Das abendliche Glas Wein zum Stressabbau – warum genau das so schlecht für die Regeneration vieler Unternehmer ist
18.05.2026 - 10:40:03 | presseportal.de
Alkohol fühlt sich wie Entspannung an, verhindert aber genau die Prozesse, die Körper und Kopf wirklich runterfahren und regenerieren lassen. Nachfolgend erfahren Sie, warum gerade leistungsorientierte Menschen besonders sensibel auf solche Routinen reagieren und welche Alternativen wirklich beim Abschalten helfen.
Warum der gewohnte Feierabenddrink die Erholung beeinträchtigt
Für viele ist das Ritual fest verankert: Nach einem intensiven Arbeitstag kehrt Ruhe ein, Aufgaben sind erledigt, und ein Glas Wein signalisiert das Ende der beruflichen Anspannung. Diese Gewohnheit erfüllt zunächst ihren Zweck, denn sie reduziert subjektiv den Stress und erleichtert den Übergang in den Abend. Gleichzeitig entsteht jedoch ein Widerspruch zwischen empfundener Entspannung und tatsächlicher körperlicher Erholung.
Obwohl das Einschlafen oft schneller gelingt, verändert Alkohol die Schlafstruktur deutlich. Insbesondere die tiefen Schlafphasen, die für körperliche Regeneration und geistige Leistungsfähigkeit entscheidend sind, verkürzen sich. Zudem bleibt die Herzfrequenz länger erhöht, während der Schlaf insgesamt oberflächlicher verläuft. Infolgedessen sinkt die Qualität der nächtlichen Erholung, auch wenn das subjektive Empfinden zunächst etwas anderes nahelegt.
Weshalb Führungskräfte besonders sensibel reagieren
Die Auswirkungen fallen bei Unternehmern häufig stärker ins Gewicht, da sie unter dauerhaftem Leistungsdruck stehen. Verantwortung, Entscheidungsdichte und ständige Erreichbarkeit prägen den Alltag vieler Selbstständiger. Dadurch gerät der natürliche Rhythmus zwischen Aktivierung und Erholung zunehmend aus dem Gleichgewicht.
Normalerweise sinkt das Stresshormon Cortisol am Abend ab, während das schlaffördernde Melatonin ansteigt. Bei anhaltender Belastung bleibt dieser Wechsel jedoch gestört, sodass der Körper nicht mehr zuverlässig in den Ruhemodus übergeht. Alkohol überdeckt diesen Zustand kurzfristig, ohne ihn zu lösen. Stattdessen bindet er zusätzliche Ressourcen, da der Organismus mit dem Abbau beschäftigt ist.
Daraus ergibt sich eine Kette von Effekten: Die Regeneration bleibt unvollständig, die morgendliche Aktivierung fällt schwächer aus, und die Leistungsfähigkeit erreicht nicht das gewohnte Niveau. Um gegenzusteuern, greifen viele zu stimulierenden Mitteln wie Kaffee, was den Teufelskreis aber nur von vorne beginnen lässt.
Warum Entspannung nicht mit Betäubung gleichzusetzen ist
Ein zentraler Irrtum besteht darin, Abschalten mit tatsächlicher Erholung gleichzusetzen. Zwar vermittelt Alkohol ein Gefühl von Ruhe, doch dieses basiert auf einer Dämpfung des Nervensystems und nicht auf einer nachhaltigen Wiederherstellung von Energie.
Regeneration hingegen entsteht durch Prozesse, die gezielt Entlastung schaffen und gleichzeitig die natürlichen Rhythmen unterstützen. Dazu zählen regelmäßige Pausen, leichte körperliche Aktivität sowie bewusste mentale Distanz zum Arbeitsalltag. Diese Faktoren greifen jedoch nur dann, wenn der Körper nicht zusätzlich belastet wird.
Welche Maßnahmen die Erholung tatsächlich unterstützen
Wer den Abend gezielt zur Regeneration nutzen möchte, kann mit einfachen Anpassungen wirksame Effekte erzielen. So trägt gedimmtes, warmes Licht dazu bei, den Organismus auf Ruhe einzustellen, während helle Beleuchtung eher aktivierend wirkt. Ebenso hilfreich ist ein klar definiertes Ritual, das den Übergang vom Arbeitsmodus in die Freizeit markiert, etwa durch einen kurzen Spaziergang oder feste Abschlussroutinen.
Darüber hinaus lohnt es sich, in der letzten Stunde vor dem Schlafen auf intensive Reize zu verzichten. Digitale Inhalte, Nachrichten oder soziale Medien erhöhen die geistige Aktivität und erschweren das Abschalten. Stattdessen fördern ruhige Tätigkeiten eine stabilere Schlafvorbereitung.
Fazit: Regeneration als bewusste Entscheidung
Das Glas Wein am Abend wirkt auf den ersten Blick wie ein einfacher Weg zur Entspannung. Tatsächlich steht es jedoch häufig im Widerspruch zu den Anforderungen an nachhaltige Leistungsfähigkeit. Wer langfristig auf einem hohen Niveau arbeiten möchte, sollte Erholung nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv gestalten.
Dabei geht es weniger um Verzicht als um ein besseres Verständnis der eigenen Bedürfnisse. Denn erst wenn der Körper die Möglichkeit erhält, sich vollständig zu regenerieren, kann er die Grundlage für Konzentration, Belastbarkeit und klare Entscheidungen am nächsten Tag schaffen.
Ăśber Lea Feder:
Lea Feder ist Ärztin, Bioinformatikerin und Gründerin der JETZT Performance GmbH. Seit rund neun Jahren entwickelt sie medizinisch fundierte Konzepte für High-Performer und Unternehmer. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie über 2.000 Klientinnen und Klienten begleitet. Sie verbindet medizinische Expertise mit datenbasierter Analyse und Leistungssporterfahrung. Ihr Fokus liegt auf evidenzbasierten Systemen für nachhaltige Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Mehr Informationen auf: https://jetzt-performance.de/
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Ruben Schäfer
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