Oktober 2026 bringt Deutschland 36 Prozent mehr Regen
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 14:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWSOktober bringt regionale Regenunterschiede
- Der Deutsche Wetterdienst maß im Oktober bundesweit rund 76 Liter Niederschlag je Quadratmeter.
- Im Norden und Westen fiel teilweise dreimal so viel Regen wie im Osten.
- In Mehringen wurden am 1. Oktober 27,5 Grad erreicht, in Dippoldiswalde-Reinberg am 20. Oktober voraussichtlich minus 3,1 Grad.
DWD bilanziert Oktober mit Regen und Wärme
Der Oktober war in Deutschland der erste Monat seit Februar mit mehr Niederschlag als im langjährigen Vergleich. Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes fielen bundesweit rund 76 Liter Regen je Quadratmeter, wobei der Norden und Westen teilweise dreimal so viel erhielten wie der Osten.
36 Prozent mehr Regen als im Referenzmittel
Damit lag die Niederschlagsmenge im Oktober 2026 um 36 Prozent über dem Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Der DWD wertete dafür Daten von etwa 2.000 Messstationen in Deutschland aus.
Die Regenverteilung fiel regional sehr unterschiedlich aus. Während der Norden und Westen deutlich nasser waren, blieb der Osten vergleichsweise trocken.
Temperatur bleibt über dem langjährigen Mittel
Im Monatsmittel erreichte die Temperatur 10,6 Grad. Das waren 1,6 Grad mehr als der Vergleichswert aus den Jahren 1961 bis 1990.
Besonders mild waren die ersten Oktobertage, an denen mehrfach mehr als 20 Grad gemessen wurden. Den höchsten Wert registrierte der Wetterdienst am 1. Oktober mit 27,5 Grad in Mehringen in Sachsen-Anhalt.
Minus 3,1 Grad in Sachsen
Der voraussichtliche Tiefstwert des Monats wurde am 20. Oktober in Dippoldiswalde-Reinberg in Sachsen mit minus 3,1 Grad gemessen. Im Südosten wurde es vor allem nachts wegen fehlender Wolken teils deutlich kühler.
Achter sonniger Monat in Folge
Die Sonne schien im Oktober rund 122 Stunden. Davon entfielen bereits 80 Stunden auf die erste Monatshälfte.
Nach Angaben des Wetterdienstes war es damit der achte Monat in Folge, der sonniger ausfiel als im langjährigen Mittel.
Der Oktober 2026 markiert beim Niederschlag eine Unterbrechung der zuvor trockeneren Monatsbilanz. Mit 76 Litern pro Quadratmeter und 36 Prozent mehr Regen als im Referenzmittel von 1961 bis 1990 lag Deutschland erstmals seit Februar wieder über dem Vergleichswert.
Die bundesweite Zahl verdeckt allerdings starke regionale Unterschiede. Während der Norden und Westen teils deutlich mehr Regen erhielten, blieb es im Osten vergleichsweise trocken. Auch die Sonnenscheindauer war nicht gleichmäßig verteilt: Ein großer Teil der rund 122 Sonnenstunden entfiel bereits auf die erste Monatshälfte.
Unterschiede bleiben entscheidend
Für Böden, Flüsse und die Landwirtschaft zählt deshalb nicht allein der Deutschland-Mittelwert, sondern wann und wo der Regen fiel. Niederschläge können regionale Defizite nur begrenzt ausgleichen, wenn trockene Gebiete ausgespart bleiben oder Regen in kurzer Zeit konzentriert auftritt.
Die Temperaturbilanz ordnet den Monat zugleich in die längerfristige Erwärmung ein. Mit 10,6 Grad lag der Oktober 1,6 Grad über dem Referenzmittel. Besonders milde erste Oktobertage und ein Höchstwert von 27,5 Grad zeigen, dass ein nasserer Monat nicht automatisch ein kühler Herbstmonat war.
Ausblick auf den November
Für den Monatswechsel zeichnen aktuelle Wetterberichte eine kühlere und nebligere Wetterlage. In einigen Mittelgebirgen werden erste Schneeflocken erwartet, während die Niederschlagsentwicklung regional unterschiedlich bleiben dürfte. Für die Wasserbilanz Deutschlands ist damit weiterhin die Verteilung des Regens entscheidender als die bundesweite Monatssumme.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: „Zum November-Start macht sich der Winter breit“ (29.10.2026)
Der Beitrag habe den Oktober ebenfalls als überdurchschnittlich warm und in Teilen Deutschlands nasser als üblich eingeordnet. Anders als die dpa-Meldung richte er den Schwerpunkt auf die bevorstehende Abkühlung, Nebel und mögliche Schneeflocken in höheren Lagen.
Frankfurter Rundschau: „Datum für Wintereinbruch steht fest – bis minus 10 Grad und erster Schnee“ (29.10.2026)
Der Artikel habe den regional unterschiedlichen Oktoberregen bestätigt, den Schwerpunkt aber auf eine mögliche markante Abkühlung im November gelegt. Im Vergleich bleibt offen, wie sich die angekündigte kältere Wetterlage auf die regionale Niederschlagsverteilung auswirken wird.
Übereinstimmung besteht bei der warmen Oktoberbilanz und den regionalen Regenunterschieden. Die Beiträge setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Während die dpa-Meldung die vorläufige Monatsauswertung bündelt, betrachten die anderen Artikel vor allem die Wetterentwicklung zum Novemberbeginn.
