Nepal, Monsunregen

Nepal: SpÀter Monsun fordert mindestens 34 Tote

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 11:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Starkregen und Erdrutsche haben in Nepal mindestens 34 Menschen getötet, 15 weitere verletzt und elf vermisst. Fast 1.200 Familien sind betroffen; auch eine wichtige HĂ€ngebrĂŒcke wurde beschĂ€digt.

  • Heftige RegenfĂ€lle haben in Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. - Bild: Shankar Bhujel/JNA via ZUMA Press Wire/dpa
    Heftige RegenfĂ€lle haben in Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. - Bild: Shankar Bhujel/JNA via ZUMA Press Wire/dpa
  • Mindestens 34 Menschen starben bislang in Nepal. - Bild: Ap Tolang/Nexpher via ZUMA Press Wire/dpa
    Mindestens 34 Menschen starben bislang in Nepal. - Bild: Ap Tolang/Nexpher via ZUMA Press Wire/dpa
Heftige RegenfĂ€lle haben in Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. - Bild: Shankar Bhujel/JNA via ZUMA Press Wire/dpa Mindestens 34 Menschen starben bislang in Nepal. - Bild: Ap Tolang/Nexpher via ZUMA Press Wire/dpa

Starkregen und Erdrutsche haben in Nepal in den vergangenen Tagen mindestens 34 Menschen getötet, 15 weitere verletzt und elf Menschen vermisst.

Hunderte HÀuser beschÀdigt

Nach Angaben einer Sprecherin des nepalesischen Katastrophenschutzes wurden hunderte HÀuser, StÀlle und AckerflÀchen teilweise oder vollstÀndig beschÀdigt. Insgesamt seien fast 1.200 Familien betroffen.

Im benachbarten Indien starben infolge des Monsuntiefs allein im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh nach Behördenangaben mehr als 80 Menschen.

HĂ€ngebrĂŒcke ĂŒber Mahakali-Fluss gesperrt

Im Westen Nepals wurde im Distrikt Kanchanpur eine der grĂ¶ĂŸten HĂ€ngebrĂŒcken des Landes durch Hochwasser des Mahakali-Flusses beschĂ€digt. Die bei Touristen beliebte BrĂŒcke wurde gesperrt. Der Verwaltungschef des Distrikts geht nach Angaben gegenĂŒber der Deutschen Presse-Agentur davon aus, dass sie repariert werden kann.

Trekkingrouten und BergaktivitÀten betroffen

Starker Regen und Schneefall beeintrĂ€chtigten Straßen und Trekkingrouten. Die Behörden setzten Trekking- und KletteraktivitĂ€ten an mehreren Bergen vorĂŒbergehend aus.

Nach Angaben des nepalesischen Wetterdienstes wurde der spĂ€te Monsunregen durch ein Tiefdruckgebiet ĂŒber dem Golf von Bengalen ausgelöst. Inzwischen hat sich das Wetter im gesamten Land gebessert.

Lawinenopfer am Himlung Himal

Nach Angaben der Nepal National Mountain Guide Association wurde die Suche nach zwölf Menschen eingestellt, die seit einem Lawinenabgang am Sonntag im Basislager des Himlung Himal nahe der Grenze zu Tibet vermisst wurden. Vier Menschen wurden demnach bislang tot aus den Schneemassen geborgen. Auch diesen Zwischenfall fĂŒhren die Behörden auf das Monsuntief zurĂŒck.

Nepal bleibt besonders gefÀhrdet

Nepal ist wegen seiner bergigen Landschaft und der großen FlĂŒsse besonders anfĂ€llig fĂŒr Naturkatastrophen. Ende August waren bei einer verheerenden Sturzflut im Himalaya etwa 1.450 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 5.500 gelten weiterhin als vermisst. Als Auslöser gilt der Abbruch großer Mengen an Gletschereis und Felsgestein.

SpÀte Monsunphase mit hoher GefÀhrdung

Nepals Topografie verstĂ€rkt die Folgen extremer NiederschlĂ€ge: Steile HĂ€nge, enge FlusstĂ€ler und große Höhenunterschiede begĂŒnstigen Erdrutsche, Sturzfluten und die schnelle Unterbrechung von Straßen. Besonders abgelegene Bergregionen sind nach solchen Ereignissen schwer erreichbar, wĂ€hrend beschĂ€digte BrĂŒcken und Wege die Rettung und Versorgung zusĂ€tzlich erschweren.

Die aktuelle Katastrophe trifft ein Land, das noch mit den Folgen der verheerenden Sturzflut Ende August ringt. Damals starben im Himalaya nach den Angaben in der dpa-Meldung etwa 1.450 Menschen, mehr als 5.500 gelten weiterhin als vermisst. Die erneuten SchĂ€den an HĂ€usern, LandwirtschaftsflĂ€chen und Verkehrswegen verschĂ€rfen damit die Belastung fĂŒr Familien und lokale Behörden.

Folgen fĂŒr Bevölkerung und Tourismus

FĂŒr fast 1.200 betroffene Familien geht es kurzfristig um UnterkĂŒnfte, Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Versorgung. Gleichzeitig gefĂ€hrden Sperrungen von Trekkingrouten und die beschĂ€digte HĂ€ngebrĂŒcke im Distrikt Kanchanpur den Reiseverkehr und lokale Einkommen. Die Einstellung von Trekking- und KletteraktivitĂ€ten dient deshalb nicht nur dem Schutz von Touristen, sondern auch von BeschĂ€ftigten in den Bergregionen.

Dass sich das Wetter landesweit gebessert hat, beendet die Gefahren nicht sofort. Nach Starkregen können FlĂŒsse weiter anschwellen, HĂ€nge instabil bleiben und beschĂ€digte Infrastruktur nachgeben. Die Entwicklung im benachbarten nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh zeigt zudem, dass das Monsuntief grenzĂŒberschreitende Auswirkungen hatte.

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