Pakistan: Schuldach in Peshawar stĂŒrzt ein â 28 SchĂŒler tot
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 09:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen fĂŒr Schule und Rettung
- Die Polizei nahm den EigentĂŒmer des dreistöckigen SchulgebĂ€udes fest.
- Mindestens sechs MĂ€dchen befanden sich unter den Todesopfern.
- Mehr als 40 Verletzte kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus der Stadt.
Schuleinsturz in Peshawar fordert zahlreiche Todesopfer
Beim Einsturz eines Schuldaches in Peshawar im Nordwesten Pakistans sind nach Angaben örtlicher Behörden mindestens 28 SchĂŒler und eine Lehrerin ums Leben gekommen. RettungskrĂ€fte befĂŒrchten, dass weitere Menschen unter den TrĂŒmmern liegen, und setzten die Bergungsarbeiten fort.
Kinder wĂ€hrend des Unterrichts verschĂŒttet
Die Kinder waren am frĂŒhen Morgen in ihren Klassenzimmern, als das Dach einstĂŒrzte. Die SchĂŒler waren bis zu zwölf Jahre alt; unter den Toten seien sechs MĂ€dchen, teilten die Behörden mit.
Mehr als 40 Menschen wurden teilweise schwer verletzt und in ein stÀdtisches Krankenhaus gebracht. Mehrere Kinder seien von Stahlstangen getroffen worden und befÀnden sich in kritischem Zustand.
RettungskrĂ€fte rĂ€umen TrĂŒmmer
Dutzende EinsatzkrĂ€fte arbeiteten mit schwerem GerĂ€t und UnterstĂŒtzung von Freiwilligen an der UnglĂŒcksstelle. Fernsehbilder zeigten Eltern, die durch die StraĂen liefen, sowie Krankenwagen, die verletzte Kinder in Kliniken brachten.
EigentĂŒmer festgenommen
Das eingestĂŒrzte GebĂ€ude hatte nach Polizeiangaben drei Etagen. Die Polizei nahm den EigentĂŒmer der Schule fest; die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes dauerten an.
Ersten Medienberichten zufolge könnten sich zum Zeitpunkt des Einsturzes mehr als 100 Kinder in der Schule aufgehalten haben. Eine offizielle BestÀtigung dieser Zahl lag zunÀchst nicht vor.
GebĂ€udeeinstĂŒrze als wiederkehrendes Problem
In Pakistan kommt es immer wieder zu GebĂ€udeeinstĂŒrzen. Als hĂ€ufige Ursachen gelten MĂ€ngel bei Sicherheitsstandards und der Einsatz minderwertiger Baumaterialien.
Erst im Juni waren in Lahore mehr als ein Dutzend Kinder ums Leben gekommen, als das Dach eines privaten Nachhilfeinstituts einstĂŒrzte. Teile des GebĂ€udes befanden sich Berichten zufolge noch im Bau.
Der Einsturz in Peshawar trifft eine Region, in der viele Familien auf private und staatliche Bildungseinrichtungen angewiesen sind. Dass Kinder wĂ€hrend des Unterrichts unter einem mehrstöckigen GebĂ€ude verschĂŒttet wurden, macht die bauliche Sicherheit von Schulen zum zentralen Problem des UnglĂŒcks.
Nach der dpa-Meldung sind die Ursachen zunĂ€chst ungeklĂ€rt. Die Festnahme des EigentĂŒmers bedeutet daher noch keine Feststellung persönlicher Schuld; sie steht zunĂ€chst im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen. Entscheidend wird sein, ob Behörden Bauzustand, Genehmigungen, Wartung und mögliche VerstöĂe gegen Sicherheitsvorgaben prĂŒfen.
BaumÀngel als wiederkehrendes Risiko
GebĂ€udeeinstĂŒrze sind in Pakistan wiederholt mit unzureichenden Sicherheitsstandards und minderwertigen Materialien in Verbindung gebracht worden. Der im dpa-Bericht erwĂ€hnte Einsturz eines Nachhilfeinstituts in Lahore im Juni zeigt, dass auch Bildungseinrichtungen auĂerhalb des regulĂ€ren Schulsystems betroffen sein können.
FĂŒr die betroffenen Familien steht zunĂ€chst die Rettung möglicher Ăberlebender und die Versorgung der Verletzten im Mittelpunkt. Politisch dĂŒrfte anschlieĂend die Frage an Gewicht gewinnen, wie regelmĂ€Ăig Schulen kontrolliert werden und wer fĂŒr die Sicherheit Ă€lterer oder nicht ordnungsgemÀà errichteter GebĂ€ude verantwortlich ist.
