Einsatz, Spaniens

Deutsche im Einsatz gegen Spaniens Mega-BrÀnde

20.08.2025 - 04:00:54 | dpa.de

Schon seit zwei Wochen kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte in Spanien gegen verheerende WaldbrĂ€nde. Nun greifen auch Deutsche ins Geschehen ein – und freuen sich, helfen zu können.

  • UnermĂŒdlich kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte und freiwillige Helfer gegen die Flammen. - Foto: Pablo Garcia/AP/dpa
  • Die deutschen Feuerwehrleute haben eine dreitĂ€gige Anfahrt hinter sich. - Foto: Sven Kaeuler/dpa
UnermĂŒdlich kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte und freiwillige Helfer gegen die Flammen. - Foto: Pablo Garcia/AP/dpa Die deutschen Feuerwehrleute haben eine dreitĂ€gige Anfahrt hinter sich. - Foto: Sven Kaeuler/dpa

Bei der BekÀmpfung der schlimmsten Wald- und VegetationsbrÀnde seit Jahrzehnten bekommt Spanien Hilfe aus Deutschland. 67 EinsatzkrÀfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wollen heute in Jarilla in der Region Extremadura im Westen des Landes erstmals aktiv an den Löscharbeiten teilnehmen. Nach gut dreitÀgiger Anfahrt sei man «ganz froh, wenn wir endlich unsere FÀhigkeiten hier einsetzen können», sagte Frank Frenser, Pressesprecher der Feuerwehr Bonn und in Spanien mit im Einsatz, im GesprÀch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Mit 23 Fahrzeugen trafen die Deutschen am Dienstagabend ein. Auf einem Fußballplatz sowie in einer Sporthalle der Ortschaft Aldeanueva del Camino richteten sie ihr Lager ein. Ganz in der NĂ€he, in Jarilla, wĂŒtet einer der grĂ¶ĂŸten der zahlreichen WaldbrĂ€nde, die Spanien seit zwei Wochen in Atem halten. Rund 15.000 Hektar verbrannten dort bereits. Die Luft ist voller Rauch, Löschflugzeuge sind permanent zu sehen und zu hören.

Komplizierte BrandbekÀmpfung

Es herrsche eine «gespannte Unruhe, aber auch Vorfreude auf den Einsatz», sagt Frenser. Er weiß: Es wird keine einfache Aufgabe sein. Eine Herausforderung sei, «dass der Wind sich regelmĂ€ĂŸig dreht, was die BrandbekĂ€mpfung kompliziert macht, weil man sich nicht darauf einstellen kann, dass das Feuer an einem Platz bleibt», erklĂ€rt er.

«Das wird auch unsere erste Aufgabe sein am Mittwochmorgen, dass wir in einem Bereich, wo es bereits gebrannt hat, absichern sollen.» Dabei mĂŒsse man darauf achten, dass keine Glutnester zurĂŒckbleiben und keine neuen BrĂ€nde durch Funkenflug entstehen.

Regierungschef SĂĄnchez versprach Hilfe

Kurz vor den Deutschen hatte Regierungschef Pedro SĂĄnchez Jarilla besucht. Dort kĂŒndigte er an, seine Regierung werde nĂ€chste Woche die am stĂ€rksten von den BrĂ€nden betroffenen Gebiete zu Notstandszonen erklĂ€ren, um schnelle staatliche Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau zur VerfĂŒgung stellen zu können.

Am Dienstagabend waren 21 grĂ¶ĂŸere Feuer aktiv. Am schwersten betroffen sind im Nordwesten die Autonomen Gemeinschaften Kastilien und LeĂłn, Galicien, Extremadura und Asturien. Nach vorlĂ€ufigen SchĂ€tzungen des EuropĂ€ischen Waldbrandinformationssystems EFFIS wurden seit Jahresbeginn ĂŒber 3.800 Quadratkilometer Natur zerstört - eine FlĂ€che, die etwa deutlich grĂ¶ĂŸer als das Saarland (rund 2.570 Quadratkilometer) ist.

Ende einer langen Hitzewelle macht Hoffnung

Bisher wurden vor allem dĂŒnn besiedelte und teilweise nur schwer zugĂ€ngliche Gebiete in gebirgiger Landschaft in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem mussten bereits Tausende Menschen ihre HĂ€user verlassen. Die Feuer zerstörten auch Teile von Naturschutzgebieten. Über ein Dutzend Straßen waren zuletzt gesperrt, mehrere Zugverbindungen unterbrochen.

Auch Frankreich, Italien und Finnland schickten Helfer und Löschflugzeuge, die Niederlande, Tschechien und die Slowakei Löschhubschrauber. Etwas Hoffnung macht, dass mit dem Ende der langanhaltenden Hitzewelle nun kĂŒhlere Temperaturen und etwas Regen erwartet werden – Bedingungen, die die Löscharbeiten erleichtern könnten.

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