Herbststurm: Nordsee erwartet Sonntag Böen bis 100 km/ h
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 11:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Küste und Höhenlagen
- Der DWD warnt für den Brocken im Harz vor Unwetter.
- An der Nordsee können die Böen am Sonntag bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen.
- Die Temperaturen bleiben bei höchstens 16 Grad herbstlich kühl.
Mehrere Tiefs bringen Deutschland stürmische Tage
Deutschland stehen stürmische Tage bevor, besonders an der Nordsee werden am Sonntag Böen bis zu 100 Kilometern pro Stunde erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor der Gefahr eines schweren Sturms, einzelne orkanartige Böen sind demnach nicht ausgeschlossen.
Sturmböen erreichen zunächst den Westen
Bereits am Freitagnachmittag können Sturmböen im Westen bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen. In exponierten Lagen sind orkanartige Böen möglich, für den Brocken im Harz gilt eine Unwetterwarnung.
Die Nacht auf Samstag wird vor allem im Norden und in der Mitte windig bis stürmisch. Am Samstag schwächt sich der Wind zunächst ab, bevor er später wieder zunimmt.
Kräftiger Regen folgt in der Nacht
Ursache sind mehrere Tiefdruckgebiete. Ein weiteres Sturmtief zieht bis Sonntag zum Nordteil der Nordsee und lässt den Wind vor allem im Westen und Nordwesten erneut auffrischen.
In der Nacht auf Sonntag kommt dort kräftiger Regen hinzu. Bis zum Sonntagvormittag sind laut DWD teils unwetterartige Regenmengen möglich.
Sonntag bleibt vielerorts ungemütlich
Der Sonntag wird mit Ausnahme des Südostens ein windiger bis stürmischer Tag. Die Temperaturen liegen bei einstelligen Werten bis maximal 16 Grad.
Die Wetterlage wird durch mehrere Tiefdruckgebiete geprägt, die vom Atlantik nach Nord- und Mitteleuropa ziehen. Dadurch gelangt feuchte und deutlich kühlere Luft nach Deutschland. Besonders der Norden liegt näher an den Zugbahnen der Tiefs und muss deshalb mit den stärksten Böen rechnen.
Für die Bevölkerung bedeutet die Entwicklung vor allem Einschränkungen im Verkehr und bei Aktivitäten an Küsten, auf Inseln und in exponierten Höhenlagen. Starker Seitenwind kann auf Brücken und Straßen problematisch werden; herabfallende Äste und lose Gegenstände erhöhen die Gefahren. An der Nordseeküste können Fährverbindungen und andere Ausflüge wetterbedingt ausfallen.
Sturmserie mit zeitlicher Staffelung
Am Freitag setzt der Wind zunächst im Westen ein. Nach einer vorübergehenden Abschwächung am Samstag nimmt er mit einem weiteren Tief wieder zu. Damit verteilt sich die Belastung über mehrere Tage, auch wenn nicht überall gleichzeitig die höchsten Windgeschwindigkeiten auftreten.
Der Süden und Südosten bleiben voraussichtlich vergleichsweise weniger betroffen. Die genaue Stärke einzelner Böen hängt jedoch von der Lage und Entwicklung der Tiefdruckgebiete ab. Für Reisende und Anwohner sind deshalb aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie Hinweise von Verkehrsunternehmen maßgeblich.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Es wird stürmisch im Norden - auch orkanartige Böen möglich“ (23.10.2026)
Der Beitrag bestätige die erwartete Sturmserie im Norden und hebe zwei aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete hervor. Anders als die dpa-Meldung nenne er zusätzlich mögliche Ausfälle von Schiffsverbindungen nach Helgoland und erwarte das Windmaximum an der Nordseeküste erst in der Nacht zu Montag.
Deutschlandfunk: „Wetter - Viel Regen, im Westen Sturmböen - 9 bis 16 Grad“ (23.10.2026)
Der Deutschlandfunk bestätige Regen, Sturmböen im Westen und mögliche orkanartige Böen in höheren Lagen. Sein Schwerpunkt liege auf der kurzfristigen Tagesprognose und den erwarteten Temperaturen, während der NDR den weiteren Verlauf im Norden ausführlicher beschreibe.
Übereinstimmend werde eine windige und nasse Wetterphase erwartet. Unterschiede gebe es vor allem beim regionalen Schwerpunkt und beim zeitlichen Blick auf die stärksten Böen; für die Nordseeküste bleibe insbesondere der genaue Zeitpunkt des Windmaximums entscheidend.
