Sachsen, Unwetter

SĂ€chsische Schweiz gesperrt: Lebensgefahr nach Unwetter

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 12:32 Uhr | dpa.de

Nach dem tödlichen Unwetter in der SĂ€chsischen Schweiz dĂŒrfen Teile des Nationalparks nahe der berĂŒhmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.

  • Bei einem Unwetter stĂŒrzten zalhreiche BĂ€ume um.  - Bild: Sebastian Kahnert/dpa
    Bei einem Unwetter stĂŒrzten zalhreiche BĂ€ume um. - Bild: Sebastian Kahnert/dpa
  • Ein 28 Jahre alter Mann kam ums Leben.  - Bild: Sebastian Kahnert/dpa
    Ein 28 Jahre alter Mann kam ums Leben. - Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Bei einem Unwetter stĂŒrzten zalhreiche BĂ€ume um.  - Bild: Sebastian Kahnert/dpa Ein 28 Jahre alter Mann kam ums Leben.  - Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Nach dem schweren Unwetter mit einem Toten versuchen die EinsatzkrĂ€fte in der SĂ€chsischen Schweiz, sich einen Überblick ĂŒber die SchĂ€den zu verschaffen. Es seien unzĂ€hlige BĂ€ume umgestĂŒrzt, sagte Björn Rosenkranz, Kreisbrandmeister des Landkreises SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Gebiet sei nicht passierbar - und vorerst auch nicht rĂ€umbar. Es bestehe Lebensgefahr. 

28-JĂ€hriger von umstĂŒrzendem Baum getroffen

Am Freitagabend hatte ein Gewitter mit heftigen Winden das Tal Amselgrund unweit der bekannten Felsformation Bastei getroffen. Es ĂŒberraschte Wanderer und Menschen, die auf dem Weg zu einer Vorstellung der FelsenbĂŒhne Rathen waren. 

Ein 28 Jahre alter Mann wurde auf dem Basteiweg von einem umstĂŒrzenden Baum tödlich getroffen. Drei Menschen erlitten an einer anderen Stelle mittelschwere Verletzungen. Die Feuerwehr brachte 40 Personen aus der Gefahrenzone.

Am Samstag waren Drohnenstaffeln der Bergwacht in Sebnitz und des Technischen Hilfswerks in Dippoldiswalde im Einsatz, um das Gebiet zu ĂŒberfliegen. «Heute ist der Schwerpunkt, das Schadensgebiet zu kartieren», sagte Rosenkranz. Menschen hielten sich definitiv nicht mehr in der UnglĂŒcksgegend auf. Es seien rund 30 KrĂ€fte im Einsatz. Am Abend nach dem Gewitter seien circa 100 Retter vor Ort gewesen. 

Teile des Nationalparks gesperrt

Teile des Nationalparks SĂ€chsische Schweiz dĂŒrfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Dies betrifft die Gebiete zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Im Wald hingen noch zahlreiche abgebrochene Äste und schrĂ€g liegende BĂ€ume, die infolge des Sturms jederzeit umstĂŒrzen könnten, berichtete eine Sprecherin.

«Es war ein sehr, sehr starkes lokales Sturmereignis», hieß es vom Sachsenforst. Nach ersten SchĂ€tzungen erstrecke sich das betroffene Gebiet auf etwa 25 Hektar, sagte Kreisbrandmeister Rosenkranz. Die AufrĂ€umarbeiten dĂŒrften sich bis in die kommende Woche erstrecken.

Auch in anderen Teilen der SĂ€chsischen Schweiz in Richtung Hohnstein und Bad Schandau habe es unwetterbedingte EinsĂ€tze gegeben. Dort sei es jedoch bei vereinzelt umgestĂŒrzten BĂ€umen geblieben. 

Vorstellungen in der FelsenbĂŒhne Rathen abgesagt

Die FelsenbĂŒhne Rathen sagte ihre Vorstellungen bis einschließlich Sonntag ab. Das Ensemble sei wohlauf, hatte der Leiter des Spielbetriebs, Johannes GĂ€rtner, berichtet.

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