Frukas, Karneval

Frukas zum Karneval: Kult-Kamelle mit geheimer IdentitÀt

Veröffentlicht am: 21.02.2025 um 04:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Viele sehen sie nur einmal im Jahr: Zum Karneval werden kleine, viereckige und fruchtig schmeckende Kaubonbons sĂ€ckeweise auf UmzĂŒgen verteilt. Woher kommt sie eigentlich?

Die Arbeit in der SĂŒĂŸwarenabteilung ist mit einem herrlich duftenden Umfeld, aber auch mit viel körperlicher Anstrengung verbunden.  - Bild: Sebastian Willnow/dpa
Die Arbeit in der SĂŒĂŸwarenabteilung ist mit einem herrlich duftenden Umfeld, aber auch mit viel körperlicher Anstrengung verbunden. - Bild: Sebastian Willnow/dpa

Alaaf und Helau! Besonders zur Karnevalszeit fliegen sie aus Umzugswagen in die Menge, doch ihren Namen kennen nur die wenigsten: die Böhme Fruchtkaramellen, kurz Frukas. «Jeder kennt es, doch keiner weiß, wie es heißt», sagt Gerrit Sachs, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Halloren-Vertriebs.

Die kleinen, quadratischen Kaubonbons haben Kultstatus, doch wer sie produziert, wissen ebenfalls die wenigsten. Das sei eine Weile auch so gewollt gewesen, denn die Frukas seien kein Hauptprodukt des SĂŒĂŸwarenherstellers aus Sachsen-Anhalt, erzĂ€hlt Sachs. 

UrsprĂŒnglich wurden sie in den spĂ€ten 1950er Jahren im karnevalfiebernden Nordrhein-Westfalen erfunden. Seit den 1990er Jahren werden sie jedoch in Sachsen produziert – in der Delitzscher Schokoladenfabrik, wo etwa 20 Mitarbeiter an ihrer Herstellung beteiligt sind.

Ein Markenzeichen der Frukas ist ihre nostalgische Verpackung, die sich ĂŒber die Jahrzehnte kaum verĂ€ndert hat. Man habe vor einigen Jahren versucht, das Design zu Ă€ndern: «Wir wurden abgestraft», erzĂ€hlt Sachs. 

 

Das Unternehmen produziert jĂ€hrlich etwa 1.000 Tonnen Frukas – das entspricht ĂŒber 300 Millionen Bonbons. Ein Fruka wiegt 2,8 Gramm – zusammen ergibt das das Produktionsgewicht von etwa 200 erwachsenen Elefanten. Aufeinandergestapelt wĂŒrde die jĂ€hrliche Produktion einen Turm von ĂŒber 3.500 Kilometern Höhe ergeben.

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