Iberische, Halbinsel

Iberische Halbinsel in Flammen: Viele BrĂ€nde außer Kontrolle

Veröffentlicht: 13.08.2025 um 11:26 Uhr, dpa.de

Auch in diesem Sommer wĂŒten auf der Iberischen Halbinsel nahezu pausenlos heftige Wald- und BuschbrĂ€nde: Tausende Hektar sind betroffen. Mehrere der Feuer könnten absichtlich gelegt worden sein.

  • Insgesamt starben in den untersuchten StĂ€dten schĂ€tzungsweise 24.400 Menschen an extremer Hitze. (Symbolbild) - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Insgesamt starben in den untersuchten StÀdten schÀtzungsweise 24.400 Menschen an extremer Hitze. (Symbolbild) - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • In Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, sagte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen. - Bild: Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa
    In Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, sagte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen. - Bild: Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa
Insgesamt starben in den untersuchten StĂ€dten schĂ€tzungsweise 24.400 Menschen an extremer Hitze. (Symbolbild) - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa In Spanien gebe es derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, sagte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen. - Bild: Rosa Veiga/EUROPA PRESS/dpa

Spanien kĂ€mpft gegen eine Serie verheerender BrĂ€nde, die bereits zwei Menschenleben gefordert und Tausende Hektar Wald und Busch zerstört haben. Es gebe derzeit insgesamt 14 grĂ¶ĂŸere aktive Feuer, teilte die Ministerin fĂŒr Ökologischen Wandel, Sara Aagesen, im Interview mit dem Radiosender Cadena Ser mit. «Einige könnten nach ersten EinschĂ€tzungen vorsĂ€tzlich gelegt worden sein, aufgrund der Heftigkeit und Ausbreitung des Feuers», sagte sie. In allen FĂ€llen seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Aufgrund der Feuer mussten rund 6.000 Menschen in mehreren Regionen die Nacht auf Mittwoch außerhalb ihrer HĂ€user verbringen, berichtete der TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Behörden. Besonders schlimm sei die Lage in den nordwestlichen Provinzen Ourense, Zamora und LeĂłn. Sieben der insgesamt 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften Spaniens wĂŒrden derzeit in Mitleidenschaft gezogen, so Aagesen. Touristenhochburgen sind von den BrĂ€nden im beliebten Urlaubsland derzeit allerdings nicht betroffen.

Die beiden Todesopfer wurden in den Regionen Madrid und León gemeldet. Im Bezirk Tres Cantos nördlich der spanischen Hauptstadt starb ein rund 50-jÀhriger Mann an schweren Verbrennungen. In León kam ein freiwilliger Helfer ums Leben. In Zamora mussten zudem zwei Schwerverletzte auf die Intensivstation gebracht werden.

Deutlich mehr Brandherde als in den Vorjahren

Laut Ministerin Aagesen falle die niedergebrannte FlÀche bisher niedriger im Vergleich zu vorherigen Jahren aus, jedoch sei die Anzahl der Brandherde in diesem Jahr deutlich höher. Die ungewöhnlich lange Hitzewelle, die noch bis kommenden Montag anhalten soll, erschwere die Löscharbeiten zusÀtzlich.

Das Innenministerium rief unterdessen die Vorwarnstufe 1 des staatlichen Notfallplans aus, um Koordination und Ressourceneinsatz zu verstÀrken. Im nÀchsten Schritt könnte das Land auf Phase 2 hochgehen und staatliche Mittel mobilisieren.

Auch im Nachbarland Portugal hielten Wald- und VegetationsbrĂ€nde die Behörden auf Trab. Mehr als 1.500 EinsatzkrĂ€fte kĂ€mpften zuletzt gegen die sechs grĂ¶ĂŸten BrĂ€nde auf dem Festland, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Besonders besorgniserregend war das Feuer im Kreis Trancoso rund 150 Kilometer sĂŒdwestlich von Porto, nahe der Grenze zu Spanien, wo ĂŒber 500 KrĂ€fte im Einsatz waren.

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