Sachsen-Anhalt, Deutschland

Feuer zerstört Dachstuhl von Schloss Wallhausen

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 11:26 Uhr | dpa.de

Mitten in der Nacht mĂŒssen HotelgĂ€ste das historische Schloss Wallhausen verlassen. Stunden spĂ€ter dauern die Löscharbeiten noch an. Wie groß die SchĂ€den sind und was bislang bekannt ist.

  • HotelgĂ€ste und Personal mussten aufgrund des Feuers evakuiert werden.  - Bild: Jacob Schröter/dpa
    HotelgÀste und Personal mussten aufgrund des Feuers evakuiert werden. - Bild: Jacob Schröter/dpa
  • Der Dachstuhl geriet durch das Feuer in Vollbrand.  - Bild: Jacob Schröter/dpa
    Der Dachstuhl geriet durch das Feuer in Vollbrand. - Bild: Jacob Schröter/dpa
  • Die Feuerwehr ist mit 124 KrĂ€ften von 12 Feuerwehren im Einsatz. - Bild: Jacob Schröter/dpa
    Die Feuerwehr ist mit 124 KrÀften von 12 Feuerwehren im Einsatz. - Bild: Jacob Schröter/dpa
HotelgÀste und Personal mussten aufgrund des Feuers evakuiert werden.  - Bild: Jacob Schröter/dpa Der Dachstuhl geriet durch das Feuer in Vollbrand.  - Bild: Jacob Schröter/dpa Die Feuerwehr ist mit 124 KrÀften von 12 Feuerwehren im Einsatz. - Bild: Jacob Schröter/dpa

Als mitten in der Nacht Feuer im historischen Schloss Wallhausen ausbricht, mĂŒssen HotelgĂ€ste und Personal evakuiert werden. Stunden spĂ€ter dauert der Großeinsatz der Feuerwehr noch immer an. Der Dachstuhl des denkmalgeschĂŒtzten Renaissance-Schlosses sei vollstĂ€ndig zerstört und das zweite Obergeschoss zu mehr als zwei Dritteln beschĂ€digt, sagte Wehrleiter Michael Wiesner an der Einsatzstelle. «Das ist natĂŒrlich schade um das Kulturgut. Aber leider nichts zu Ă€ndern. Wir haben unser Bestmögliches getan und kĂ€mpfen weiterhin dafĂŒr.»

HotelgÀste rechtzeitig in Sicherheit

Das Feuer war gegen 3.00 Uhr aus zunÀchst unbekannter Ursache ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch auf die oberen Stockwerke des als Hotel genutzten Schlosses aus. GÀste und Personal wurden rechtzeitig evakuiert. Ein Hotelgast erlitt nach Angaben der Feuerwehr eine Rauchgasvergiftung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Feuerwehr kÀmpft gegen Glutnester

Auch Stunden nach dem Brandausbruch sind drei Drehleitern weiterhin im Einsatz. Die Feuerwehr arbeitet inzwischen mit Netz- und Schaummitteln, die tiefer in das brennende Material eindringen und so die Löscharbeiten erleichtern sollen. Wegen der aufwendigen Arbeiten rechnet Wehrleiter Wiesner erst in den frĂŒhen Abendstunden mit einem Ende des Einsatzes.

Das Ausmaß der SchĂ€den sei erheblich. Neben dem vollstĂ€ndig zerstörten Dachstuhl sei das zweite Obergeschoss zu mehr als zwei Dritteln in Mitleidenschaft gezogen worden. Die verwinkelte Bauweise der Schloss- und Hotelanlage erschwere den Einsatz zusĂ€tzlich, sagte Wiesner. Nach Angaben der Polizei dĂŒrfte der entstandene Sachschaden im Millionenbereich liegen. 

Die ĂŒbrigen HotelgĂ€ste wurden nach Angaben des Wehrleiters anderweitig untergebracht. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Goldene Aue kĂŒmmere sich unter anderem darum, wie die GĂ€ste wieder an ihre persönlichen GegenstĂ€nde und Fahrzeuge auf dem HotelgelĂ€nde gelangen. Die Warnung vor Rauch gilt zunĂ€chst weiter, auch wenn die Rauchentwicklung inzwischen deutlich nachgelassen hat.

Brandursache weiter unklar

Zur Brandursache gibt es weiterhin keine Erkenntnisse. Nach Angaben der Polizei wird in alle Richtungen ermittelt. Brandermittler könnten das GebĂ€ude jedoch erst untersuchen, wenn das Feuer vollstĂ€ndig gelöscht und das Schloss ausreichend abgekĂŒhlt sei. Bis dahin wĂ€re jede Aussage zur Ursache reine Spekulation, hieß es.

Das denkmalgeschĂŒtzte Renaissanceschloss wurde zwischen 1606 und 1613 von der Adelsfamilie von der Asseburg errichtet. Nach der Bodenreform 1945 ging das GebĂ€ude in Gemeindebesitz ĂŒber und wurde bis 2004 als Schule genutzt. Seit 2005 befindet sich das Schloss in Privatbesitz und wird als Hotel, Restaurant und Ausstellungsort genutzt.

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