Nan Goldin, Retrospektive im Grand Palais und neue Schau in London
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 12:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Nan Goldin praegt 2026 gleich zwei zentrale Institutionen in Europa mit grossen Ausstellungen ihrer Filmarbeiten und Fotografien. Wie das Grand Palais in Paris ausfuehrlich zur Retrospektive This Will Not End Well informiert, zeigt die Schau sechs zentrale Slideshows und Videoarbeiten aus fuenf Jahrzehnten, waehrend die Hayward Gallery in London eine neue Ausstellung mit bislang unveroefentlichten Moving-Image-Werken vorbereitet.
Die Retrospektive im Grand Palais
Im Grand Palais in Paris laeuft This Will Not End Well als erste franzoesische Retrospektive, die Nan Goldin explizit als Filmemacherin vorstellt und ihre Slideshows als »Filme aus Standbildern« rahmt, wie die Institution betont. Die Ausstellung vereint sechs grosse Werkzyklen, darunter The Ballad of Sexual Dependency (1981–2022), The Other Side (1992–2021) und Sisters, Saints, Sibyls (2004–2022), und bezieht sowohl den Hauptbau des Grand Palais als auch die Chapelle Saint-Louis de la Salpe?trie?re ein.Programmseite des Grand Palais zur Ausstellung
Kuratiert von Fredrik Liew und mit einer Szenografie der Architektin Hala Warde? angelegt, ist die Praesentation als Pavillon-Dorf konzipiert, in dem jedes Gebaeude eine zentrale Arbeit wie Memory Lost (2019–2021), Sirens (2019–2020) oder Stendhal Syndrome (2024) hauset. Die Retrospektive folgt auf Stationen in Stockholm, Amsterdam, Berlin und Mailand und verdichtet in Paris die politische und autobiografische Dimension von Goldins Werk zu einer immersiven Filmerfahrung.
Nan Goldin in London, neue Moving-Image-Schau
Parallel zur Pariser Retrospektive bereitet die Hayward Gallery in London eine neue grosse Ausstellung mit Nan Goldin vor, die im Herbst 2026 startet und als erste institutionelle Goldin-Schau im Vereinigten Koenigreich seit 2002 angekuendigt ist. Die Londoner Präsentation legt den Schwerpunkt auf neue und juengere Moving-Image-Arbeiten und stellt insbesondere das zweigeteilte Projekt You Never Did Anything Wrong, Part I (2024) und Part II (2026), vor.Ausstellungsankuendigung der Hayward Gallery bei FAD Magazine
Die Hayward Gallery hebt hervor, dass diese Arbeiten Goldins Blick von menschlicher Intimitaet auf Tierbewusstsein und Natur erweitern und mit 16mm-Footage, beschaedigten Soundtracks und einem Originalscore von Mica Levi arbeiten. Die Schau zeigt ausserdem Stendhal Syndrome erstmals in Grossbritannien sowie Memory Lost und neue Fotografien, die mit den Filmen verbunden sind, und setzt erneut auf eine raeumliche Gestaltung in Zusammenarbeit mit Hala Warde?.
Ausstellungen, Filme und Retrospektiven zu Nan Goldin
Wer tiefer in Nan Goldins aktuelle und fruehere Ausstellungen einsteigen will, findet in unserem Archiv weitere News zu ihren Retrospektiven, Museumsschauen und Messe-Auftritten.
So arbeitet Nan Goldin heute
Nan Goldin ist 1953 in Washington, D.C. geboren und arbeitet inzwischen zwischen New York und Paris, wobei ihre Praxis seit den spaeten 1970er-Jahren von Slideshows aus dem eigenen sozialen Umfeld geprägt ist. Die Retrospektive im Grand Palais zeigt, wie Goldin ihre autobiografischen Fotografien in filmische Erzaehlungen ueber Kindheit, Gender, Gewalt und Sucht ueberfuehrt und dabei Musik und Projektion als zentrale Gestaltungsmittel einsetzt.Hintergrundinformationen des Grand Palais zu Werk und Biografie
Aktueller Stand zwischen Paris und London
Nan Goldin ist 2026 mit der Filmarbeiten-Retrospektive This Will Not End Well im Grand Palais Paris praesente und bereitet parallel ihre neue Moving-Image-Ausstellung in der Hayward Gallery London vor, die im Herbst startet und bis 7. Maerz 2027 angesetzt ist.
Nan Goldin auf einen Blick
- Kuenstler: Nan Goldin
- Medium / Gattung: Foto und Moving-Image (Slideshows, Video)
- Geburtsjahr & -ort: 1953, Washington, D.C., USA
- Wirkungsort(e): Studio in New York City und Paris
- Aktiv seit: spaete 1970er-Jahre, fruehe Slideshows ab 1979
- Wichtige Werkgruppen: The Ballad of Sexual Dependency, The Other Side, Sisters, Saints, Sibyls, Memory Lost, Sirens, Stendhal Syndrome
- Aktuelle/letzte Ausstellung: This Will Not End Well, Grand Palais und Chapelle Saint-Louis de la Salpe?trie?re, Paris, 18. Maerz bis 21. Juni 2026
- Wichtige Sammlungen: Moderna Museet (Stockholm), Stedelijk Museum (Amsterdam), Neue Nationalgalerie (Berlin), Grand Palais Rmn (Paris)
- Auszeichnungen: internationale Anerkennung als Schluesselfigur der zeitgenoessischen Fotografie und Aktivistin, u.a. Retrospektiven in fu?hrenden Museen seit 2022
- Naechster Termin: 24. November 2026, Ausstellung mit neuen Moving-Image-Werken in der Hayward Gallery, London
Haeufige Fragen zu Nan Goldin
Wo ist Nan Goldin 2026 mit grossen Ausstellungen vertreten?
2026 zeigt Nan Goldin ihre Retrospektive This Will Not End Well im Grand Palais in Paris und bereitet parallel eine neue Moving-Image-Schau mit You Never Did Anything Wrong,
Welche zentralen Werke von Nan Goldin sind in Paris zu sehen?
Die Pariser Retrospektive umfasst unter anderem The Ballad of Sexual Dependency, The Other Side, Sisters, Saints, Sibyls, Memory Lost, Sirens und Stendhal Syndrome, jeweils als raumgreifende Slideshows und Video-Installationen.
Was zeichnet die kommende Ausstellung in der Hayward Gallery aus?
Die Hayward Gallery legt den Fokus auf neue Moving-Image-Arbeiten, allen voran das zweigeteilte Projekt You Never Did Anything Wrong, und zeigt zudem Stendhal Syndrome erstmals in Grossbritannien sowie Memory Lost im Kontext von Goldins Aktivismus gegen die Opioid-Krise.
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.
