Herbststurm: Zwei Schwerverletzte bei Volksfest in NastÀtten
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 21:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSturmfolgen in mehreren BundeslÀndern
- In NastĂ€tten stĂŒrzte bei einem Volksfest ein Gestell um und verletzte zwei Festbesucher schwer.
- Bei Pforzheim traf ein Ast die Windschutzscheibe einer Regionalbahn mit Hunderten FahrgÀsten.
- Im Saarland registrierte die Polizei bis zum Abend 59 sturmbedingte EinsÀtze.
Sturm legt Verkehr lahm und verletzt Festbesucher
Der erste Herbststurm ĂŒber Teilen Deutschlands hat am Freitag Menschen verletzt und den Bahnverkehr in mehreren Regionen behindert. In NastĂ€tten im Rhein-Lahn-Kreis stĂŒrzte bei einem Volksfest ein Gestell um, in Baden-WĂŒrttemberg prallte ein Regionalzug gegen einen Ast.
Zwei Schwerverletzte in NastÀtten
Nach Angaben der Polizei wurden in NastÀtten zwei Festbesucher schwer verletzt. Einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr und wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Die Ermittler vermuteten zunÀchst, dass eine starke Windböe das Gestell umgerissen hatte. Die Einsatzstelle wurde abgesperrt, RettungskrÀfte waren vor Ort.
Regionalbahn trifft Ast bei Pforzheim
In der NÀhe von Pforzheim traf ein Ast die Windschutzscheibe einer Regionalbahn mit Hunderten FahrgÀsten. Der Zug hielt auf der Strecke, Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.
In Karlsruhe wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof am Abend zeitweise vollstĂ€ndig eingestellt. Ein Gegenstand war auf Bahnsteig 2 in die Oberleitung geflogen; nach der Abschaltung und ĂberprĂŒfung der Leitung wurden die Gleise wieder freigegeben.
Weitere SturmschÀden im Westen
Im Saarland zĂ€hlte die Polizei bis zum Abend 59 EinsĂ€tze. Bei 44 davon ging es um Ăste, BĂ€ume oder BauzĂ€une auf StraĂen; in Lebach wurde ein FuĂgĂ€nger von einem Werbeschild getroffen und leicht verletzt.
In Nordrhein-Westfalen waren unter anderem die Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde sowie die Verbindung zwischen Neuss und Meerbusch-Osterath gesperrt. Auch der Europa-Park in Rust schloss wegen des Sturms vorĂŒbergehend groĂe Achterbahnen im AuĂenbereich.
Sturm zieht am Wochenende weiter
Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Westen Sturmböen bis zu 90 Kilometer pro Stunde. In exponierten Lagen kann der Wind orkanartig werden; fĂŒr den Brocken gilt eine Unwetterwarnung.
Am Sonntag werden an der Nordsee Böen bis zu 100 Kilometer pro Stunde erwartet. Reedereien rechnen deshalb mit möglichen EinschrÀnkungen im FÀhrverkehr, wÀhrend mehrere StÀdte vor dem Betreten von WÀldern, Parks, Friedhöfen und Alleen warnen.
Der Sturm trifft Deutschland zu einem Zeitpunkt, an dem viele BĂ€ume noch Laub tragen. Dadurch können Ăste leichter abbrechen und auf StraĂen oder Bahnstrecken fallen. FĂŒr Reisende erhöht sich das Risiko kurzfristiger Sperrungen, VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€lle.
Die Wetterlage betrifft mehrere Regionen gleichzeitig: Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Westen Sturmböen bis 90 Kilometer pro Stunde, an der Nordsee am Sonntag bis zu 100 Kilometer pro Stunde. In höheren Lagen sind deutlich stÀrkere Böen möglich. Der Brocken steht unter einer Unwetterwarnung.
Auswirkungen auf Verkehr und Alltag
Die gemeldeten SchĂ€den zeigen, dass nicht nur der Fernverkehr betroffen ist. Auch Regionalstrecken, Bahnhöfe und FĂ€hrverbindungen können durch BĂ€ume, Ăste oder GegenstĂ€nde in Oberleitungen beeintrĂ€chtigt werden. Besonders am Ferienende kann das fĂŒr Reisende auf den Ostfriesischen Inseln relevant werden.
FĂŒr die Bevölkerung bedeutet die Wetterlage vor allem erhöhte Vorsicht im Freien. StĂ€dte warnen vor Waldgebieten, Parks, Friedhöfen und Alleen; lose GegenstĂ€nde sollten gesichert werden. Im Bahnverkehr bleiben kurzfristige Ănderungen möglich, solange weitere Böen und neue SturmschĂ€den auftreten.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Deutschlandfunk: âHerbststurm - Verletzte und BeeintrĂ€chtigungen im Bahnverkehr durch Sturmâ (23.10.2026)
Der Deutschlandfunk berichte ĂŒber die Verletzten in NastĂ€tten sowie ĂŒber Störungen in Karlsruhe, bei Pforzheim und in Nordrhein-Westfalen. Der Schwerpunkt liege auf den bereits eingetretenen Folgen fĂŒr den Bahnverkehr.
n-tv: âOrkanartige Böen bis 110 km/h: Schwere HerbststĂŒrme fegen ĂŒber Deutschlandâ (23.10.2026)
n-tv ordne die Wetterlage mit den Tiefdruckgebieten âLuiseâ und âManjaâ ein und verweise auf mögliche orkanartige Böen im Mittelgebirge. Anders als der Deutschlandfunk richte der Beitrag den Schwerpunkt auf die weitere Wetterentwicklung bis Sonntag.
Beide BeitrĂ€ge stimmten darin ĂŒberein, dass Sturmfolgen bereits den Verkehr beeintrĂ€chtigten. Unterschiede gebe es vor allem beim Blickwinkel: WĂ€hrend der Deutschlandfunk konkrete SchĂ€den und Verletzte hervorhebe, konzentriere sich n-tv auf Warnungen und die erwartete Entwicklung.
