Hurrikan Polo, Mexiko

Hurrikan Polo erreicht Mexiko – Tote und Vermisste nach Erdrutschen

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 08:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hurrikan „Polo“ ist mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde auf der mexikanischen Halbinsel Baja California auf Land getroffen. In Jalisco gab es zuvor Tote und Vermisste nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen; vor der Südküste gewinnt zugleich „Rachel“ an Kraft.

  • Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
    Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
  • Hurrikan «Nolo» verursachte teilweise Überschwemmungen in Hawaii. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
    Hurrikan «Nolo» verursachte teilweise Überschwemmungen in Hawaii. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist wegen des Klimaphänomens El Niño sehr intensiv. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa Hurrikan «Nolo» verursachte teilweise Überschwemmungen in Hawaii. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa

Der Hurrikan „Polo“ hat die mexikanische Halbinsel Niederkalifornien erreicht und traf mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde nahe Las Barrancas auf Land.

Sturm erreicht Baja California

Der mexikanische Wetterdienst Conagua teilte mit, „Polo“ sei zu diesem Zeitpunkt ein Hurrikan der Kategorie 2 von 5 gewesen. Die Behörden warnten vor lebensbedrohlichen Winden, Sturzfluten und heftigen Regenfällen und riefen die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen und den Anweisungen des Zivilschutzes zu folgen.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC sollte der Sturm die Halbinsel von Westen nach Osten überqueren und am Morgen in abgeschwächter Form das mexikanische Festland erreichen.

Tote und Vermisste in Jalisco

Bereits vor dem Landgang hatte „Polo“ im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco schwere Schäden verursacht. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes kamen mindestens zwei Menschen ums Leben; drei weitere Menschen wurden nach starken Regenfällen und Erdrutschen vermisst.

Der Sturm hatte sich vor der mexikanischen Pazifikküste zeitweise bis zur höchsten Kategorie 5 verstärkt. Für Teile der Bundesstaaten Baja California Sur und Sonora waren wegen der erwarteten Regenmengen weitere Überschwemmungen und Sturzfluten vorhergesagt worden.

„Nolo“ über Hawaii, „Rachel“ vor Mexiko

Der Hurrikan „Nolo“ sorgte am Wochenende teilweise für Überschwemmungen auf Hawaii. Am Montag wurde er als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft; ein Landgang auf den Hauptinseln wurde nach der Prognose nicht erwartet.

Vor der südmexikanischen Pazifikküste bildete sich zudem der Tropensturm „Rachel“. Nach Angaben des NHC sollte er weiter an Stärke gewinnen, am Mittwoch Hurrikanstärke erreichen und über das Meer entlang der Küste ziehen.

Viele Stürme im Pazifik

Das Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Hurrikansaison. Im Pazifik bildeten sich bereits neun Hurrikane, drei davon der höchsten Kategorie 5; im Atlantik entwickelte sich bislang kein Hurrikan. Die Hurrikansaison endet am 1. November.

Eine ungewöhnlich aktive Pazifik-Saison

Die Entwicklung von „Polo“ fällt in eine außergewöhnlich aktive Hurrikansaison im östlichen Pazifik. Nach Angaben der dpa haben sich dort bereits neun Hurrikane gebildet, darunter drei der höchsten Kategorie 5. Im Atlantik blieb die Zahl der Hurrikane dagegen bislang bei null. Die Saison dauert offiziell bis zum 1. November.

Für Mexiko entsteht die Gefahr vor allem durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: starke Winde, lang anhaltender Regen und instabile Hänge können auch weit vom eigentlichen Zentrum eines Sturms schwere Schäden verursachen. Die Todesfälle und Vermisstenmeldungen in Jalisco zeigen, dass Überschwemmungen und Erdrutsche bereits vor dem Landgang zu einer akuten Gefahr geworden sind.

Mehrere Systeme erschweren die Lage

Während „Polo“ die Halbinsel Niederkalifornien überquert, verstärkt sich vor der südmexikanischen Pazifikküste der Tropensturm „Rachel“. Das erhöht den Aufwand für Zivilschutz, Rettungskräfte und Verkehrsbehörden, weil Warnungen für mehrere Regionen parallel koordiniert werden müssen.

Für die Bevölkerung sind neben der direkten Sturmwarnung auch lokale Hinweise entscheidend: Straßen können durch Geröll unpassierbar werden, Sturzfluten entstehen kurzfristig und Strom- oder Kommunikationsausfälle erschweren Hilfe. Die erwartete Abschwächung beim Erreichen des Festlands bedeutet deshalb nicht automatisch Entwarnung, da Starkregen und Überschwemmungen weiterhin gefährlich bleiben.

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