Rommelshausen: Polizei findet bewaffneten Anrufer in Klinik
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 14:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen des Notrufs in Rommelshausen
- Die Polizei nahm den 31-Jährigen am Mittwoch in einer psychiatrischen Klinik in Winnenden fest.
- Am Bahnhof Rommelshausen war der Mann nach bisherigen Erkenntnissen nicht gewesen.
- Während der Fahndung riefen die Beamten dazu auf, den Bahnhof zu meiden.
Polizei findet Anrufer in Winnenden
Ein 31-Jähriger hat am Mittwoch per Notruf angekündigt, mit einer Pistole am Bahnhof Rommelshausen östlich von Stuttgart zu sein. Die Polizei leitete daraufhin eine großangelegte Fahndung ein und nahm den Mann nach zwei Stunden in einer psychiatrischen Klinik in Winnenden fest.
Keine Pistole und nicht am Bahnhof
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann keine Pistole bei sich und war auch nicht am Bahnhof in Rommelshausen gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass er die Angaben erfunden hatte und sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand.
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Bahnhof während Einsatz meiden
Während des Einsatzes hatte die Polizei die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Bahnhof zu meiden. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt.
Ermittlungen zum Notruf laufen
Die Polizei muss nun klären, warum der Mann den Notruf absetzte und ob aus seinen Angaben weitere rechtliche Folgen entstehen. Der Einsatz zeigt zugleich, dass ein Hinweis auf eine mögliche Waffe an einem stark frequentierten Ort sofort umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen auslösen kann.
Der Einsatz zeigt, wie schnell ein einzelner Notruf an einem Verkehrsknotenpunkt umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen auslösen kann. Bahnhöfe gelten als besonders sensible Orte, weil dort viele Menschen zusammenkommen und eine mögliche Schusswaffe zunächst nicht zuverlässig eingeordnet werden kann.
Polizeiliche Reaktion auf Waffenhinweise
Bei einem konkreten Hinweis müssen Einsatzkräfte zunächst von einer möglichen Gefahr ausgehen. Dazu gehören die Suche nach der gemeldeten Person, die Sicherung des Umfelds und gegebenenfalls die Aufforderung an Passanten, den Bereich zu meiden. Dass der Anrufer schließlich in einer Klinik gefunden wurde und keine Pistole bei sich hatte, beendet den Einsatz, ändert aber nichts an der anfänglichen Bewertung der Lage.
Für Reisende bedeutet ein solcher Einsatz vor allem vorübergehende Einschränkungen und mögliche Verzögerungen. Zugleich macht der Fall deutlich, dass auch bewusst oder krankheitsbedingt falsche Angaben erhebliche Kräfte binden können. Ob strafrechtliche Konsequenzen folgen, hängt von den weiteren Ermittlungen und der Bewertung des Notrufs ab.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
SWR Aktuell: „Kernen im Remstal: Polizeieinsatz am Bahnhof - Person mit Pistole gesichtet?“ (21.10.2026)
Der SWR habe zunächst über den Notrufhinweis und den laufenden Großeinsatz am Bahnhof Rommelshausen berichtet. Im Mittelpunkt habe dabei die Aufforderung gestanden, das Gebiet zu meiden; der spätere Fund des Anrufers in der Klinik und die Entwarnung seien in der frühen Fassung noch nicht enthalten gewesen.
tagesschau: „Baden-Württemberg Kernen im Remstal: Polizeieinsatz am Bahnhof - Person mit Pistole gesichtet?“ (21.10.2026)
Auch die tagesschau habe den Waffenhinweis und die laufende Fahndung am Bahnhof aufgegriffen. Der Schwerpunkt habe auf der akuten Gefahrenlage und dem Schutz der Bevölkerung gelegen, während die späteren Hintergründe zum 31-Jährigen dort nicht ausgeführt worden seien.
Beide Beiträge hätten die anfängliche Einsatzlage bestätigt; die dpa-Meldung gehe darüber hinaus und nenne den Fundort des Mannes sowie die polizeiliche Einschätzung, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden habe.
