Rhodos, Kreta

Rhodos: Blitz tötet deutsche Urlauberin – Unwetter setzen Ägäis unter Wasser

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 16:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine 58-jährige deutsche Urlauberin ist auf Rhodos von einem Blitz getroffen und getötet worden. Auf Kreta starb zudem ein Hirte in den Wassermassen, während Starkregen, Überschwemmungen und heftige Winde den Reiseverkehr behindern.

  • Auf Kreta führen Unwetter zu Überschwemmungen und Straßenschäden. - Bild: InTime News/AP/dpa
    Auf Kreta führen Unwetter zu Überschwemmungen und Straßenschäden. - Bild: InTime News/AP/dpa
  • Das Hochwasser überschwemmt ein Geschäft nahe Heraklion auf Kreta. - Bild: InTime News/AP/dpa
    Das Hochwasser überschwemmt ein Geschäft nahe Heraklion auf Kreta. - Bild: InTime News/AP/dpa
Auf Kreta führen Unwetter zu Überschwemmungen und Straßenschäden. - Bild: InTime News/AP/dpa Das Hochwasser überschwemmt ein Geschäft nahe Heraklion auf Kreta. - Bild: InTime News/AP/dpa

Eine 58-jährige deutsche Urlauberin ist auf der griechischen Insel Rhodos von einem Blitz getroffen und getötet worden; auf Kreta kam bei heftigen Unwettern ebenfalls ein Mensch ums Leben.

Blitzschlag am Strand von Rhodos

Das Unglück ereignete sich in der Gegend von Lindos im Süden der Insel. Die Frau war mit ihrem Ehemann im Urlaub und hatte zuvor im Meer gebadet.

Als das Paar anschließend am Strand entlangging, traf der Blitz die 58-Jährige. Sie verlor das Bewusstsein und hatte beim Eintreffen des Rettungsdienstes keinen Puls. Ihr Ehemann wurde leicht verletzt.

Todesfall im Bergland von Kreta

Auf Kreta wurde unterdessen ein Hirte im gebirgigen Hinterland von Wassermassen erfasst und ertrank. Die Unwetter sorgten auf der Insel und weiteren Ägäis-Inseln für Überschwemmungen, zerstörte Straßen und Brücken sowie ins Meer gespülte Autos.

Bei Rethymno wurden innerhalb von 24 Stunden rund 500 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen. Der Boden ist vielerorts gesättigt, weshalb der Zivilschutz vor weiteren Überschwemmungen und Erdrutschen warnt.

Fähren bleiben in den Häfen

Der griechische Wetterdienst erwartet bis Sonntag weitere heftige Regenfälle und Gewitter. Ein Meteorologe warnte im griechischen Rundfunk, die Gefahr sei noch nicht vorbei.

Auch der Fährverkehr ist teilweise beeinträchtigt. Die meisten Fähren blieben am Freitag wegen starker Winde in den Häfen; in der Ägäis wurden Böen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf Kreta gilt weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft.

Extremregen trifft auf gesättigte Böden

Die Unwetterlage betrifft nicht nur einzelne Küstenorte, sondern mehrere Regionen Kretas und Inseln der Ägäis. Besonders kritisch ist, dass große Regenmengen in kurzer Zeit auf bereits durchnässte Böden treffen. Dadurch kann Wasser kaum versickern und fließt schnell oberirdisch ab.

Für Einwohner und Urlauber steigen damit mehrere Risiken gleichzeitig: überflutete Straßen, Erdrutsche, abbrechende Brücken und gefährliche Strömungen in Schluchten und Bächen. Die Behörden haben deshalb auf Kreta den Zugang zu besonders gefährdeten Gebieten eingeschränkt und vor unnötigen Fahrten gewarnt. Auch Schulen wurden vorsorglich geschlossen.

Folgen für den Reiseverkehr

Die Beeinträchtigungen reichen über einzelne Unfälle hinaus. Wenn Straßenverbindungen unterbrochen sind, Strom ausfällt und Fähren wegen starker Winde in den Häfen bleiben, erschwert das sowohl die Versorgung als auch die Rettungseinsätze. Für Reisende bedeutet die Wetterlage, dass Ausflüge, Wanderungen und Fahrten kurzfristig ausfallen können.

Die Prognose verlängert die Gefahrenphase: Heftiger Regen und Gewitter sollen bis Sonntag wiederholt auftreten. Besonders wichtig bleibt deshalb, Sperrungen und Warnungen der örtlichen Behörden zu beachten und überflutete Straßen oder Bäche nicht zu durchqueren.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Tagesspiegel: „Starkregen über griechischen Urlaubsinseln: 79?Jähriger tot in Schlucht auf Kreta gefunden“ (02.10.2026)

Der Bericht bestätige die tödlichen Folgen des Unwetters auf Kreta und hebe hervor, ein 79-jähriger Hirte sei in einer Schlucht gefunden worden. Anders als die dpa-Meldung, die von einem ertrunkenen Hirten berichtet, konzentriere sich der Artikel auf die Such- und Rettungslage, die gemessenen Regenmengen und die Auswirkungen auf Straßen und Fährverkehr.

Euronews: „Notstand auf Kreta - Überschwemmungen, Erdrutsche und Stromausfälle“ (02.10.2026)

Der Bericht bestätige die anhaltende Notlage auf Kreta und beschreibe zusätzlich überflutete Häuser, beschädigte Verkehrswege, Stromausfälle sowie ein vorbeugendes Verkehrsverbot in Hochrisikogebieten. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf die Einsatzmaßnahmen und die Verstärkung der Feuerwehr; der tödliche Blitzschlag auf Rhodos stehe dort nicht im Mittelpunkt.

Beide Berichte schilderten eine großflächige Unwetterlage mit erheblichen Gefahren durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Unterschiede gebe es vor allem bei den örtlichen Schadensbildern und dem jeweils berichteten Todesfall auf Kreta.

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