Spanien, International

Von Virusausbruch betroffenes Schiff in Teneriffa angekommen

10.05.2026 - 07:28:51 | dpa.de

Nach dem Ausbruch des Hantavirus hat das Kreuzfahrtschiff «Hondius» die Urlaubsinsel Teneriffa erreicht. Die Rückführung der Passagiere soll unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen ablaufen.

  • Die «Hondius» ist nach ihrer Fahrt von Kap Verde eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
    Die «Hondius» ist nach ihrer Fahrt von Kap Verde eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
  • Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
    Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
  • Beamte der spanischen Guardia Civil stehen Wache in dem Bereich, in dem die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius im Hafen von Granadilla auf Teneriffa erwartet werden. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
    Beamte der spanischen Guardia Civil stehen Wache in dem Bereich, in dem die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius im Hafen von Granadilla auf Teneriffa erwartet werden. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Die Passagiere der «Hondius» sollen von Teneriffa aus sofort in ihre Heimatländer geflogen werden. (Archivbild) - Foto: -/AP/dpa
    Die Passagiere der «Hondius» sollen von Teneriffa aus sofort in ihre Heimatländer geflogen werden. (Archivbild) - Foto: -/AP/dpa
  • Die «Hondius» hatte ihre Fahrt durch den Südatlantik am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begonnen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
    Die «Hondius» hatte ihre Fahrt durch den Südatlantik am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begonnen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
  • Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
    Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Die Polizeieinheit Guardia Civil begleitete das Schiff bei der Hafeneinfahrt. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
    Die Polizeieinheit Guardia Civil begleitete das Schiff bei der Hafeneinfahrt. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Eine Person mit Maske steht an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Hondius» nach der Ankunft im Hafen von Granadilla. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
    Eine Person mit Maske steht an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Hondius» nach der Ankunft im Hafen von Granadilla. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
Die «Hondius» ist nach ihrer Fahrt von Kap Verde eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa Beamte der spanischen Guardia Civil stehen Wache in dem Bereich, in dem die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius im Hafen von Granadilla auf Teneriffa erwartet werden. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa Die Passagiere der «Hondius» sollen von Teneriffa aus sofort in ihre Heimatländer geflogen werden. (Archivbild) - Foto: -/AP/dpa Die «Hondius» hatte ihre Fahrt durch den Südatlantik am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begonnen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa Das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» ist in Teneriffa eingetroffen. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa Die Polizeieinheit Guardia Civil begleitete das Schiff bei der Hafeneinfahrt. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa Eine Person mit Maske steht an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Hondius» nach der Ankunft im Hafen von Granadilla. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist in den Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa eingefahren. Live-Aufnahmen des staatlichen Fernsehsenders RTVE zeigten die Ankunft des Schiffes am frühen Morgen. 

Von Granadilla aus sollen die Menschen an Bord der «Hondius», darunter mehrere Deutsche, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht und sofort in ihre Heimatländer geflogen werden.

WHO-Chef versichert: «Kein neues Covid»

Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García, Innenminister Fernando Grande-Marlaska und der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO waren eigens auf die Insel gekommen, um die komplizierte Aktion zu überwachen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus versicherte, dass es sich beim Hantavirus nicht um einen mit dem Coronavirus vergleichbaren Erreger handele. In einer Botschaft direkt an die Bevölkerung von Teneriffa betonte er: «Das ist nicht ein neues Covid.» Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering - zumal auf dem Kreuzfahrtschiff kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei.

Zunächst hatte es geheißen, das Schiff werde aus Sicherheitsgründen vor dem Hafen vor Anker gehen. Die spanische Handelsmarine erteilte in der Nacht dann aber doch die Genehmigung zur Einfahrt in den Hafen.

Medizinisches Personal soll die Menschen an Bord zunächst auf akute Krankheitssymptome untersuchen, wie die spanischen Behörden mitteilten. Liegen keine vor, werden die Passagiere in Gruppen von maximal fünf Personen ausgeschifft. Nach Angaben Garcías müssen sie FFP2-Schutzmasken tragen und dürfen nur leichtes Handgepäck mitnehmen.

Per Bus geht es dann zum wenige Autominuten entfernten Flughafen. Dort sollen die streng abgeschotteten Menschen mit ihren jeweiligen Landsleuten ohne weitere Abfertigung sofort die für sie bereitgestellten Flugzeuge besteigen und in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsbehörde WHO sollen alle Flüge am Sonntag und Montag starten, da später eine Schlechtwetterfront aufzieht. Nach der Ankunft dürften alle Ausgeflogenen in Quarantäne müssen, da eine Entwarnung wegen der langen Inkubationszeit erst nach Wochen möglich ist.

Sobald die Menschen von Bord sind, soll die «Hondius» ihre Fahrt sofort fortsetzen und Richtung Niederlande steuern, unter deren Flagge sie fährt. Erst dort soll der Leichnam einer an Bord gestorbenen Deutschen vom Schiff gebracht werden. Auch die Desinfektion des Schiffes wird in den Niederlanden vorgenommen.

Virusausbruch löst international Besorgnis aus

Das Hantavirus wird in der Regel von Nagetieren übertragen, kann bei engem Kontakt aber auch von Mensch zu Mensch überspringen. Der Ausbruch der südamerikanischen Andes-Variante des Virus auf dem kleinen Kreuzfahrtschiff löste weltweit Besorgnis aus - auch und gerade wegen der Erinnerung an die Corona-Pandemie. Vor allem auf den Kanaren äußerten Menschen Angst wegen einer möglichen Infektion mit dem potenziell tödlichen Virus.

Doch der jetzige Fall ist anders gelagert als der Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als sechs Jahren. Selbst wenn es zu einer Übertragung des Andesvirus durch evakuierte Schiffspassagiere käme, wäre das Virus laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC nicht leicht weiter übertragbar, «sodass es unwahrscheinlich ist, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem großflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme». Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung in der EU durch eine Ausbreitung des Andesvirus sei «sehr gering».

Im Fall der «Hondius» spricht die WHO von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei den Toten handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und die Frau aus Deutschland. Da bei Zwischenstopps des Schiffes insgesamt mehr als 30 Passagiere und Besatzungsmitglieder ausgestiegen sind, wird nun weltweit nach potenziellen Verdachtsfällen gesucht.

Spanisches Gesundheitssystem gab den Ausschlag

Die WHO hatte Spanien gebeten, die Menschen auf den Kanaren vor der Westküste Afrikas an Land gehen zu lassen, weil die Inselgruppe das erste potenzielle Ziel auf der Route des Schiffes mit einer erstklassigen Gesundheitsversorgung war. Kap Verde, wo die «Hondius» zuletzt vor Anker gelegen hatte, wollte die Passagiere mit Verweis auf die unzureichenden Versorgungsmöglichkeiten dort nicht aufnehmen.

Die «Hondius» hatte ihre Fahrt durch den Südatlantik am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begonnen. Zehn Tage später starb ein Niederländer, seine Frau verließ das Schiff bei einem Zwischenstopp auf St. Helena und flog am 24. April nach Südafrika, wo sie kurz darauf in einem Krankenhaus starb. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide starb die Deutsche dann am 3. Mai. 

Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem verstorbenen niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69299625 |

Weitere Meldungen

Feuerwehr holt deutsche Passagiere nach Hantavirus-Fall ab. Die Feuerwehr holt sie am Flughafen Eindhoven ab. Der erste Transport geht nach Frankfurt. Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» geht es nun auch für die deutschen Passagiere nach Hause. (Unterhaltung, 10.05.2026 - 12:02) weiterlesen...

Ausschiffung aus der «Hondius» begonnen. Die ersten Menschen werden bereits nach und nach an Land gebracht. Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» liegt nach einem Hantavirus-Ausbruch in einem Hafen im Süden Teneriffas vor Anker. (Unterhaltung, 10.05.2026 - 11:36) weiterlesen...

«Hondius» in Teneriffa - Niederlande evakuieren Deutsche. Die Niederlande kümmern sich um den Rücktransport der Deutschen. Und: Es gibt gute Nachrichten. Nach dem Ausbruch des Hantavirus hat das Kreuzfahrtschiff «Hondius» die Urlaubsinsel Teneriffa erreicht. (Unterhaltung, 10.05.2026 - 10:29) weiterlesen...

Niederlande fliegen deutsche Passagiere der «Hondius» heim. Die Niederlande kümmern sich um die Deutschen. Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» nach der Ankunft in Teneriffa in ihre Heimatländer geflogen werden. (Unterhaltung, 10.05.2026 - 09:46) weiterlesen...

Kann sich das Virus vom Kreuzfahrtschiff weiter ausbreiten?. Ist eine Verbreitung des auf dem Schiff aufgetretenen Hantavirus-Typs zu befürchten? Experten entwarnen. Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» kehren nach Deutschland und andere Länder zurück. (Unterhaltung, 10.05.2026 - 04:00) weiterlesen...

Hantavirus bei Kreuzfahrt: Passagiere reisen in Heimatländer. Nun ist bekannt, wie es für sie nach Ankunft auf Teneriffa weitergehen soll. Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind Rückflüge für deutsche und andere europäische Passagiere geplant. (Unterhaltung, 09.05.2026 - 18:36) weiterlesen...