Laos, Thailand

Hochriskante Bergung der Goldsucher aus Höhle in Laos

28.05.2026 - 13:19:10 | dpa.de

In Laos warten fĂŒnf Goldsucher in einer klaustrophobischen Höhle auf ihre Bergung. Höhlentaucher sprechen von einer hochriskanten Mission. Jetzt reist ein Tauchspezialist aus Australien an.

  • Die MĂ€nner leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
    Die MĂ€nner leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
  • Retter hatten die fĂŒnf MĂ€nner am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
    Retter hatten die fĂŒnf MĂ€nner am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
  • Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefĂ€hrlich. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefÀhrlich. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Suche in der gefluteten Höhle gestaltete sich ausgesprochen schwierig. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Suche in der gefluteten Höhle gestaltete sich ausgesprochen schwierig. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Tafeln an der Tham-Luang-Höhle in Thailand erinnern bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Bild: Carola Frentzen/dpa
    Tafeln an der Tham-Luang-Höhle in Thailand erinnern bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Bild: Carola Frentzen/dpa
  • Die Retter mĂŒssen wĂ€hrend ihres Einsatzes einiges aushalten.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Retter mĂŒssen wĂ€hrend ihres Einsatzes einiges aushalten. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
Die MĂ€nner leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa Retter hatten die fĂŒnf MĂ€nner am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Bild: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefĂ€hrlich. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Suche in der gefluteten Höhle gestaltete sich ausgesprochen schwierig. - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Tafeln an der Tham-Luang-Höhle in Thailand erinnern bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Bild: Carola Frentzen/dpa Die Retter mĂŒssen wĂ€hrend ihres Einsatzes einiges aushalten.  - Bild: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Tief im Dschungel von Laos lĂ€uft ein Wettlauf gegen Zeit, Wasser und klaustrophobische Tunnel: FĂŒnf verschollene Goldsucher wurden lebend in einer ĂŒberfluteten Höhle entdeckt – doch ihre Rettung gilt als hochriskant. Wie die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mitteilte, wurden die Eingeschlossenen inzwischen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Wann die Bergung genau beginnen soll, ist unklar. Gleichzeitig lĂ€uft die Suche nach zwei weiteren Vermissten weiter. 

Die fĂŒnf Goldsucher waren am Mittwoch nach mehr als einer Woche lebend in der Höhle entdeckt worden. Nach Angaben der EinsatzkrĂ€fte sind sie erschöpft und hungrig, ihr Zustand ist aber stabil. Die Retter pumpten weiter Wasser ab, um den Weg nach draußen passierbar zu machen. Auch werde geprĂŒft, ob erneut Wasser eindringen könnte, hieß es.

Spezialist aus Australien auf dem Weg

Unterdessen ist der australische Höhlentaucher Josh Richards zur UnterstĂŒtzung der Mission auf dem Weg nach Laos. Er werde dort am Freitag eintreffen, sagte er dem australischen Sender 7News. Die Rettungsaktion sei extrem gefĂ€hrlich und kompliziert. Er sei wegen seiner kleinen Statur angefragt worden, weil er durch die extrem engen Tunnel passe. 

Die GĂ€nge seien instabil, die Sicht unter Wasser praktisch gleich null, fĂŒgte er unter Berufung auf Angaben der Einsatzteams hinzu: «Das ist wie in Kaffee zu tauchen.» Experten warnten zudem, dass neue heftige RegenfĂ€lle die Lage dramatisch verschĂ€rfen könnten. 

Sauerstoffmangel erschwert Bergung

Die Eingeschlossenen befinden sich Berichten zufolge Hunderte Meter vom Eingang entfernt. Die GÀnge können zumeist nur kriechend passiert werden, teilweise muss durch tiefes Wasser getaucht werden. Medien sprachen von einer «klaustrophobischen Tortur». 

ZusĂ€tzlich erschwert Sauerstoffmangel die Rettungsaktion erheblich. Experten aus dem Nachbarland Thailand sind im Einsatz und erklĂ€rten, es wĂŒrden zusĂ€tzliche Sauerstoffflaschen gebraucht, da die bisher installierten Luftleitungen nicht alle Bereiche erreichten. «Sicherheit hat absolute PrioritĂ€t – es gibt keinen Raum fĂŒr Fehler», sagte der Leiter des thailĂ€ndischen Rettungsteams, Ting Li Gengkat Bongkawong.

Die MĂ€nner befinden sich seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng in der nördlichen Provinz Xaisomboun. Insgesamt zehn Dorfbewohner hatten dort nach Gold gesucht, als heftige RegenfĂ€lle die Höhle plötzlich fluteten und ein Erdrutsch den Ausgang blockierte. Drei von ihnen konnten sich retten und Alarm schlagen. Sieben galten tagelang als vermisst, lange war unklar, ob sie noch lebten. FĂŒr die zwei weiterhin vermissten MĂ€nner schwinde langsam die Hoffnung, sagte Richards vor seiner Abreise aus Australien.

Vergleiche mit Rettungsmission in Thailand

Die Bergung könnte sich als Ă€ußerst schwierig erweisen, hatte auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi in sozialen Netzwerken geschrieben. Der Experte hatte bereits 2018 die dramatische Rettungsaktion fĂŒr ein eingeschlossenes Jugend-Fußballteam und ihren Trainer in der Tham-Luang-Höhle in Thailand unterstĂŒtzt und ist auch diesmal in vorderster Front dabei. Auf einem von ihm veröffentlichten Video ist zu sehen, wie er sich in Laos durch extrem enge, mit braunem Wasser geflutete HöhlengĂ€nge kĂ€mpft – und schließlich die fĂŒnf Eingeschlossenen erreicht.

Medienberichten zufolge sollen die MĂ€nner ausreichend VorrĂ€te mit sich gefĂŒhrt haben, um mehrere Tage in der Höhle ĂŒberleben zu können. Auf Videos der RettungskrĂ€fte schienen mindestens zwei von ihnen funktionierende Stirnlampen zu tragen.

Die Höhle gilt als deutlich kleiner und enger als die Tham-Luang-Höhle in Thailand. Wie die Goldsucher genau nach draußen gebracht werden sollen, wurde zunĂ€chst nicht bekannt. In Thailand waren die Jugendlichen mit Beruhigungsmitteln betĂ€ubt worden, um sie sicher aus der Höhle zu bringen.

Der Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People zufolge stehen Ärzteteams bereit, um die MĂ€nner unmittelbar nach ihrer Bergung medizinisch zu versorgen. FĂŒr den Transport aus dem schwer zugĂ€nglichen Gebiet, das von Bergen und dichtem Dschungel geprĂ€gt ist, sollen weitere Helfer organisiert werden.

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