Toledo, Madrid:

Mindestens vier Tote bei heftigen Unwettern in Spanien

04.09.2023 - 12:59:04 | dpa.de

Mit Starkregen, Gewittern und Orkanböen fegt ein Unwetter am Wochenende ĂŒber Spanien hinweg. Viele FlĂŒge fielen aus. Bislang gibt es vier Todesopfer.

  • Ein Auto im Schlamm am Straßenrand in der NĂ€he der Gemeinde Aldea del Fresno in Madrid. - Foto: Matias Chiofalo/EUROPA PRESS/dpa
  • Ein Beamter der Guardia Civil sucht an der Pedrera-BrĂŒcke in Aldea del Fresno nahe Madrid nach Vermissten. - Foto: Alejandro MartĂ­nez VĂ©lez/EUROPA PRESS/dpa
Ein Auto im Schlamm am Straßenrand in der NĂ€he der Gemeinde Aldea del Fresno in Madrid. - Foto: Matias Chiofalo/EUROPA PRESS/dpa Ein Beamter der Guardia Civil sucht an der Pedrera-BrĂŒcke in Aldea del Fresno nahe Madrid nach Vermissten. - Foto: Alejandro MartĂ­nez VĂ©lez/EUROPA PRESS/dpa

Bei heftigen Unwettern sind in Spanien am Wochenende mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In der Provinz Toledo sĂŒdöstlich von Madrid seien am Montag die Leichen von zwei MĂ€nnern geborgen worden, teilte die Regierung der Region Kastilien-La Mancha mit. Eines der Opfer sei in der Gemeinde Bargas im Inneren eines Fahrzeugs gestorben. In der Ortschaft Casarrubios del Monte sei ein 20-JĂ€hriger tot aus einem Garagenfahrstuhl geborgen worden.

Bereits am Samstag waren zwei MĂ€nner im Alter von 31 und 34 Jahren bei der Begehung einer Schlucht in Saragossa im Nordosten Spaniens ins reißende Wasser gestĂŒrzt und ertrunken.

Der Eisenbahnverkehr wurde vielerorts eingestellt

Noch mindestens zwei weitere MĂ€nner gelten als vermisst. Gesucht wird amtlichen Angaben zufolge unter anderem ein Mann, der am Sonntagabend mit Ehefrau und zwei Kindern im Westen der Region Madrid unterwegs war. Ihr Fahrzeug wurde von den Wassermassen des Flusses Alberche mitgerissen, der ĂŒber die Ufer getreten war. Die Frau und die Tochter konnten sich aus eigener Kraft retten. Der zehnjĂ€hrige Sohn konnte sich auf einen Baum flĂŒchten und wurde dort nach mehrstĂŒndiger Suche gefunden.

Weite Teile Spaniens wurden am Samstag und Sonntag von Unwettern mit Starkregen, Orkanböen, BlitzschlĂ€gen und Hagel heimgesucht. Es kam zu vielen FlugverspĂ€tungen. Vielerorts wurde der Eisenbahnverkehr eingestellt. Hunderte Passagiere mussten daher in der Nacht auf Montag unfreiwillig in Bahnhöfen in Madrid, MĂĄlaga und anderen StĂ€dten ĂŒbernachten.

MehrstĂŒndiges Ausgehverbot

Dutzende Straßen wurden gesperrt, Parks wurden geschlossen. UnzĂ€hlige HĂ€user, Keller, Garagen und UnterfĂŒhrungen wurden mit Wasser und Schlamm ĂŒberschwemmt. Fassadenteile und Dachziegel stĂŒrzten auf die Straßen, BĂ€ume wurden entwurzelt.

FĂŒr die knapp 10.000 Einwohner der katalanischen Gemeinde Alcanar galt am Sonntag wegen der gefĂ€hrlichen Überschwemmungen sogar ein mehrstĂŒndiges Ausgehverbot. Laut Wetterdienst fiel dort innerhalb von nur 24 Stunden eine Regenmenge von 215 Litern pro Quadratmeter. Die Lage normalisierte sich am Montag nur langsam. In Madrid waren etwa der U-Bahn- und Autoverkehr noch deutlich beeintrĂ€chtigt. Die beliebte Urlaubsinsel Mallorca blieb weitgehend verschont.

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