Puma-Sichtung, Oberding

Puma nahe Münchner Flughafen: Wärmebildkamera findet keine neue Spur

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 06:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach der Sichtung eines mutmaßlichen Pumas nahe dem Münchner Flughafen blieb auch die nächtliche Suche mit Wärmebildtechnik ohne neue Hinweise. Die Polizei hatte das Notzingermoos zuvor mit Hubschrauber, Drohnen und Einsatzkräften abgesucht.

  • Etliche Polizisten suchten in dem Naturschutzgebiet nach Spuren einer Großkatze, zunächst vergeblich. - Bild: Felix Kirberg/dpa
    Etliche Polizisten suchten in dem Naturschutzgebiet nach Spuren einer Großkatze, zunächst vergeblich. - Bild: Felix Kirberg/dpa
  • Die mutmaßliche Raubkatze wurde laut Landratsamt in einem Naturschutzgebiet in der Nähe des Münchner Flughafens gesehen. - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Die mutmaßliche Raubkatze wurde laut Landratsamt in einem Naturschutzgebiet in der Nähe des Münchner Flughafens gesehen. - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • In der Nacht auf Donnerstag soll mit einer Drohne weitergesucht werden. - Bild: Felix Kirberg/dpa
    In der Nacht auf Donnerstag soll mit einer Drohne weitergesucht werden. - Bild: Felix Kirberg/dpa
Etliche Polizisten suchten in dem Naturschutzgebiet nach Spuren einer Großkatze, zunächst vergeblich. - Bild: Felix Kirberg/dpa Die mutmaßliche Raubkatze wurde laut Landratsamt in einem Naturschutzgebiet in der Nähe des Münchner Flughafens gesehen. - Bild: Peter Kneffel/dpa In der Nacht auf Donnerstag soll mit einer Drohne weitergesucht werden. - Bild: Felix Kirberg/dpa

Die Suche nach einem mutmaßlichen Puma nahe dem Münchner Flughafen hat auch mit Wärmebildtechnik keine neue Spur ergeben.

Wärmebildkamera bringt keinen Hinweis

In der Nacht wurde das Gebiet im Notzingermoos in der oberbayerischen Gemeinde Oberding aus der Luft mit einer Wärmebildkamera abgesucht. Eine Polizeisprecherin erklärte am Morgen, die Spezialtechnik habe keine neue Erkenntnis gebracht.

Zuvor hatten Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet im Landkreis Erding am Mittwoch mit einem Hubschrauber, Drohnen und Suchmannschaften am Boden durchkämmt. Die personelle Suche wurde bei Einbruch der Dunkelheit gegen 19 Uhr beendet.

Tierart weiter nicht geklärt

Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach der Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt.

Das Landratsamt betonte jedoch, die Tierart sei weiterhin unklar. Die Bilder würden weiter analysiert. Auch woher das Tier stammen könnte, ist bislang unbekannt.

Vorsicht statt Eigeninitiative

Eine bestätigte Puma-Sichtung liegt weiterhin nicht vor; die Behörden untersuchen zunächst, um welche Tierart es sich handelt. Für Anwohner und Spaziergänger ist die praktische Konsequenz dennoch klar: Ein möglicherweise großes Raubtier sollte nicht verfolgt oder bedrängt werden. Hunde sollten angeleint bleiben, Kinder in dem betroffenen Gebiet nicht unbeaufsichtigt spielen.

Das Notzingermoos liegt in der Gemeinde Oberding im Landkreis Erding und damit nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt. Die Nähe zu Verkehrswegen, Siedlungen und einem stark frequentierten Erholungsraum erhöht die Bedeutung einer schnellen Lageeinschätzung. Wärmebildtechnik, Drohnen und Suchmannschaften können dabei helfen, ein Tier in dem weitläufigen Gelände aufzuspüren; ihr erfolgloser Einsatz liefert aber keinen Nachweis darüber, ob dort tatsächlich eine Großkatze unterwegs ist.

Unklare Herkunft, begrenzte Aussagekraft der Bilder

Falls sich der Verdacht bestätigen sollte, wäre anschließend vor allem die Herkunft des Tieres zu klären. Von einem Halter oder einem konkreten Ausbruchsort ist bislang nichts bekannt. Die weitere Auswertung der Aufnahmen und mögliche neue Sichtungen dürften deshalb entscheidend sein. Ähnliche Raubtiersuchen in Deutschland haben in der Vergangenheit gezeigt, dass einzelne Bilder und Beobachtungen Fehlinterpretationen nicht ausschließen. Bis zu einer eindeutigen Identifizierung bleibt daher eine vorsichtige, aber verhältnismäßige Reaktion angezeigt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Puma gesichtet? Warnung vor Raubkatze nahe Flughafen München“ (07.10.2026)

Der Bericht bestätige die Sichtung im Notzinger Moos und die Suche mit Hubschrauber, Drohnen und Einsatzkräften. Er setze einen zusätzlichen Schwerpunkt auf frühere Fälle vermeintlicher Raubtiere in Deutschland und gebe den Rat der Kreisjägerschaft wieder, nicht selbst nach dem Tier zu suchen; offen bleibe weiterhin die genaue Tierart.

Euronews: „Polizei sucht mit Drohnen: Mutmaßlicher Puma macht Bayern unsicher“ (07.10.2026)

Der Artikel schildere ebenfalls die erfolglose Suche und die Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung. Anders als der aktuelle Stand der dpa-Meldung richte er den Blick zusätzlich auf eine Forderung der Tierschutzorganisation PETA nach strengeren Regeln für die Haltung von Wildtieren; die Identität und Herkunft des Tieres seien auch dort ungeklärt.

Beide Beiträge stimmten darin überein, dass Behörden bislang keine belastbare Spur gefunden hätten und die Bevölkerung Abstand halten solle. Unterschiede lägen vor allem in der Gewichtung: Der BR ordne vergleichbare Fehlalarme ein, während Euronews die Debatte über Wildtierhaltung aufgreife.

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