König Haakon, König Harald V.

König Haakon vermisst Anrufe bei seinem verstorbenen Vater Harald

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 16:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Norwegens neuer König Haakon spricht bei einem Besuch in Narvik über den Tod seines Vaters Harald. Besonders vermisst er die Möglichkeit, den früheren Monarchen anzurufen und persönliche Momente mit ihm zu teilen.

  • Der neue norwegische König spricht über die Trauer nach dem Tod seines Vaters König Harald V. (Archivbild).  - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB Scanpix POOL/AP/dpa
    Der neue norwegische König spricht über die Trauer nach dem Tod seines Vaters König Harald V. (Archivbild). - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB Scanpix POOL/AP/dpa
  • Nach dem Tod ihres Mannes wird Königin Sonja (89) auf den Internetseiten des norwegischen Hofs offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses aufgeführt. (Archivbild) - Bild: Lise Åserud/POOL NTB/dpa
    Nach dem Tod ihres Mannes wird Königin Sonja (89) auf den Internetseiten des norwegischen Hofs offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses aufgeführt. (Archivbild) - Bild: Lise Åserud/POOL NTB/dpa
Der neue norwegische König spricht über die Trauer nach dem Tod seines Vaters König Harald V. (Archivbild).  - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB Scanpix POOL/AP/dpa Nach dem Tod ihres Mannes wird Königin Sonja (89) auf den Internetseiten des norwegischen Hofs offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses aufgeführt. (Archivbild) - Bild: Lise Åserud/POOL NTB/dpa

Sonjas Rolle bleibt familiär wichtig

  • Haakon sprach bei seinem offiziellen Besuch in Narvik über die Trauer um seinen Ende August gestorbenen Vater Harald V.
  • Der 53-Jährige sagte, er vermisse gemeinsame Gespräche sowie die Möglichkeit, seinen Vater einfach anzurufen.
  • Haakon bezeichnete den Amtsantritt als außergewöhnliche Erfahrung und erklärte, auf die Aufgabe trotz Vorbereitung nicht vollständig vorbereitet gewesen zu sein.
  • Königin Sonja wird offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses geführt, unterstützt Haakon und Mette-Marit aber weiterhin.

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat bei seinem ersten offiziellen Besuch in einer norwegischen Gemeinde über die anhaltende Trauer um seinen verstorbenen Vater König Harald V. gesprochen.

Haakon schildert persönliche Verluste

Nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB sagte der 53-Jährige in Narvik, er vermisse es, seinem Vater von Freude oder Traurigkeit zu erzählen. Besonders fehle ihm die Möglichkeit, Harald einfach anzurufen. Haakon zeigte sich dabei sichtlich gerührt.

Amtsantritt nach Haralds Tod

Harald V. starb Ende August. Mit seinem Tod wurde Haakon zum neuen Monarchen Norwegens. Hinter ihm lägen außergewöhnliche Wochen, sagte der König.

Auf das Amt könne man sich zwar vorbereiten, aber dennoch nicht vollständig vorbereitet sein, erklärte Haakon. Zugleich erfülle es ihn mit großem Stolz, Norwegen vertreten zu dürfen.

Dank an Harald und Sonja

Haakon würdigte die Grundlage, die sein Vater gemeinsam mit Königin Sonja geschaffen habe. Darauf könne das Land weiter aufbauen.

Sonja wird auf den Internetseiten des norwegischen Hofs offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses aufgeführt. Für Haakon und seine Frau Königin Mette-Marit bleibe sie dennoch eine „fantastische Unterstützung“. Es sei ihnen wichtig, Sonja auch künftig zu unterstützen und ihr eine gute Stütze zu sein.

Trauer und Amtsbeginn

Mit dem Tod Haralds Ende August hat sich die norwegische Monarchie in kurzer Zeit personell und emotional neu geordnet. Haakon übernimmt das Amt als König, während zugleich der Verlust des Vaters verarbeitet werden muss. Seine Äußerungen in Narvik verbinden damit eine private Trauererfahrung mit dem Beginn einer neuen öffentlichen Verantwortung.

Neue Rollen in der Familie

Besonders deutlich wird der Wandel an der Rolle von Königin Sonja. Die Witwe Haralds wird offiziell nicht mehr als Teil des Königshauses geführt, bleibt für Haakon und Königin Mette-Marit aber eine wichtige familiäre Stütze. Damit trennt der Hof die formale Stellung von der fortbestehenden persönlichen Bedeutung.

Ein erster öffentlicher Prüfstein

Der Besuch in Narvik markiert für Haakon zugleich den Einstieg in die reguläre Arbeit als Monarch. Seine Aussage zeigt, dass die neue Amtszeit nicht nur durch repräsentative Termine geprägt ist, sondern auch durch die unmittelbare Nachwirkung des Todes seines Vaters. Für die norwegische Öffentlichkeit dürfte entscheidend sein, wie die Familie ihre Aufgaben und die Trauer miteinander verbindet.

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