Aus Sicherheitsgründen: Harry und Meghan lassen Archie und Lilibet erneut die Schule wechseln
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 06:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben ihre Kinder Archie und Lilibet kurz nach Schulbeginn an eine andere Schule wechseln lassen, weil der tägliche Schulweg nach Einschätzung ihres Sicherheitsteams zu riskant war.
Schulweg wird zum Sicherheitsproblem
Nach übereinstimmenden Medienberichten sah sich das Paar bereits wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres zu dem Schritt gezwungen. Die Entscheidung sei auf Anraten privater Leibwächter gefallen, wie ein Sprecher der Familie den Magazinen „Hello!“ und „People“ sagte. Archie (7) und Lilibet (5) sollen ihre neuen Mitschüler nur zwei Tage erlebt haben, bevor die Eltern gehandelt haben.
Probleme im Berufsverkehr und lange Strecke
Nicht die Schule selbst galt demnach als Problem, sondern die lange Fahrstrecke und die tägliche Pendelei im Berufsverkehr. Erst nach Ferienende habe die Praxis gezeigt, dass sich der Schulweg als Sicherheitsrisiko entpuppte. Das Sicherheitsteam hatte zuvor zwar das Schulgelände erkundet, stieß jedoch später mindestens einmal auf Schwierigkeiten, dem Auto mit beiden Kindern im Konvoi zu folgen. Im stehenden Verkehr sei ausreichender Schutz kaum zu gewährleisten, weil feste Streckenroutinen leicht ausgenutzt werden könnten.
Schnuppertag an neuer Schule absolviert
Archie und Lilibet sollen bereits einen Schnuppertag an einer anderen Schule in der Umgebung absolviert haben. Harry sei dabei auf dem Campus gesehen worden, zudem seien der Herzog und die Herzogin von Sussex nach diesen Berichten in eine Elterngruppe auf WhatsApp aufgenommen worden. Details zur neuen Schule wurden nicht öffentlich gemacht.
Rückkehr nach Großbritannien und neue Spannungen
Die Familie war erst Ende August aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt und soll sich in der Landschaftsregion Cotswolds westlich von London niedergelassen haben. Offiziell bestätigt wurde der genaue Wohnort bislang nicht. Ein von Meghan veröffentlichtes Video auf Instagram zeigt jedoch Szenen mit Kindern beim Angeln, Spaziergängen und Radtouren, die eine ländliche Umgebung nahelegen.
Belastetes Verhältnis zu den Royals
Harry und Meghan hatten sich Anfang 2020 aus dem engeren Kreis der Königsfamilie zurückgezogen und anschließend im US-Bundesstaat Kalifornien gelebt. Das Verhältnis zu den übrigen Royals gilt seitdem als belastet. Während es mit König Charles teilweise eine Annäherung gab, bleiben insbesondere die Beziehungen zu Prinz William als schwierig beschrieben.
Debatte um Status und staatlichen Schutz
Zuletzt ließ der Palast mitteilen, dass Harry und Meghan weiterhin keine „working royals“ sind und keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus übernehmen. Aus dem Umfeld des Paares hieß es, sie seien von der Nachricht überrascht gewesen, was auf erneute Spannungen schließen lässt. Zugleich befasst sich ein Gremium mit der Frage, ob dem Paar in Großbritannien polizeilicher Personenschutz zusteht. Das Ergebnis dieser Prüfung soll laut britischen Berichten in Kürze veröffentlicht werden und darüber entscheiden, ob die öffentlichen Kosten für den Schutz der Familie steigen oder begrenzt bleiben.
Royale Sicherheitsdebatte und Alltag der Sussex-Familie
Der erzwungene Schulwechsel von Archie und Lilibet macht sichtbar, wie stark Sicherheitsfragen den Alltag der Familie Sussex prägen. Die Entscheidung gegen eine Schule mit längerer Pendelstrecke zeigt, dass Personenschutz nicht nur große Auftritte betrifft, sondern ganz praktische Fragen wie den morgendlichen Weg zur Schule. Die geschilderten Probleme im dichten Berufsverkehr illustrieren, wie leicht Routinen zu Angriffspunkten werden können, wenn eine Familie dauerhaft im Fokus der Öffentlichkeit steht.
Konfliktlinie zwischen Privatleben und Staatsrolle
Zugleich berührt der Vorgang eine grundlegende Konfliktlinie: Harry und Meghan bewegen sich zwischen einem bürgerlicheren Leben und ihrer historischen Rolle als Teil des Königshauses. Dass sie offiziell keine „working royals“ sind, aber dennoch weiterhin prominente Figuren des öffentlichen Lebens bleiben, macht die Frage des Schutzstatus besonders heikel. Der Schulwechsel fügt sich in diese Gemengelage ein, weil er verdeutlicht, dass die Familie zwar mehr Eigenständigkeit anstrebt, jedoch weiterhin auf professionellen Schutz und damit auf klare Zuständigkeiten angewiesen bleibt.
Personenschutz als politisches und finanzielles Thema
Die parallel laufende Prüfung des Gremiums zum möglichen Anspruch auf polizeilichen Personenschutz gibt dem Fall zusätzliche politische Brisanz. Für Leserinnen und Leser in Großbritannien wie auch in anderen Ländern steht dahinter die Frage, wie weit der Staat für den Schutz prominenter, aber nicht aktiv amtierender Royals verantwortlich sein soll. Der nun publik gewordene Schulwechsel der Kinder unterstreicht, dass die Entscheidung des Gremiums konkrete Folgen für den Alltag einer Familie haben kann – von der Wahl der Wohnregion bis zur Auswahl der Schule.
