Mindestens vier Tote bei heftigen Unwettern in Spanien
04.09.2023 - 12:59:04 | dpa.deBei heftigen Unwettern sind in Spanien am Wochenende mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In der Provinz Toledo sĂŒdöstlich von Madrid seien am Montag die Leichen von zwei MĂ€nnern geborgen worden, teilte die Regierung der Region Kastilien-La Mancha mit. Eines der Opfer sei in der Gemeinde Bargas im Inneren eines Fahrzeugs gestorben. In der Ortschaft Casarrubios del Monte sei ein 20-JĂ€hriger tot aus einem Garagenfahrstuhl geborgen worden.
Bereits am Samstag waren zwei MĂ€nner im Alter von 31 und 34 Jahren bei der Begehung einer Schlucht in Saragossa im Nordosten Spaniens ins reiĂende Wasser gestĂŒrzt und ertrunken.
Der Eisenbahnverkehr wurde vielerorts eingestellt
Noch mindestens zwei weitere MĂ€nner gelten als vermisst. Gesucht wird amtlichen Angaben zufolge unter anderem ein Mann, der am Sonntagabend mit Ehefrau und zwei Kindern im Westen der Region Madrid unterwegs war. Ihr Fahrzeug wurde von den Wassermassen des Flusses Alberche mitgerissen, der ĂŒber die Ufer getreten war. Die Frau und die Tochter konnten sich aus eigener Kraft retten. Der zehnjĂ€hrige Sohn konnte sich auf einen Baum flĂŒchten und wurde dort nach mehrstĂŒndiger Suche gefunden.
Weite Teile Spaniens wurden am Samstag und Sonntag von Unwettern mit Starkregen, Orkanböen, BlitzschlĂ€gen und Hagel heimgesucht. Es kam zu vielen FlugverspĂ€tungen. Vielerorts wurde der Eisenbahnverkehr eingestellt. Hunderte Passagiere mussten daher in der Nacht auf Montag unfreiwillig in Bahnhöfen in Madrid, MĂĄlaga und anderen StĂ€dten ĂŒbernachten.
MehrstĂŒndiges Ausgehverbot
Dutzende StraĂen wurden gesperrt, Parks wurden geschlossen. UnzĂ€hlige HĂ€user, Keller, Garagen und UnterfĂŒhrungen wurden mit Wasser und Schlamm ĂŒberschwemmt. Fassadenteile und Dachziegel stĂŒrzten auf die StraĂen, BĂ€ume wurden entwurzelt.
FĂŒr die knapp 10.000 Einwohner der katalanischen Gemeinde Alcanar galt am Sonntag wegen der gefĂ€hrlichen Ăberschwemmungen sogar ein mehrstĂŒndiges Ausgehverbot. Laut Wetterdienst fiel dort innerhalb von nur 24 Stunden eine Regenmenge von 215 Litern pro Quadratmeter. Die Lage normalisierte sich am Montag nur langsam. In Madrid waren etwa der U-Bahn- und Autoverkehr noch deutlich beeintrĂ€chtigt. Die beliebte Urlaubsinsel Mallorca blieb weitgehend verschont.
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