Meghan bricht Kontakt zu Vater wegen Missbrauchsvorwürfen ab
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 06:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBrief von 2019 und internationale Zuständigkeiten
- Meghan wandte sich nach den Vorwürfen in einem Brief an ihren Vater Thomas Markle.
- Die Metropolitan Police erhielt das Schreiben 2019 und leitete es an das Büro von Meghan und Harry weiter.
- Das FBI erklärte seine mögliche Unterstützung für die philippinischen Behörden.
Meghan bricht Kontakt zu Vater nach Vorwürfen ab
Herzogin Meghan hat britischen Medienberichten zufolge im vergangenen Jahr den Kontakt zu ihrem Vater Thomas Markle abgebrochen und dabei Missbrauchsvorwürfe gegen den 82-Jährigen als Grund genannt. In einem Brief soll sie ihm mitgeteilt haben, dass er seine Enkel Archie und Lilibet niemals kennenlernen werde.
Brief erreichte ihn im Krankenhaus
Der Brief soll Thomas Markle während eines Krankenhausaufenthalts auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation befand. Meghan soll darin außerdem erklärt haben, dass Behörden über die Vorwürfe informiert seien.
Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter ist seit Jahren belastet. Thomas Markle reiste 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Großbritannien.
Anzeige auf den Philippinen
Nach Angaben britischer Medien soll Thomas Markle in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge an Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zurückgelassen haben. Sein Sohn Thomas Markle Jr. erhob die Vorwürfe; Thomas Markle Sr. bestreitet sie.
Das philippinische Justizministerium bestätigte der dpa eine Anzeige gegen den 82-Jährigen. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.
FBI signalisiert mögliche Unterstützung
Das FBI teilte mit, von den Vorwürfen Kenntnis zu haben und die philippinischen Behörden gegebenenfalls zu unterstützen. Untersucht würden zudem damit zusammenhängende Vorwürfe, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze betreffen könnten.
Metropolitan Police prüft Vorgang von 2019
Meghan hatte am Freitag erklärt, sie sei bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über verstörende Vorwürfe gegen ihren Vater informiert worden. Die Metropolitan Police bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA, 2019 ein Schreiben mit Vorwürfen wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens erhalten zu haben.
Das Schreiben sei an Meghan und Prinz Harry weitergeleitet worden, Details seien damals jedoch nicht mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt worden. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse.
Die Vorwürfe gegen Thomas Markle verbinden mehrere Vorgänge in unterschiedlichen Ländern. Auf den Philippinen geht es um Ermittlungen wegen mutmaßlichen Besitzes von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs in einem früheren Haus des 82-Jährigen. Markle bestreitet die Anschuldigungen. Das philippinische Justizministerium hat den Eingang einer Anzeige bestätigt; eine spezialisierte Taskforce soll zuständig sein.
Parallel steht der Umgang britischer Behörden mit früheren Hinweisen im Mittelpunkt. Die Metropolitan Police erhielt 2019 ein Schreiben mit Vorwürfen zu mutmaßlichen Straftaten außerhalb Großbritanniens und leitete es an das Büro von Meghan und Prinz Harry weiter. Nach Darstellung der Polizei wurden die Einzelheiten damals nicht an andere Strafverfolgungsbehörden übermittelt. Nun wird geprüft, ob die damalige Behandlung der Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsicht gemeldet werden muss.
Internationale Ermittlungen und offene Fragen
Auch das FBI erklärte, von den Vorwürfen Kenntnis zu haben und die philippinischen Behörden gegebenenfalls zu unterstützen. Damit berührt der Fall mögliche Zuständigkeiten in mehreren Rechtsordnungen, ohne dass daraus bereits eine strafrechtliche Bewertung der Anschuldigungen folgt. Für die britische Debatte ist vor allem entscheidend, welche Informationen 2019 vorlagen, welche Sicherheitsinteressen betroffen waren und ob daraus weitere Schritte hätten folgen müssen.
Für Meghan hat der Vorgang zugleich eine unmittelbare familiäre Konsequenz: Sie brach den Kontakt zu ihrem Vater ab und schloss nach Darstellung der Meldung einen Umgang mit Archie und Lilibet aus. Die weitere Bedeutung des Falls hängt nun von den Ermittlungen auf den Philippinen und der britischen Prüfung des Behördenhandelns ab.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Stern: „Londoner Polizei leitete Vorwürfe gegen Meghans Vater nicht an andere Behörden weiter“ (24.10.2026)
Der Bericht hebt die Bestätigung der Metropolitan Police hervor, dass ein Schreiben mit Vorwürfen 2019 eingegangen und an das Büro von Meghan und Harry weitergeleitet worden sei. Im Mittelpunkt steht die Prüfung, ob die damalige Bearbeitung der Angelegenheit korrekt war.
n-tv: „Polizei erhielt Brief zu Meghans Vater später als von ihr angegeben“ (24.10.2026)
Der Artikel konzentriert sich auf die zeitliche Abweichung zwischen Meghans öffentlicher Darstellung und den Polizeidaten zum Eingang des Schreibens. Zugleich schildert er die laufende Prüfung des britischen Behördenhandelns und die Ermittlungen auf den Philippinen. Beide Berichte stellen damit die behördliche Behandlung und die Chronologie in den Vordergrund; offen bleibt die strafrechtliche Bewertung der Vorwürfe gegen Thomas Markle.
