Gundelsheim, Kleinflugzeugabsturz

Kleinflugzeug-Absturz bei Gundelsheim: Maschine kam aus ThĂŒringen

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 07:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem tödlichen Absturz eines Ultraleichtflugzeugs bei Gundelsheim ist die Herkunft der Maschine geklĂ€rt: Sie startete im thĂŒringischen Arnstadt. Die IdentitĂ€t der beiden Toten bleibt zunĂ€chst offen.

  • Das Flugzeug zerschellte in den Weinbergen. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
    Das Flugzeug zerschellte in den Weinbergen. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
  • Noch ist vieles unklar nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
    Noch ist vieles unklar nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
  • Vor dem Absturz hatte es einen Baum gestreift.  - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
    Vor dem Absturz hatte es einen Baum gestreift. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
  • Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit vielen KrĂ€ften im Einsatz. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
    Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit vielen KrÀften im Einsatz. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa
Das Flugzeug zerschellte in den Weinbergen. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa Noch ist vieles unklar nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa Vor dem Absturz hatte es einen Baum gestreift.  - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit vielen KrÀften im Einsatz. - Bild: Marius Bulling/onw-images/dpa

Das im Landkreis Heilbronn abgestĂŒrzte Kleinflugzeug war in Arnstadt in ThĂŒringen gestartet; die IdentitĂ€t der beiden Toten ist auch am Morgen nach dem UnglĂŒck noch nicht geklĂ€rt.

Wrack wird untersucht

Die zweisitzige Maschine war am Sonntag kurz nach 12.00 Uhr beim Landeanflug auf einen nahe gelegenen Flugplatz aus unbekannten GrĂŒnden durchgestartet, hatte einen Zaun gestreift und war anschließend mit einem Baum kollidiert. In einem Weinberg bei Gundelsheim stĂŒrzte sie ab und brannte aus.

Das Registrierungskennzeichen war nicht mehr zu erkennen. Die Leichen wurden am Sonntag geborgen; die TrĂŒmmer sammelten EinsatzkrĂ€fte am Abend ein und brachten sie zum örtlichen Bauhof.

Identifizierung dauert an

Die Ermittler hoffen auf eine baldige Identifizierung der Toten. Der Abgleich mĂŒsse sicher sein, sagte ein Polizeisprecher. Wie lange die Untersuchungen dauern, war zunĂ€chst offen.

Rettungssystem ausgelöst

Experten des Landeskriminalamtes stellten fest, dass ein pyrotechnischer Satz zur Auslösung des Gesamtrettungssystems bereits detoniert war. Bei solchen Kleinflugzeugen gibt es keinen Schleudersitz: Die Maschine wird im Notfall durch eine gezielte Explosion nach oben gezogen.

Ob der Befund auf eine technisch bedingte und anschließend missglĂŒckte Notlandung hindeuten könnte, ließ die Polizei offen. Ein Gutachter soll die TrĂŒmmer im Laufe des Tages untersuchen.

Ähnlicher Absturz vor vier Wochen

Ob die Unfallstelle zur Spurensicherung erneut begutachtet wird, war zunĂ€chst nicht bekannt. Erst vor vier Wochen war nahe einem Flugplatz bei Weinheim im Grenzgebiet zu Hessen ein Kleinflugzeug abgestĂŒrzt; auch damals starben zwei Menschen.

Unfallbild und Ermittlungen

Der Absturz ereignete sich beim Landeanflug auf einen nahe gelegenen Flugplatz. Nach dem Durchstarten streifte das Ultraleichtflugzeug einen Zaun, kollidierte mit einem Baum und stĂŒrzte in einem Weinberg ab. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Die Ermittlungen konzentrieren sich zunĂ€chst auf die Identifizierung der Toten, die Untersuchung der TrĂŒmmer und die Rekonstruktion des Flugverlaufs. Das ausgebrannte Wrack und das nicht mehr erkennbare Kennzeichen erschweren die Zuordnung. Der Gutachter soll klĂ€ren, welche technischen Befunde sich aus den geborgenen Teilen ableiten lassen.

Rettungssystem als wichtiger Befund

Besondere Bedeutung hat der bereits detonierte pyrotechnische Satz des Gesamtrettungssystems. Solche Systeme sollen das Flugzeug in einer Notlage mit einem Fallschirm zu Boden bringen; der Befund allein beantwortet jedoch nicht, wann und warum das System ausgelöst wurde oder ob es den Absturz hÀtte verhindern können.

Bedeutung fĂŒr die Region

FĂŒr Anwohner und den Flugbetrieb steht zunĂ€chst die Sicherung des Unfallortes im Vordergrund. Die Bergung der Leichen und TrĂŒmmer entlastet den Weinberg, beendet die akute Einsatzphase aber nicht. Erst die Identifizierung der Opfer und die technische Untersuchung können Angehörigen Gewissheit geben und Hinweise auf die Unfallursache liefern.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70229611 |