Lee Bul und die Ausstellung From 1998 to Now in Hongkong
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 10:59 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSLee Bul praegt seit den spaeten 1980er Jahren die Diskussion um feministische Koerperbilder und Architektur-Utopien in der asiatischen Gegenwartskunst. Mit der gross angelegten Retrospektive Lee Bul: From 1998 to Now im Museum M+ in Hongkong hat die Kuenstlerin 2026 eine der bislang umfassendsten Uebersichten ihres Werks vorgelegt.
Die Ausstellung in M+ Hongkong
Laut der Ankuendigung von M+ zeigt Lee Bul: From 1998 to Now mehr als 200 Arbeiten aus dem Zeitraum seit Ende der 1990er Jahre, darunter ikonische Installationen aus der Serie Mon grand recit, die Cyborg-Skulpturen sowie Arbeiten aus den Reihen Anagram und Perdu. Die Schau wurde gemeinsam von M+ und dem Leeum Museum of Art organisiert und soll nach Hongkong an das M HKA in Antwerpen und die National Gallery of Canada in Ottawa weiterreisen.
Die westliche Galerieebene von M+ wird dabei in mehrere Zonen gegliedert, die die Entwicklung der Werkpraxis von Lee Bul von fruehen koerperbetonten Skulpturen hin zu raumgreifenden architektonischen Visionen nachzeichnen. Neben grossformatigen Installationen werden Zeichnungen, Modelle und Archivmaterial aus dem Atelier gezeigt, die die Entstehung der Projekte sichtbar machen.
Kontext der Museums- und Sammlungspraesenz
Die Ausstellung in Hongkong knuepft direkt an die vorangegangene Praesentation von Lee Bul: From 1998 to Now im Leeum Museum of Art in Seoul an, die von September 2025 bis Anfang Januar 2026 lief und rund 150 Werke umfasste. Nach Angaben von M+ und Leeum ist die Tournee so angelegt, dass die Schau bis in den Herbst 2027 in wichtigen internationalen Institutionen zu sehen sein wird.
Parallel zur M+-Praesentation sind Werke von Lee Bul 2026 auch in der Sammlungsschau APMA, Chapter Five – From the APMA Collection im Amorepacific Museum of Art in Seoul vertreten, was die starke Verankerung der Kuenstlerin in koreanischen und internationalen Museumsbestanden unterstreicht. Die Kombination aus Soloschau und Sammlungskontext zeigt, wie konsequent ihre Arbeiten in institutionellen Programmen verankert sind.
Alle Hintergruende zu Lee Bul und den aktuellen Museumsschauen
Wer tiefer in die Retrospektive Lee Bul: From 1998 to Now und weitere Stationen der Kuenstlerin einsteigen moechte, findet in der Archivsuche vertiefende Berichte und Analysen.
Was die Werkpraxis ausmacht
Lee Bul arbeitet seit den fruehen 1990er Jahren interdisziplinaer zwischen Skulptur, Installation und Zeichnung und verbindet biomechanische Koerperformen mit Architekturzitaten. Die fruehen Cyborg-Arbeiten thematisieren hybride Koerperbilder, waehrend die spaeteren Mon grand recit-Installationen moderne Utopien, Brutalismus und futuristische Stadtkonzepte reflektieren.
Die Ausstellung in M+ legt laut e-flux und der Galerie BBM einen Schwerpunkt auf diese grossformatigen Raumarbeiten, ergaenzt um Wandarbeiten aus der Serie Perdu, die mit spiegelnden Oberflaechen und fragmentierten Stadtplanausschnitten arbeiten. Dadurch wird deutlich, wie stark Lee Bul die Grenzen zwischen Skulptur, Architekturmodell und immersiver Environment-Kunst aufloest.
Aktueller Stand im Werk
Nach der Station im Leeum Museum of Art und der Praesentation im Museum M+ ist Lee Bul: From 1998 to Now als mehrjaehrige Ausstellungstour angelegt, die bis 2027 weitere Stationen in Antwerpen und Ottawa vorsieht, womit Lee Bul ihre Position im internationalen Museumsbetrieb weiter festigt.
Lee Bul auf einen Blick
- Kuenstler: Lee Bul
- Medium / Gattung: Skulptur und Installation, zeichnerische Arbeiten
- Geburtsjahr & -ort: 1964, Yeongju, Suedkorea
- Wirkungsort(e): Studio in Seoul, Projekte international
- Aktiv seit: spaete 1980er Jahre, erste Performances und Installationen in Seoul
- Wichtige Werkgruppen: Cyborg, Anagram, Mon grand recit, Perdu
- Aktuelle/letzte Ausstellung: Lee Bul: From 1998 to Now, M+ Hongkong, 2026
- Wichtige Sammlungen: Leeum Museum of Art (Seoul), Amorepacific Museum of Art (Seoul), M+ (Hongkong), verschiedene internationale Museumssammlungen
- Auszeichnungen: diverse internationale Preise und Stipendien, darunter Einladungen zu Biennalen und Museumsausstellungen
- Naechster Termin: Fortsetzung der Ausstellungstour von Lee Bul: From 1998 to Now an weiteren Museumsstandorten bis 2027
Haeufige Fragen zu Lee Bul
Welche Themen stehen im Zentrum von Lee Buls Werk?
Lee Bul untersucht in ihren Skulpturen und Installationen das Verhaeltnis von Koerper, Technologie und Architektur sowie die Ambivalenzen moderner Utopien, etwa in den Serien Cyborg und Mon grand recit.
Wo war die Ausstellung Lee Bul: From 1998 to Now bisher zu sehen?
Die Ausstellung startete im Leeum Museum of Art in Seoul und wurde 2026 im Museum M+ in Hongkong gezeigt, bevor weitere Stationen in Antwerpen und Ottawa geplant sind.
Welche Rolle spielen Zeichnungen und Modelle im Werk von Lee Bul?
Neben raumgreifenden Installationen praesentiert Lee Bul Zeichnungen, Skizzen und Modelle, die als eigenstaendige Werkgruppe funktionieren und Einblick in die konzeptuelle Planung ihrer grossen Projekte geben.
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.
