ZunĂ€chst weiter Winterwetter mit Nordost-SĂŒdwest-GefĂ€lle
06.12.2023 - 04:21:34 | dpa.deKĂ€lte und Schnee haben viele Teile Deutschlands auch weiterhin im Griff. «Die winterliche Lage bleibt uns gröĂtenteils erhalten», sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Allerdings gebe es ein Nordost-SĂŒdwest-GefĂ€lle. WĂ€hrend die Temperaturen im Nordosten am Mittwoch zwischen Minus ein und drei Grad erreichen, werde es in der SĂŒdwesthĂ€lfte mit drei bis sieben Grad milder.
«Im Nordosten kann es bis ins Tiefland schneien und dabei können einige Zentimeter Schnee zusammenkommen. Dazu erwartet uns ĂŒberwiegend im Schwarzwald und AllgĂ€u noch neuer Schnee.» Im Tiefland sei das Wetter sonst «eher schmuddelig nasskalt». GlĂ€tte sei vor allem im Nordosten und im Bergland weiterhin ein Thema. «In der Nacht zu Donnerstag geht es verbreitet wieder unter null Grad, da gilt dann wieder ein bisschen mehr Acht vor gefrierender NĂ€sse», sagte der Wetterexperte.
Lage auf den StraĂen ĂŒberwiegend ruhig
Trotz Schnee und Eis in weiten Teilen Deutschlands verfĂŒgt die Autobahn GmbH nach einem Medienbericht ĂŒber genĂŒgend VorrĂ€te bei Streumitteln. «Es sind bisher keine EngpĂ€sse beim Streugut zu verzeichnen. Die Lage ist unter Kontrolle», sagte ein Unternehmenssprecher der «Rheinischen Post». Die Meistereien der Autobahn GmbH haben sich den Angaben nach umfassend auf die Wintersaison vorbereitet. Der Verkehr im bundesweiten Streckennetz laufe bisher weitgehend störungsfrei.
In der Nacht zum Mittwoch war es auf den StraĂen deutschlandweit ĂŒberwiegend ruhig. AuĂer kleineren GlĂ€tteunfĂ€llen gab es aus den Lagezentren der LĂ€nder keine Meldungen. «Es hat den ganzen Tag ĂŒber geschneit und die StraĂenverhĂ€ltnisse waren teilweise grenzwertig, das Unfallgeschehen aber ganz normal», sagte eine Sprecherin des Lagezentrums in Hamburg. Auch in Bremen blieb es trotz Neuschnee ruhig. «Die RĂ€umfahrzeuge rollen und in den Abendstunden und der Nacht sind groĂe VerkehrsunfĂ€lle ausgeblieben», hieĂ es von einer Sprecherin des dortigen Lagezentrums.
«Wir hatten GlĂŒck, was den Eisregen betrifft, da hatten wir mit mehr gerechnet. Aber die Situation wurde wohl von den Verkehrsteilnehmern richtig eingeschĂ€tzt», sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Brandenburg. Auch im zum Wochenbeginn vom Schnee besonders betroffenen Bayern war es auf den StraĂen ruhig. «Hier herrscht Tauwetter, daher haben wir auf den StraĂen derzeit kein Eis und keinen Schnee», sagte ein Polizeisprecher in Oberbayern in der Nacht.
MĂŒnchner Flughafen: «Mit dem Gröbsten durch»
Der Flugverkehr am MĂŒnchner Flughafen ist auch am Mittwoch wetterbedingt beeintrĂ€chtigt worden. Von rund 560 geplanten FlĂŒgen seien 60 annulliert worden, sagte ein Flughafen-Sprecher. Schon zuvor seien FlugplĂ€ne von den Airlines reduziert worden.
Grund seien die Folgen des Schneefalls vom Wochenende und des Eisregens vom Vortag. «Es sind die Nachwirkungen. Bis alles wieder in Gang kommt, das dauert», sagte der Sprecher. Flugzeuge seien teils nicht da, wo sie sein sollten.
Eine erneute komplette Einstellung des Flugverkehrs sei nicht zu erwarten. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass auch in den nÀchsten Tagen der eine oder andere Flug nicht regulÀr stattfinde. Aber: «Wir rechnen damit, dass sich das sukzessive normalisiert. Wir sind mit dem Gröbsten durch.»
Bahn kĂŒndigt EinschrĂ€nkungen an
Weitere EinschrĂ€nkungen gibt es auch auf der Schiene. «Aufgrund von Wintereinbruch kommt es bis Mittwochabend im SĂŒden zu VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen. Von Reisen ĂŒber MĂŒnchen hinaus raten wir ab», teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mit. Da die Bahn fĂŒr die ZĂŒge am Mittwoch eine sehr hohe Auslastung erwartet, empfiehlt das Unternehmen Reisen möglichst ab Donnerstag zu planen.
Neben EinschrĂ€nkungen und UnfĂ€llen durch Schnee und Eis bringt der Winter auch weitere Probleme. Unter den kĂŒhlen Temperaturen leiden besonders wohnungslose Menschen. «Die Gefahr fĂŒr obdachlose MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger, Opfer der KĂ€lte zu werden, steigt», sagte die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe, Werena Rosenke, der «Rheinischen Post». «Der Winter startet erst, und wer auf der StraĂe lebt, hat oft ein schwaches Immunsystem.»
Die Wohnungsnotfall-Hilfen haben nach Angaben des Verbandes ihre UnterstĂŒtzungsangebote bereits hochgefahren. Rosenke verwies auf sogenannte KĂ€ltebusse und geheizte AufenthaltsrĂ€ume. Mit Blick auf die Haushaltsverhandlungen mahnte der Verband eine stabile Finanzierung der Hilfsangebote an. «Auch in schwieriger Haushaltslage dĂŒrfen die KĂ€ltehilfen, die ja Ăberlebenshilfen sind, nicht zur Disposition stehen, sagte Rosenke. Jeder Tote sei einer zu viel.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
