Sardinien, Höhlenrettung

Höhlenforscher auf Sardinien nach 27 Stunden gerettet

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 18:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach einem Hangrutsch war der Zugang zu einer Höhle bei Urzulei verschĂŒttet. Mehr als 30 EinsatzkrĂ€fte befreiten den Mann und bereiteten seinen Transport ins Krankenhaus vor.

Seit Sonntagnachmittag saß der Mann in der Höhle fest. - Bild: ---/Italienische Berg- und Höhlenrettung/dpa
Seit Sonntagnachmittag saß der Mann in der Höhle fest. - Bild: ---/Italienische Berg- und Höhlenrettung/dpa

Rettungseinsatz bei Urzulei

  • Der 31-jĂ€hrige Italiener saß seit Sonntagnachmittag in zehn Metern Tiefe fest.
  • Ein Hangrutsch hatte den Höhleneingang bei Urzulei im Osten Sardiniens verschĂŒttet.
  • Mehr als 30 KrĂ€fte von Berg- und Höhlenrettung sowie Feuerwehr waren beteiligt.

Ein mehr als 27 Stunden in einer Höhle auf Sardinien eingeschlossener Höhlenforscher ist gerettet worden.

Kontakt wÀhrend der Bergung

Der Mann war seit Sonntagnachmittag in zehn Metern Tiefe eingeschlossen, nachdem ein Hangrutsch den Eingang zu der Höhle bei Urzulei verschĂŒttet hatte.

Die Rettungsarbeiten dauerten die ganze Nacht zum Montag an und wurden im Laufe des Tages fortgesetzt. EinsatzkrÀfte konnten Kontakt zu dem Höhlenforscher aufnehmen und bestÀtigten, dass er am Leben und bei Bewusstsein war.

Medizinische Versorgung nach der Befreiung

Die EinsatzkrÀfte der Berg- und Höhlenrettung sowie der Feuerwehr befreiten den Italiener aus den Geröllmassen und brachten ihn an die OberflÀche.

Medizinisches Personal stabilisierte den Mann. Anschließend sollte er mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, um ihn dort zu untersuchen und weiter zu behandeln.

Großes Aufgebot an Helfern

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Mehr als 30 EinsatzkrÀfte waren an dem Einsatz auf der italienischen Mittelmeerinsel beteiligt.

Rettung unter schwierigen Bedingungen

Der Einsatz bei Urzulei zeigt, wie schnell sich die Bedingungen in Höhlen nach einem Hangrutsch verĂ€ndern können. Anders als bei einem frei zugĂ€nglichen Unfallort mĂŒssen Helfer zunĂ€chst einen verschĂŒtteten Zugang sichern und sich durch instabile Geröllmassen vorarbeiten. Jede zusĂ€tzliche Bewegung kann dabei neue Steine lösen oder den Rettungsweg weiter verengen.

FĂŒr die EinsatzkrĂ€fte war der Kontakt zum VerschĂŒtteten ein entscheidender Faktor. Die Gewissheit, dass der 31-JĂ€hrige lebte und bei Bewusstsein war, ermöglichte es, die Bergung auf seine Versorgung und einen möglichst kontrollierten Zugang auszurichten. Zugleich verlĂ€ngerte die Tiefe von zehn Metern den Weg fĂŒr Material, medizinische Hilfe und den spĂ€teren Abtransport.

Bedeutung fĂŒr Höhlenrettungen

Solche EinsĂ€tze verbinden Spezialwissen aus Berg-, Höhlen- und Feuerwehrrettung. Neben der technischen Bergung mĂŒssen die Helfer die StabilitĂ€t des GelĂ€ndes, die Sauerstoffversorgung und den Gesundheitszustand der betroffenen Person laufend berĂŒcksichtigen. Die Beteiligung von mehr als 30 EinsatzkrĂ€ften verdeutlicht den organisatorischen Aufwand.

Nach der Befreiung blieb die medizinische Untersuchung ein notwendiger nÀchster Schritt. Auch wenn der Mann stabilisiert werden konnte, können lÀngere Aufenthalte unter Geröll, KÀlte, eingeschrÀnkter Beweglichkeit und psychischer Belastung Folgen haben. Der Hubschraubertransport sollte deshalb eine schnelle weitere Behandlung ermöglichen.

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