Ermittlerin im Block-Prozess schildert GesprÀch mit Tochter
24.06.2026 - 12:42:51 | dpa.deIm Block-Prozess hat die Verteidigung die Hauptermittlerin der Hamburger Polizei zu ihrem ersten Besuch bei der angeklagten Mutter nach der EntfĂŒhrung befragt. Am 3. Januar 2024 war die Polizei gemeinsam mit dem Jugendamt zum Wohnhaus der Unternehmerin Christina Block gefahren, um zu sehen, wie es dem zehnjĂ€hrigen Jungen und dem 13-jĂ€hrigen MĂ€dchen geht. An dem Tag habe sie keine Hinweise gehabt, dass die Kinder nicht an diesem Ort sein wollen, sagte die Zeugin auf Nachfrage.
Die 44-JĂ€hrige fĂŒgte aber hinzu, dass die Tochter in einem spĂ€teren GesprĂ€ch am Rande einer Vernehmung einmal geĂ€uĂert habe, warum sie damals nichts gesagt habe. «Ich dachte, Du glaubst mir sowieso nicht», habe das MĂ€dchen zu ihr gesagt, berichtete die HauptermittlungsfĂŒhrerin. Das MĂ€dchen habe angegeben, schon vorher andere Besucher um Hilfe gebeten zu haben, sie wolle «hier raus». Aber niemand habe etwas getan.
Die Verteidigung erinnerte daraufhin daran, dass eine Mitarbeiterin des Jugendamtes als Zeugin nicht bestÀtigt habe, von dem MÀdchen im Wohnhaus der Mutter um Hilfe gebeten worden zu sein. Auch ein Kinderpsychologe hatte das als Zeuge verneint. Die Kinder selbst möchten im Prozess nach Angaben ihrer AnwÀltin nicht aussagen.
Christina Block wird vorgeworfen, nach einem langen Sorgerechtsstreit einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur EntfĂŒhrung ihrer beiden jĂŒngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in DĂ€nemark erteilt zu haben. Die 53-JĂ€hrige bestreitet das. Die Kinder waren in der Silvesternacht 2023/24 in ein Auto gezerrt, erst nach SĂŒddeutschland und dann nach Hamburg gebracht worden.
