Pha That Luang, Vientiane

Pha That Luang in Vientiane: Goldene Stupa und Herz von Laos

10.06.2026 - 15:04:11 | ad-hoc-news.de

Pha That Luang in Vientiane, Laos, gilt als heiligste Stupa des Landes und goldenes Wahrzeichen der Hauptstadt – warum sie Reisende aus Deutschland tief bewegt.

Pha That Luang, Vientiane, Reise
Pha That Luang, Vientiane, Reise

Wenn sich am späten Nachmittag die Sonne über Vientiane neigt, taucht sie die goldenen Terrassen von Pha That Luang („große, heilige Stupa“) in ein warmes Licht, das die ganze Umgebung zum Leuchten bringt. Wer zum ersten Mal vor diesem Symbol von Laos steht, spürt schnell: Hier geht es nicht nur um Architektur, sondern um Identität, Glauben und ein Stück Seele eines ganzen Landes.

Pha That Luang: Das ikonische Wahrzeichen von Vientiane

Pha That Luang ist die wohl bekannteste religiöse Stätte von Laos und das zentrale Wahrzeichen der Hauptstadt Vientiane. Die monumentale, goldfarbene Stupa erhebt sich leicht erhöht über der Stadt und ist schon von weitem sichtbar. Sie gilt als wichtigstes Nationalsymbol des Landes; eine stilisierte Darstellung ziert nicht zufällig das Wappen von Laos und zahlreiche offizielle Embleme. In Reiseführern wird Pha That Luang häufig als „spirituelles Herz von Laos“ beschrieben – und dieser Eindruck stellt sich für viele Besucherinnen und Besucher beim ersten Blick tatsächlich ein.

Für Reisende aus Deutschland wirkt Pha That Luang zunächst wie eine idealtypische buddhistische Stupa: eine gestufte, nach oben zulaufende Struktur, die gleichzeitig wuchtig und filigran erscheint. Die goldene Farbe, die im Tagesverlauf je nach Licht von mattgelb bis fast orange schimmert, schafft eine Atmosphäre, die sich schwer in Fotos einfangen lässt. Auf dem Gelände herrscht – trotz des touristischen Interesses – meist eine erstaunliche Ruhe. Neben der symbolischen Bedeutung als Nationalschatz ist Pha That Luang ein aktiver Kultort, an dem Mönche leben, beten und lehren.

Anders als viele historische Monumente Südostasiens ist Pha That Luang kein isoliertes Ruinenfeld, sondern eingebettet in ein lebendiges Stadtviertel von Vientiane. Straßenverkäufer bieten Blumen, Räucherstäbchen und einfache Snacks an, Familien kommen zum Spazieren, Jugendliche machen Selfies vor der Stupa. Wer hier Zeit verbringt, bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie eng Religion und Alltagsleben in Laos bis heute miteinander verwoben sind.

Geschichte und Bedeutung von Pha That Luang

Die Ursprünge von Pha That Luang sind historisch nicht bis ins Detail gesichert und werden von Legenden überlagert. Überliefert ist, dass der Stupa auf eine deutlich ältere religiöse Stätte zurückgeht. Lokale Traditionen berichten, dass an dieser Stelle bereits in frühbuddhistischer Zeit eine Reliquie des historischen Buddha – meist wird ein Brustbein genannt – aufbewahrt worden sein soll. Konkrete Jahreszahlen variieren in den Quellen; häufig wird das 3. Jahrhundert als mythischer Ursprung genannt, andere Hinweise verweisen auf spätere Jahrhunderte. Sicher ist: Pha That Luang entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Pilgerorte des Theravada-Buddhismus in Laos.

Die heute sichtbare Gestalt von Pha That Luang geht überwiegend auf das 16. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit war das laotische Königreich Lan Xang („Land der Millionen Elefanten“) eine bedeutende regionale Macht. Unter König Setthathirath, der Vientiane zur Hauptstadt machte, wurde Pha That Luang umfassend erneuert und als monumentale Stupa neu errichtet. Damit wurde der Ort zum sichtbaren Ausdruck des Anspruchs, ein eigenständiges buddhistisches Königreich mit eigener religiöser Tradition zu sein – vergleichbar damit, wie der Kölner Dom in Deutschland bis heute eine nationale Symbolkraft besitzt, die weit über seine Funktion als Kirche hinausgeht.

In den folgenden Jahrhunderten war Pha That Luang wiederholt Kriegen, Plünderungen und Zerstörungen ausgesetzt. Konflikte mit benachbarten Reichen, insbesondere aus Siam (dem heutigen Thailand), aber auch die Einbindung der Region in koloniale Interessensphären hinterließen Spuren. Immer wieder wurde der Stupa beschädigt, teilweise schwer verwüstet, und dann erneut aufgebaut oder restauriert. Diese Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau prägt bis heute die symbolische Bedeutung des Ortes: Pha That Luang gilt vielen Laoten als Sinnbild der Resilienz ihres Landes – ein Monument, das immer wieder neu entsteht.

In der französischen Kolonialzeit begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine stärker systematisierte Restaurierung, bei der Architekten und Archäologen versuchten, historische Formen zu rekonstruieren. Nach der Unabhängigkeit von Laos im 20. Jahrhundert wurde Pha That Luang als nationales Heiligtum gefestigt. Heute steht die Stupa sowohl für die buddhistische Tradition als auch für das Selbstverständnis des modernen laotischen Staates.

Die religiöse Bedeutung bleibt dabei zentral: Pha That Luang wird als wichtigste Stupa des Landes verehrt. Für gläubige Buddhisten in Laos ist sie ein Ort, an dem Verdienste gesammelt werden können – durch Gebet, das Darbringen von Blumen und Räucherstäbchen oder das Umrunden der Stupa im Uhrzeigersinn. Besonders zum jährlichen Pha-That-Luang-Fest, das üblicherweise im November während der Trockenzeit stattfindet, strömen Pilgerinnen und Pilger aus allen Landesteilen nach Vientiane, um hier zu beten, Opfergaben darzubringen und gemeinsame Zeremonien zu feiern.

Auch ohne detailliertes Vorwissen wird vielen europäischen Besucherinnen und Besuchern schnell klar, dass Pha That Luang für Laos eine ähnliche emotionale Rolle spielt wie bestimmte nationale Monumente in Europa: Es ist Erinnerungsort, religiöse Stätte, nationales Symbol und touristische Attraktion zugleich.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Pha That Luang ein eindrucksvolles Beispiel der laotischen Interpretation des buddhistischen Stupa-Motivs. Die Anlage besteht aus einer zentralen, groĂźen Stupa, die von mehreren Terrassenstufen getragen wird, sowie einem rechteckigen, von Galerien umgebenen Hof. Der Gesamteindruck ist geordnet und symmetrisch, gleichzeitig aber reich an dekorativen Details.

Die zentrale Stupa steigt aus einer massiven Basis in mehreren Etagen auf, bevor sie in eine schlanke, nach oben spitz zulaufende Spitze übergeht. Je nach Quelle und Zählweise werden unterschiedliche Höhenangaben gemacht; deutlich ist aber, dass Pha That Luang nicht zu den höchsten sakralen Bauwerken der Welt gehört, sondern seine Wirkung vor allem durch die Proportionen und die goldene Oberfläche entfaltet. Viele Reiseführer betonen, dass die Stupa nicht durch schiere Größe, sondern durch Harmonie beeindruckt.

Charakteristisch sind die zahlreichen kleineren Stupas, die die Terrassen und den Hofsaum ergänzen. Sie wirken wie ein Kranz aus Miniaturen, der die zentrale Stupa umfasst und ihre Bedeutung noch unterstreicht. Viele dieser Nebenelemente sind mit floralen Motiven, stilisierten Flammenornamenten und Symbolen des Theravada-Buddhismus verziert. In den Ecken und an den Zugängen finden sich oft Naga-Darstellungen – mythische Schlangenwesen, die in der Region als Schutzgeister gelten.

Die Goldfarbe von Pha That Luang ist eine der Hauptattraktionen. Sie stammt nicht aus massivem Gold, sondern aus Blattgold beziehungsweise goldfarbener Beschichtung, die regelmäßig erneuert wird. Für Reisende aus Europa ist es wichtig, die Symbolik zu verstehen: Gold steht im buddhistischen Kontext unter anderem für Reinheit, Erleuchtung und die Kostbarkeit des Dharma (der Lehre Buddhas). Die goldene Stupa ist damit eine visuelle Metapher für den Weg zur Erleuchtung – strahlend, wertvoll und doch der Vergänglichkeit unterworfen, da die Oberfläche regelmäßig ausgebessert werden muss.

Rund um die Stupa befinden sich mehrere Tempelgebäude und Viharns (Gebetshallen), in denen Buddha-Statuen, Wandmalereien und Opfergaben zu sehen sind. Die Bildsprache ist für Mitteleuropäer nicht immer auf den ersten Blick zu entschlüsseln: Szenen aus dem Leben des historischen Buddha Siddhartha Gautama, Darstellungen früherer Buddhas, Jataka-Erzählungen (Geschichten über frühere Existenzen des Buddha) und Motive aus der laotischen Geschichte gehen ineinander über. Kunsthistoriker betonen, dass sich hier ein eigenständiger laotischer Stil zeigt, der zwar von Nachbarregionen beeinflusst ist, aber typische Elemente wie bestimmte Kopfformen und Faltenwürfe bei Buddha-Figuren entwickelt hat.

Interessant ist auch die städtebauliche Einbindung: Pha That Luang liegt etwas außerhalb des unmittelbaren Zentrums von Vientiane, aber doch in gut erreichbarer Nähe. Breite Zufahrtsstraßen, flankiert von Verwaltungsbauten und modernen Anlagen, führen auf das Areal zu. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen traditioneller Sakralarchitektur und der heutigen laotischen Hauptstadt, die sich schrittweise modernisiert.

Ein besonderes Erlebnis sind die Lichtstimmungen im Tagesverlauf. Am Vormittag wirkt die Stupa oft klar und fast kühl golden, am Nachmittag entwickeln sich warme, tiefe Töne, während kurz vor Sonnenuntergang die Konturen besonders plastisch hervortreten. Viele Reisefotografinnen und -fotografen empfehlen, mindestens zwei Tageszeiten einzuplanen, um die Veränderungen zu erleben.

Pha That Luang besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Pha That Luang meist Teil einer Reise durch Laos oder einer Kombination mit anderen Zielen in Südostasien. Die Stupa lässt sich jedoch auch als Schwerpunkt einer Städtereise nach Vientiane integrieren. Im Folgenden finden sich praktische Hinweise, die auf die Bedürfnisse eines deutschsprachigen Publikums zugeschnitten sind.

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Pha That Luang befindet sich in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, im Binnenland Südostasiens. Die Anlage liegt im östlichen Stadtgebiet, einige Kilometer vom Mekong-Ufer entfernt. Von der Innenstadt Vientianes aus ist die Stupa mit Taxi, Tuk-Tuk oder motorisierten Dreirädern gut erreichbar; je nach Verkehr dauert die Fahrt etwa 10–20 Minuten.
    Direkte Linienflüge von Deutschland nach Vientiane gibt es in der Regel nicht. Üblich ist eine Anreise mit Umstieg über große internationale Drehkreuze wie Bangkok, Hanoi, Kuala Lumpur, Singapur oder Seoul. Von Frankfurt, München oder Berlin beträgt die reine Flugzeit – je nach Route – meist zwischen 11 und 14 Stunden, hinzu kommen Umsteigezeiten. Vientiane verfügt mit dem Wattay International Airport über einen internationalen Flughafen, von dem aus die Innenstadt in etwa 15–30 Minuten Fahrzeit erreichbar ist. Zeitlos sinnvoll ist, bei der Buchung auf verlässliche Umsteigezeiten und gegebenenfalls notwendige Transitbestimmungen zu achten.
  • Ă–ffnungszeiten
    Offizielle Angaben zu den Öffnungszeiten variieren leicht in den Details. Häufig genannte Zeitfenster umfassen grob den Vormittag und den frühen bis späten Nachmittag. Da es in Südostasien zu gelegentlichen Anpassungen kommen kann – etwa an Feiertagen, zu Renovierungsarbeiten oder bei besonderen Veranstaltungen – sollten aktuelle Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch direkt bei Pha That Luang, über lokale Tourismusinformationen in Vientiane oder bei der örtlichen Unterkunft geprüft werden. Formulierungen wie „vormittags und nachmittags geöffnet“ bleiben als zeitlose Orientierung sinnvoll, ersetzen aber keine tagesaktuellen Auskünfte.
  • Eintritt
    Pha That Luang ist eine wichtige religiöse Stätte, zugleich aber auch eine touristisch erschlossene Sehenswürdigkeit. In vielen Reisebeschreibungen wird eine moderate Eintrittsgebühr erwähnt, die meist im Bereich weniger Euro liegt und vor Ort in der laotischen Währung Kip zu zahlen ist. Da Gebührenstrukturen sich ändern können, ist es ratsam, einige Bargeldreserven in lokaler Währung mitzuführen. Zur Orientierung: Die Summen bewegen sich typischerweise im Bereich eines einfachen Mittagessens in einem lokalen Restaurant, also deutlich unter 10 €. Konkrete Beträge sollten kurz vor der Reise über aktuelle Quellen oder die Unterkunft vor Ort abgefragt werden.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Vientiane ist tropisch mit einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit. Für einen Besuch von Pha That Luang empfiehlt sich in der Regel die Trockenzeit von etwa November bis Februar, wenn die Temperaturen – für lokale Verhältnisse – etwas milder sind und die Luftfeuchtigkeit geringer ist. In den heißesten Monaten kann es tagsüber deutlich über 30 °C werden, was längere Aufenthalte in der Sonne anstrengend macht.
    Für das Fotografieren und die Atmosphäre sind die frühen Morgenstunden sowie der späte Nachmittag besonders attraktiv. Dann ist das Licht weicher, die Temperaturen sind etwas niedriger, und die goldene Oberfläche der Stupa entfaltet ihre volle Wirkung. Rund um religiöse Feste, insbesondere während des Pha-That-Luang-Festivals im November, ist mit mehr Andrang zu rechnen; dafür erlebt man die Anlage in intensiver, lebendiger Atmosphäre mit Prozessionen und Ritualen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung, Fotografieren
    In Laos sind Lao (laotisch) die Amtssprache, daneben werden je nach Region verschiedene Minderheitensprachen gesprochen. In Vientiane, speziell in touristischen Einrichtungen, Hotels und bei jüngeren Menschen, ist Englisch relativ verbreitet. Deutschkenntnisse sind selten, grundlegende Kommunikation in Englisch funktioniert jedoch in der Regel ausreichend. Ein paar einfache laotische Höflichkeitsfloskeln – etwa ein Gruß oder ein Dankeschön – werden von der lokalen Bevölkerung sehr geschätzt.
    Bei der Zahlung ist die Landeswährung Kip üblich. Kreditkarten werden in größeren Hotels, besseren Restaurants und manchen Geschäften akzeptiert, bei kleineren Anbietern, Märkten, Tuk-Tuk-Fahrern oder beim Eintritt zu Sehenswürdigkeiten ist Bargeld jedoch unverzichtbar. Deutsche Girokarten werden nicht überall akzeptiert, internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) haben deutlich bessere Chancen. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Laos weniger flächendeckend verbreitet als in Westeuropa; daher ist eine physische Karte sinnvoll.
    Trinkgeld ist in Laos nicht in allen Bereichen fest institutionalisiert, aber im touristischen Kontext etabliert. In einfacheren Lokalen wird Trinkgeld nicht zwingend erwartet, in Hotels, bei geführten Touren oder nach Fahrten mit privatem Fahrer sind kleine Anerkennungen üblich. Richtwerte können sich an regionalen Empfehlungen orientieren, etwa einige Prozent der Rechnung oder ein kleiner fester Betrag bei Dienstleitungen, der für lokale Verhältnisse spürbar, aber nicht überzogen ist.
    Als religiöser Ort erfordert Pha That Luang eine respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, besonders beim Betreten von Tempelgebäuden. Leichte, lange Kleidung ist bei tropischem Klima ohnehin praktisch und schützt zusätzlich vor Sonne. Schuhe sind beim Betreten von Tempelhallen auszuziehen; vor der Stupa selbst bewegt man sich meist auf dem Außenareal, wo Schuhe getragen werden können, es sei denn, lokale Hinweise verlangen etwas anderes.
    Fotografieren ist im Außenbereich verbreitet und wird von vielen Gläubigen und Touristinnen genutzt. In Innenräumen, insbesondere bei Buddha-Statuen, sollte auf Hinweisschilder geachtet werden; gelegentlich ist das Fotografieren untersagt oder nur ohne Blitz erlaubt. Aus Rücksicht sollten betende Menschen nicht aufdringlich fotografiert werden. Drohnenflüge sind in vielen Ländern Südostasiens an Auflagen gebunden; vor dem Einsatz ist eine sorgfältige Prüfung lokaler Bestimmungen und gegebenenfalls eine Genehmigung erforderlich.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürger können sich Einreisebestimmungen nach Laos ändern, etwa in Bezug auf Visumspflicht, eVisa-Regelungen, Gültigkeit von Reisedokumenten oder Impfanforderungen. Daher sollten aktuelle Hinweise und offizielle Regelungen grundsätzlich beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de geprüft werden. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheit, Gesundheit und Verhaltensempfehlungen.
    Laos liegt in einer anderen Klimazone als Deutschland; entsprechende Reiseimpfberatungen – idealerweise einige Wochen vor Abreise – sind empfehlenswert. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung, die auch Rücktransport einschließt, ist bei Reisen außerhalb der EU grundsätzlich sinnvoll. In Vientiane gibt es medizinische Einrichtungen, das Niveau und die Verfügbarkeit können aber von europäischen Standards abweichen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Laos liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT). Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) besteht ein Zeitunterschied von mehreren Stunden; während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) ist die Zeitverschiebung üblicherweise etwas geringer. Die genauen Differenzen können sich durch saisonale Zeitumstellungen in Europa verändern, da Laos selbst keine Sommerzeit kennt. Reisende sollten vor Abflug die aktuelle Zeitdifferenz, etwa über Fluggesellschaften oder seriöse Zeitdienste, überprüfen, um Ankunft, Transfers und Kommunikationszeiten mit Deutschland sicher zu planen.

Warum Pha That Luang auf jede Vientiane-Reise gehört

Wer nach Vientiane reist, kommt kaum an Pha That Luang vorbei – und sollte es auch nicht wollen. Die Stupa verbindet auf eindrucksvolle Weise das religiöse, historische und politische Selbstverständnis von Laos. Anders als hektische Metropolen in der Region präsentiert sich Vientiane relativ ruhig, fast provinziell. In diesem Kontext wirkt Pha That Luang wie ein majestätischer Fixpunkt, der dem Stadtraum Orientierung und Tiefe verleiht.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch mehrere Ebenen der Erfahrung. Da ist zunächst das sinnliche Erlebnis: das warme Licht auf der goldenen Oberfläche, der Duft von Räucherstäbchen, das leise Murmeln von Gebeten und Mantras, die Bewegung von Mönchen in safranfarbenen Roben. Dann die intellektuelle Ebene: Pha That Luang erzählt von der Geschichte eines kleinen Landes, das zwischen größeren Nachbarn seinen Weg gesucht hat und noch immer sucht. Schließlich die persönliche Ebene: Viele Besucherinnen und Besucher berichten davon, dass sie hier Momente der inneren Ruhe finden – trotz oder gerade wegen der Vielfalt äußerer Eindrücke.

In der unmittelbaren Umgebung von Pha That Luang liegen weitere Sehenswürdigkeiten, die sich gut kombinieren lassen. Neben Tempelanlagen und Klöstern finden sich Regierungsgebäude und Monumente, etwa Gedenkstätten aus unterschiedlichen Phasen der laotischen Geschichte. Somit lässt sich ein Besuch des Areals zu einem halbtägigen oder ganztägigen Programm ausbauen, das religiöse, historische und politische Perspektiven verbindet.

Reiseführer wie GEO Saison oder Merian, ebenso wie internationale Medien mit Südostasien-Schwerpunkt, heben immer wieder hervor, dass Pha That Luang einer der authentischsten Orte ist, um den Theravada-Buddhismus in Laos zu erleben. Anders als in stark kommerzialisierten Tourismuszentren mancher Nachbarländer wirkt die Stimmung hier oft weniger inszeniert. Natürlich sind Souvenirstände und touristische Dienstleistungen vorhanden, doch das Leben der Gläubigen spielt sich spürbar nach eigenen Regeln ab.

Für kulturinteressierte Reisende aus der DACH-Region ist Pha That Luang zudem eine ideale Einstiegserfahrung, um die laotische Variante des Buddhismus zu verstehen. Während in Thailand oder Kambodscha andere Stile dominieren, zeigt sich hier eine eigenständige Ästhetik, die sich an der Architektur, an Wandmalereien und an der Ikonografie von Buddha-Statuen erkennen lässt. Wer sich Zeit nimmt, nicht nur zu fotografieren, sondern auch zu beobachten, wird viele kleine Details entdecken, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

Pha That Luang in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Auch wenn Pha That Luang ein traditioneller Sakralbau ist, hat er längst einen festen Platz in der digitalen Bilderwelt. Auf Social-Media-Plattformen tauchen immer wieder Fotos von Sonnenuntergängen, Detailaufnahmen goldener Ornamente und kurze Clips von Festen und Prozessionen auf. Viele Reisende teilen ihre Eindrücke direkt aus Vientiane und tragen dazu bei, das Bild von Laos in der internationalen Öffentlichkeit zu prägen. Wer seinen Besuch vorbereitet, kann sich etwa über YouTube, Instagram oder TikTok visuell inspirieren lassen – und zugleich ein Gefühl dafür entwickeln, welche Perspektiven vor Ort besonders beliebt sind.

Häufige Fragen zu Pha That Luang

Wo liegt Pha That Luang genau?

Pha That Luang befindet sich in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, östlich des Stadtzentrums. Die Stupa liegt in einem eigenen Tempelareal, das mit Taxi oder Tuk-Tuk in etwa 10–20 Minuten von der Innenstadt aus erreichbar ist.

Wie alt ist Pha That Luang?

Die heute sichtbare Form von Pha That Luang geht überwiegend auf das 16. Jahrhundert zurück, als König Setthathirath Vientiane zur Hauptstadt des laotischen Königreichs machte. Ältere religiöse Traditionen an diesem Ort reichen jedoch deutlich weiter zurück, werden aber von Legenden und widersprüchlichen Datierungen überlagert.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr einen Besuch von Pha That Luang einplanen?

Für einen ersten Besuch sollten mindestens ein bis zwei Stunden eingeplant werden, um die Stupa, die umliegenden Tempelgebäude und die Atmosphäre in Ruhe zu erleben. Wer fotografieren, Details studieren oder sich länger mit der Geschichte und religiösen Bedeutung beschäftigen möchte, kann leicht einen halben Tag auf dem Gelände und in der Umgebung verbringen.

Was macht Pha That Luang so besonders im Vergleich zu anderen Tempeln in Laos?

Pha That Luang ist die bedeutendste Stupa des Landes und nationales Symbol von Laos. Die Kombination aus goldener Architektur, historischer Bedeutung, religiöser Funktion und politischer Symbolik macht sie zu einem einzigartigen Ort, der im Vergleich zu anderen Tempeln eine herausgehobene Stellung einnimmt.

Wann ist die beste Jahreszeit, Pha That Luang zu besuchen?

Die angenehmste Reisezeit für Vientiane und Pha That Luang ist in der Regel die Trockenzeit von etwa November bis Februar, wenn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit etwas niedriger sind. Besonders stimmungsvoll sind Besuche am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht die goldene Stupa besonders intensiv erscheinen lässt.

Mehr zu Pha That Luang auf AD HOC NEWS

de | unterhaltung | 69514457 |