Nordrhein-Westfalen, Deutschland

GefÀngnis-Ausbruch: HÀftling hatte Versteck im Zellenboden

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 13:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mitten in der Nacht klettert ein HĂ€ftling ĂŒber die Fassade der JVA Duisburg-Hamborn auf das Dach – und verschwindet spurlos. Jetzt stellt sich heraus: Er hatte ein Versteck im Zellenboden angelegt.

  • Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein HĂ€ftling ĂŒber das Dach. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein HĂ€ftling ĂŒber das Dach. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Ein Zaun und vergitterte Fenster - trotzdem gelang einem HĂ€ftling die Flucht. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Ein Zaun und vergitterte Fenster - trotzdem gelang einem HĂ€ftling die Flucht. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Regenrinne abgedeckt, Fassade ohne Halt fĂŒr Kletterer - wie kam der HĂ€ftling auf das Dach?  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Regenrinne abgedeckt, Fassade ohne Halt fĂŒr Kletterer - wie kam der HĂ€ftling auf das Dach? - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Die JVA Duisburg-Hamborn: Hier floh ein HĂ€ftling ĂŒber das Dach. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Ein Zaun und vergitterte Fenster - trotzdem gelang einem HĂ€ftling die Flucht. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Regenrinne abgedeckt, Fassade ohne Halt fĂŒr Kletterer - wie kam der HĂ€ftling auf das Dach?  - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Der UntersuchungshÀftling, der am Morgen mit einem hollywoodreifen Ausbruch aus der JVA Duisburg-Hamborn entkommen ist, hatte vorher ein Versteck im Boden seiner Zelle angelegt. Der Hohlraum unter dem Linoleumboden sei offensichtlich bei Zellenkontrollen nicht bemerkt worden, jetzt aber entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Werkzeug habe sich in dem Hohlraum nicht mehr befunden. 

Man könne inzwischen sicher annehmen, dass der HĂ€ftling einen Gitterstab vor dem Fenster seiner Zelle zum Innenhof durchgesĂ€gt habe. Um die Feinvergitterung vor dem Fenster aufzudrĂŒcken, habe er den Zellentisch als Hebel eingesetzt, sagte der Sprecher. Dann sei er offensichtlich ĂŒber die Fassade auf der Innenseite aufs Dach und auf der Außenseite auf unbekannte Weise heruntergeklettert.

Von dem Mann fehlt laut Ministerium weiter jede Spur. Er war wegen Diebstahlverdachts in Untersuchungshaft und Ende Mai wegen zwei WohnungseinbrĂŒchen mit hohem Schaden zu einer sechsjĂ€hrigen Haftstrafe verurteilt worden. Dabei soll er nach Informationen aus Justizkreisen nicht nur wertvollen Schmuck, sondern auch mehr als 200.000 Euro Bargeld gestohlen haben.

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