Schweiz, Feuer

Crans-Montana-Brand: AnklÀger vernehmen GemeindeprÀsidenten

13.04.2026 - 11:17:00 | dpa.de

Nach dem Brand mit 41 Todesopfern in Crans-Montana wird nun auch der GemeindeprĂ€sident vernommen. Worum es bei den Ermittlungen und den VorwĂŒrfen geht.

  • FĂ©roud hat schwere VersĂ€umnisse bei den Brandschutzkontrollen eingerĂ€umt (Archivbild) - Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Kritisiert das schleppende Verfahren: Anwalt Fanti. - Foto: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa
Féroud hat schwere VersÀumnisse bei den Brandschutzkontrollen eingerÀumt (Archivbild)   - Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa Kritisiert das schleppende Verfahren: Anwalt Fanti.  - Foto: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Gut drei Monate nach dem verheerenden Silvesterparty-Brand in Crans-Montana in der Schweiz muss der GemeindeprĂ€sident des Skiortes, Nicolas FĂ©raud, aussagen. Neben dem Betreiberpaar der Bar und mehreren Sicherheitsbeauftragten fĂŒhrt die Staatsanwaltschaft ihn als Beschuldigten. Sie ermittelt wegen fahrlĂ€ssiger Tötung, fahrlĂ€ssiger Körperverletzung sowie fahrlĂ€ssiger Brandstiftung.

Dass seit dem UnglĂŒck mit 41 ĂŒberwiegend sehr jungen Todesopfern so viel Zeit vergangen ist, kritisierte einer der OpferanwĂ€lte, SĂ©bastien Fanti. Der GemeindeprĂ€sident habe «bereits am 6. Januar schwerwiegende VersĂ€umnisse eingerĂ€umt», sagte Fanti der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. FĂ©roud hatte damals gesagt, dass in der Bar seit 2019 keine Brandschutzkontrollen mehr stattgefunden hĂ€tten, obwohl diese eigentlich jĂ€hrlich vorgesehen sind.

FunkensprĂŒhende Partykerzen hatten bei einer Silvesterparty in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in den frĂŒhen Morgenstunden des 1. Januar Schallschaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus, viele der Besucherinnen und Besucher schafften es ĂŒber eine enge Treppe nicht rechtzeitig ins Freie. 

Großer Andrang bei Anhörungen

Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, rund 80 von ihnen so schwer, dass sie teils wochenlang im Krankenhaus waren. Das letzte von neun im Kinderspital in ZĂŒrich behandelten Opfern verließ die Klinik nach Ostern. Vielen, die schwere Verbrennungen erlitten haben, stehen noch monate- oder jahrelange Behandlungen bevor. 

Inwiefern die Katastrophe durch regelmĂ€ĂŸige Brandschutzkontrollen hĂ€tte verhindert werden können, wird untersucht. AnwĂ€lte der Barbetreiber Jessica und Jacques Moretti bestreiten, dass der Brandschutz in der Bar vernachlĂ€ssigt wurde. Sie sind schon mehrfach verhört worden und gegen Kaution auf freiem Fuß. Weil viele AnwĂ€lte der Opfer an den Anhörungen teilnehmen wollen, hat die Staatsanwaltschaft eigens eine Aula auf dem Bildungscampus Energypolis in Sitten (Sion) dafĂŒr angemietet.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
de | unterhaltung | 69136878 |