Lisa T. tot: VerdÀchtiger nach Fund in Brandenburg gefasst
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 19:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen in Berlin und Brandenburg
- Lisa T. verschwand am Dienstag gegen 7.15 Uhr auf dem Weg zu einer Haltestelle in Berlin-Marzahn.
- Die Polizei fand ihre Leiche am Sonntag in einem unbewohnten Einfamilienhaus in Altglietzen.
- Im Haus lag ein schwer verletzter Mann, gegen den die Ermittler dringenden Mordverdacht hegen.
Lisa T. in Brandenburg tot gefunden
FĂŒnf Tage nach dem Verschwinden der 13-jĂ€hrigen Lisa T. aus Berlin-Marzahn hat die Polizei ihre Leiche in einem unbewohnten Einfamilienhaus nahe der polnischen Grenze entdeckt. In dem Haus fanden die Ermittler auĂerdem einen schwer verletzten Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Verdacht steht, das MĂ€dchen verschleppt und getötet zu haben.
VerdÀchtiger in kritischem Zustand
Der Mann soll sich lebensgefĂ€hrlich verletzt haben und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er von Polizisten bewacht wird. Seine IdentitĂ€t war zunĂ€chst ungeklĂ€rt; laut Staatsanwaltschaft war offen, ob er seine Verletzungen ĂŒberleben werde.
Die Leiche soll am Montag obduziert werden. Die Todesursache war zunÀchst nicht bekannt.
ZufÀlliger Fund in Altglietzen
Die Polizei wurde am Sonntag gegen 12.00 Uhr wegen eines Einbruchs in das unbewohnte Haus im Bad Freienwalder Ortsteil Altglietzen alarmiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fĂŒhrte kein Hinweis gezielt zu dem GebĂ€ude; der Fund sei durch den Hausfriedensbruch ans Licht gekommen.
Am Abend sicherte die Mordkommission des Landeskriminalamts Spuren. Die Ermittler mĂŒssen nun klĂ€ren, wie Lisa entfĂŒhrt wurde und welche Verbindung der VerdĂ€chtige zu ihr und dem Haus hatte.
Suche begann in Berlin-Marzahn
Lisa war am Dienstagmorgen gegen 7.15 Uhr auf dem Weg zu einer Haltestelle gesehen worden, von der sie zur Schule fahren wollte. Die Polizei setzte in Marzahn Hunderte Beamte, SpĂŒrhunde und einen Hubschrauber ein; zudem suchten Helfer mit einer Unterwasserdrohne in Seen nach dem MĂ€dchen.
Die Ermittler erhielten Hinweise im dreistelligen Bereich. Am Freitag gingen sie von einem mutmaĂlichen Verbrechen aus. Nun konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen auf die Rekonstruktion der letzten Stunden des MĂ€dchens und die Auswertung der Spuren am Fundort.
Der Fall zeigt, wie schnell eine Vermisstensuche in ein lĂ€nderĂŒbergreifendes Tötungsdelikt ĂŒbergehen kann. Lisa verschwand in Berlin-Marzahn, gefunden wurde sie rund 50 Kilometer entfernt im brandenburgischen Bad Freienwalde. Damit mĂŒssen die Ermittler nun nicht nur den Fundort, sondern auch den Weg dorthin und die UmstĂ€nde des Verschwindens rekonstruieren.
Eine zentrale Rolle dĂŒrfte die zeitliche Abfolge spielen: Lisa wurde am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule zuletzt gesehen, am Sonntag entdeckten EinsatzkrĂ€fte ihre Leiche. Die Obduktion soll klĂ€ren, woran das MĂ€dchen starb. Parallel sichern Spezialisten Spuren im Haus und prĂŒfen, welche Verbindung zwischen dem VerdĂ€chtigen, dem GebĂ€ude und dem Opfer bestand.
Ermittlungen ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg
Die Ermittlungen betreffen Berlin und Brandenburg und dĂŒrften deshalb zahlreiche Daten- und Zeugenauswertungen umfassen. Dazu gehören die bisherigen Hinweise aus Marzahn, mögliche Beobachtungen am Dienstagmorgen sowie Erkenntnisse zum Einfamilienhaus in Altglietzen. Der schwer verletzte VerdĂ€chtige könnte fĂŒr die Ermittler besonders wichtig sein, sofern sein Gesundheitszustand eine Befragung zulĂ€sst.
FĂŒr Anwohner und Eltern beendet der Fund die tagelange Ungewissheit, ersetzt sie aber durch die Frage nach dem genauen Tatablauf. Die Mordkommission muss nun den dringenden Mordverdacht mit Spuren, rechtsmedizinischen Ergebnissen und weiteren Beweisen absichern.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR: âVermisste 13-JĂ€hrige ist tot â VerdĂ€chtiger festgenommenâ (08.11.2026)
Der Bericht bestÀtigt den Fund der Leiche in einem unbewohnten Haus bei Bad Freienwalde und die Festnahme eines VerdÀchtigen. Im Mittelpunkt stehen die Mitteilung der Berliner Staatsanwaltschaft und der aktuelle Ermittlungsstand.
Stern: âVermisste aus Berlin tot aufgefunden â TatverdĂ€chtiger in Klinikâ (08.11.2026)
Der Bericht hebt ebenfalls den Fundort in einem unbewohnten Einfamilienhaus und den schwer verletzten VerdÀchtigen hervor. Anders als der BR-Beitrag richtet sich der Schwerpunkt stÀrker auf dessen Behandlung in einer Klinik; der genaue Tatablauf bleibt offen.
Beide BeitrĂ€ge stimmen beim Fundort, beim Tod der SchĂŒlerin und beim Verdacht gegen einen schwer verletzten Mann ĂŒberein. Offen bleiben die Todesursache, der Ablauf der EntfĂŒhrung und die Verbindung des VerdĂ€chtigen zum MĂ€dchen.
