Rheinland-Pfalz, Deutschland

Warum diese fünf Orte am Jahrestag der Flut wichtig sind

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 03:30 Uhr, dpa.de

Fünf Jahre nach der Flut im Westen Deutschlands erinnern Gedenkveranstaltungen an die Opfer. Auch Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier sind dabei. Welche Orte stehen im Fokus?

  • Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 sind in vielen Ortschaften noch immer Wiederaufbauarbeiten im Gange. (Archivbild) - Bild: Boris Roessler/dpa
    Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 sind in vielen Ortschaften noch immer Wiederaufbauarbeiten im Gange. (Archivbild) - Bild: Boris Roessler/dpa
  • Die alte Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde durch die Flutkatastrophe 2021 total zerstört. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
    Die alte Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde durch die Flutkatastrophe 2021 total zerstört. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
  • Die Bundesstraße durch das Ahrtal ist hinter einem Tunnel von der Sturzflut im Juli weggerissen worden. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
    Die Bundesstraße durch das Ahrtal ist hinter einem Tunnel von der Sturzflut im Juli weggerissen worden. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
  • Zu den Todesopfern der Ahrtal-Flut zählten auch 12 Bewohner eines Wohnheims für Menschen mit geistiger Behinderung. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
    Zu den Todesopfern der Ahrtal-Flut zählten auch 12 Bewohner eines Wohnheims für Menschen mit geistiger Behinderung. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa
  • In Erftstadt war das Ausmaß der Zerstörung nach dem Unwetter groß. (Archivbild) - Bild: David Young/dpa
    In Erftstadt war das Ausmaß der Zerstörung nach dem Unwetter groß. (Archivbild) - Bild: David Young/dpa
Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 sind in vielen Ortschaften noch immer Wiederaufbauarbeiten im Gange. (Archivbild) - Bild: Boris Roessler/dpa Die alte Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde durch die Flutkatastrophe 2021 total zerstört. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa Die Bundesstraße durch das Ahrtal ist hinter einem Tunnel von der Sturzflut im Juli weggerissen worden. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa Zu den Todesopfern der Ahrtal-Flut zählten auch 12 Bewohner eines Wohnheims für Menschen mit geistiger Behinderung. (Archivbild) - Bild: Thomas Frey/dpa In Erftstadt war das Ausmaß der Zerstörung nach dem Unwetter groß. (Archivbild) - Bild: David Young/dpa

Das Hochwasser in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Nach Starkregen verwandelte sich die Ahr in eine Sturzflut, die mehr als 180 Menschen das Leben kostete - 136 in Rheinland-Pfalz und 49 in Nordrhein-Westfalen.

In diesem Jahr jährt sich der Tag zum fünften Mal. Die Flaggen hängen im Zeichen der Trauer auf Halbmast. Vielerorts gedenken Menschen der Verstorbenen und der Betroffenen – dafür reisen auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an. 

Diese Orte stehen besonders im Fokus:

Altenahr

Die Ortsgemeinde Altenahr wurde von der Sturzflut schwer getroffen. 33 Menschen kamen ums Leben. Für viele Überlebende folgte eine Zeit voll Trauer, Frust und erzwungenen Neuanfängen.

Einige dieser Menschen werden in der Fotoausstellung «We Ahr Strong. Fünf Jahre, ein neuer Blick» zu sehen sein, die gegen Mittag im Beisein von Bundespräsident Steinmeier in Altenahr eröffnet wird.

Den Verstorbenen will die Gemeinde bei einem Gottesdienst am Nachmittag gedenken. Einer der Gäste wird der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert (CDU) sein.

Erftstadt

Die Narben des Unwetters seien bis heute in den Städten und Dörfern sichtbar, hatte Landtagspräsident André Kuper (CDU) kürzlich gesagt. Dazu zählt beispielsweise Erftstadt, wo die Fluten eine Kiesgrube zum Einsturz gebracht hatten. Durch einen Erdrutsch kippten mehrere Häuser ins Wasser. Auch ein Teil der historischen Burg stürzte im Zuge der Flut ein. 

Der Schicksale, die hinter den Flutschäden stehen, wird bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung von Landtag und Landesregierung gedacht, an der auch Steinmeier teilnehmen wird. Das Hochwasser richtete in Nordrhein-Westfalen materielle Schäden von rund 13 Milliarden Euro an, vor allem in der Eifel, im Bergischen Land und Teilen des Sauerlands. 

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Flut traf Bad Neuenahr-Ahrweiler mit besonderem Ausmaß. Von den mehr als 130 Menschen, die bei der Flut im Ahrtal starben, wurde mehr als die Hälfte in Bad Neuenahr-Ahrweiler gefunden – 65 waren in Bad Neuenahr-Ahrweiler wohnhaft.

Bundeskanzler Merz wird sich auf einer städtischen Baustelle in Bad Neuenahr-Ahrweiler über den Stand des Wiederaufbaus informieren und mit jungen Ehrenamtlichen aus dem Ahrtal und Gewerbetreibenden vor Ort sprechen. Danach wird er an der öffentlichen Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz in Ahrweiler teilnehmen und eine Rede halten.

Sinzig

In Sinzig ereignete sich in der Flutnacht eine Tragödie, die viele Menschen besonders betroffen machte. Zwölf Bewohner einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung starben – das Wasser überraschte sie im Schlaf. Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) wird die Lebenshilfe in Sinzig besuchen und mit Hinterbliebenen und Betroffenen sprechen. 

Schuld

Die Flut schädigte viele Orte und machte umso mehr Menschen betroffen. Daher geht der Blick auch dahin, wo keine prominenten Besucher angekündigt sind. Beispielsweise nach Schuld. Die Gemeinde lädt am Abend zu einem Flut-Gedenkgottesdienst in die Pfarrei Schuld ein. Auf der Einladung ist ein Bild einer Baumscheibe zu sehen. Dazu heißt es: «Die Jahresringe eines Baumes erinnern daran, dass sich Erlebtes in das Leben einschreibt – schwere Zeiten ebenso wie neue Hoffnung».

de | unterhaltung | 69762994 |

Weitere Meldungen

Kiewel entschuldigt sich nach Äußerung im «Fernsehgarten». Auf viel Empörung folgt nun Bedauern. Die Moderatorin macht eine japanische Karte kurzerhand zu einer chinesischen und sagt: «Ching Chong Chaang». (Unterhaltung, 13.07.2026 - 12:45) weiterlesen...

Jauch wird 70 - und meidet Rummel um sich. Der beliebte TV-Moderator verrät, warum er an seinem Geburtstag das Telefon weglegt. Quizkönig, Winzer, Mäzen: Günther Jauch wird 70. (Unterhaltung, 13.07.2026 - 04:30) weiterlesen...

Trockene Weine im Trend. Die Qualitätsweinprüfung 2025 lässt noch mehr Schlüsse auf Vorlieben beim Wein zu. Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern ist erneut etwas größer geworden. (Wirtschaft, 13.07.2026 - 03:30) weiterlesen...

Fliegende Kirschkerne und eine Diesellok am Seil In Speyer ziehen 111 Menschen für einen Rekordversuch an einem Strang, in Plau am See werden bunte Badewannen präsentiert und in Hessen fliegen die Kirschkerne um die Wette. (Unterhaltung, 11.07.2026 - 20:17) weiterlesen...

«Alles wegen einer Fahrkarte»: Urteil nach Tod von Schaffner. Der Täter soll zehn Jahre ins Gefängnis. Warum der Richterspruch manche fassungslos macht. Ein Streit um ein Ticket eskaliert - ein Zugbegleiter stirbt. (Unterhaltung, 09.07.2026 - 13:41) weiterlesen...

Angreifer für tödliche Attacke auf Zugschaffner verurteilt. Jetzt hat das Gericht die Tat bewertet. Der brutale Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz erschütterte bundesweit. (Unterhaltung, 09.07.2026 - 10:16) weiterlesen...