstarts ausgelöst.

Eurofighter begleiten den Flug

Nach Angaben des Flughafensprechers waren Eurofighter im Einsatz, um das Flugzeug zu begleiten. Gleichzeitig rückte ein Großaufgebot der Polizei zum Nürnberger Flughafen aus.

Der Zielflughafen wurde gegen Mittag aus Sicherheitsgründen für den Flugbetrieb abgeriegelt. Die Maschine landete schließlich gegen 12.10 Uhr sicher in Nürnberg.

Alle Insassen wohlauf

Die Überprüfungen vor Ort ergaben nach Angaben der Polizei, dass keine Gefahr bestand. Allen Insassen des Fliegers gehe es gut.

Die Ermittlungen zur Ursache des Alarms laufen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob ein Defekt des Funkgeräts den Kontaktverlust und die Übermittlung des Codes ausgelöst haben könnte.

Warum der Code 7500 Alarm auslöst

Der Transpondercode 7500 ist in der internationalen Luftfahrt für eine mutmaßliche Entführung vorgesehen. Er wird über das Bordgerät an die Flugsicherung übermittelt und soll eine ernste Gefahrenlage anzeigen, ohne dass die Besatzung den Verdacht offen über Funk aussprechen muss.

Bleibt eine Crew nach einem solchen Signal zusätzlich nicht erreichbar, müssen die zuständigen Stellen zunächst vom schwerwiegendsten Szenario ausgehen. Daraus erklären sich die Alarmstarts der Eurofighter, die Absperrung des Flughafens und das starke Polizeiaufgebot. Die Maßnahmen dienen dazu, die Maschine kontrolliert zu begleiten, den Flugbetrieb zu schützen und die Lage nach der Landung schnell zu klären.

Technischer Defekt als mögliche Ursache

Im Nürnberger Fall steht nach der sicheren Landung die technische und operative Rekonstruktion im Mittelpunkt. Ein defektes Funkgerät könnte erklären, weshalb der Pilot nach dem Code nicht mehr erreichbar war; zugleich muss geklärt werden, wie der Code aus dem Cockpit ausgelöst wurde.

Für Reisende hatte der Vorfall vor allem unmittelbare Folgen: Der Flughafen wurde zeitweise abgeriegelt, Flüge konnten sich verspäten oder ausweichen. Die Entwarnung für die Insassen beseitigt die akute Gefahr, ersetzt aber nicht die Untersuchung, damit sich ein vergleichbarer Alarm nicht wiederholt und die Sicherheitsabläufe bewertet werden können.

BR24: „Flughafen Nürnberg nach mutmaßlicher "Luftnotlage" gesperrt“ (13.10.2026)

Der Bericht bestätige die sichere Landung der aus Korfu kommenden Corendon-Maschine und die anschließende Entwarnung. Einen anderen Schwerpunkt setze er bei den Abläufen am Flughafen und ergänze, der Flugbetrieb sei zeitweise eingestellt worden; außerdem habe es am frühen Morgen eine mögliche Drohnensichtung gegeben, deren Zusammenhang mit dem späteren Vorfall zunächst offen gewesen sei.

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