Frankreich, Belgien

Nach Kunstraub im Louvre weist mögliche Spur nach Belgien

01.06.2026 - 18:34:31 | dpa.de

Neue Ermittlungen im Fall des Louvre-Raubs: Fotos auf Handys von festgenommenen Frachtdieben könnten eine Verbindung nach Belgien aufzeigen.

Weist nach dem Kunstraub im Louvre eine neue Spur nach Belgien? (Archivbild) - Bild: Dimitar Dilkoff/AFP/dpa
Weist nach dem Kunstraub im Louvre eine neue Spur nach Belgien? (Archivbild) - Bild: Dimitar Dilkoff/AFP/dpa

Nach dem spektakulĂ€ren Kunstraub im Pariser Louvre im vergangenen Oktober gibt es eine mögliche neue Spur nach Belgien. Belgische Fahnder sollen auf den Handys mehrerer festgenommener Diebe Fotos vom Inneren des Louvre und insbesondere der Galerie d’Apollon gefunden haben, wo es zu dem Raub kam, berichteten das Magazin «Paris Match» und die Zeitung «Le Parisien» unter Verweis auf die Justiz. Frankreich und Belgien hĂ€tten gemeinsame Ermittlungen angeschoben. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte die neuen Ermittlungen weder bestĂ€tigen noch dementieren.

Entdeckt wurden die Fotos auf den Handys von VerdÀchtigen aus Osteuropa, die sich auf FrachtdiebstÀhle spezialisiert haben, berichteten die Zeitungen. Die Auswertung der Fotos sei noch im Gange. Laut Justizkreisen solle die Untersuchung klÀren, ob es einen Zusammenhang zwischen den in Belgien festgesetzten Frachtdieben und den vier inzwischen in Frankreich inhaftierten TatverdÀchtigen gibt, denen es am 19. Oktober 2025 gelungen sein soll, in den Louvre einzudringen, um dort Kronjuwelen im Wert von schÀtzungsweise 88 Millionen Euro zu stehlen. Von der Beute fehlt nach wie vor jede Spur.

Einbrecher fuhren mit HebebĂŒhne vor

Die Tat hatte international Schlagzeilen gemacht und eine Debatte ĂŒber die Sicherheit des Museums ausgelöst. Die damalige Museumschefin trat inzwischen zurĂŒck. Die Maskierten hatten einen mit einer HebebĂŒhne ausgestatteten Lkw neben dem Museum geparkt. WĂ€hrend zwei der TĂ€ter auf Motorrollern an der Straße warteten, gelangten die anderen beiden mit der HebebĂŒhne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum, wo sie auch Personal bedrohten. Der ganze Coup dauerte nur wenige Minuten.

Bereits unmittelbar nach dem Einbruch in das Museum hatten die französischen Fahnder ihre belgischen Kollegen eingeschaltet in der Sorge, die gestohlenen Juwelen könnten auf dem Schwarzmarkt der Antwerpener DiamantenhĂ€ndler landen. Vermutlich wurde dort der Schmuck von Reality-TV-Star Kim Kardashian im Millionenwert verkauft, der ihr 2016 bei einem RaubĂŒberfall in Paris gestohlen wurde.

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