SchĂŒsse bei Waffenkontrolle in Oberpfalz: Zweites Todesopfer bestĂ€tigt
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 23:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach den SchĂŒssen bei einer Waffenkontrolle in Berngau in der Oberpfalz gibt es ein zweites Todesopfer: Die Polizei bestĂ€tigte den Tod einer Behördenmitarbeiterin.
Behördenmitarbeiterin starb nach SchĂŒssen
âWir gehen davon aus, dass sie schon im Zuge der SchĂŒsse unmittelbar gestorben istâ, sagte ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Oberpfalz. Damit sind zwei Menschen bei dem Vorfall ums Leben gekommen.
Kontrolle im Landkreis Neumarkt
Zwei Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt hatten nach den vorliegenden Angaben eine routinemĂ€Ăige Waffenkontrolle bei einem Mann begonnen. Im weiteren Verlauf fielen SchĂŒsse.
Der mutmaĂliche SchĂŒtze hielt sich nach den bisherigen Angaben in einem Wohnhaus auf. Die Polizei umstellte das GebĂ€ude und setzte SpezialkrĂ€fte ein.
Bevölkerung sollte Bereich meiden
Die Polizei hatte die Bevölkerung in Berngau aufgefordert, den Bereich zu meiden beziehungsweise die HÀuser nicht zu verlassen. Der Einsatz dauerte am Donnerstagabend an.
Die Ermittlungen sollen den genauen Ablauf der Kontrolle und die HintergrĂŒnde der SchĂŒsse klĂ€ren.
,Waffenkontrollen als staatliche Gefahrenabwehr
Waffenkontrollen sollen klĂ€ren, ob Besitzer weiterhin zuverlĂ€ssig und geeignet sind, Waffen zu besitzen. Anlass können unter anderem Zweifel an der persönlichen Eignung, neue Erkenntnisse zu GefĂ€hrdungen oder Auflagen der Waffenbehörde sein. Im Landkreis Neumarkt war eine solche Kontrolle nach den vorliegenden Berichten als routinemĂ€Ăiger Termin angesetzt.
Der Fall zeigt die besondere GefĂ€hrdung von BeschĂ€ftigten, die staatliche Entscheidungen unmittelbar vor Ort umsetzen. Anders als PolizeikrĂ€fte treten Mitarbeiter von LandratsĂ€mtern hĂ€ufig im Verwaltungsauftrag auf und fĂŒhren Kontrollen im privaten Umfeld durch. Bei EinsĂ€tzen mit Waffenbezug können deshalb SchutzmaĂnahmen, LageeinschĂ€tzung und eine enge Abstimmung mit der Polizei entscheidend sein.
Folgen fĂŒr den Einsatz und die Ermittlungen
Nach den SchĂŒssen wurde das Wohnhaus in Berngau von der Polizei umstellt; SpezialkrĂ€fte ĂŒbernahmen die weiteren MaĂnahmen. FĂŒr die Bevölkerung bedeutete die Gefahrenlage, den Bereich zu meiden und in den HĂ€usern zu bleiben. Solche Absperrungen sollen verhindern, dass weitere Menschen in den unmittelbaren Gefahrenbereich gelangen.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen nun der genaue Ablauf der Kontrolle, die Herkunft und ZulĂ€ssigkeit der verwendeten Waffen sowie das Motiv des TatverdĂ€chtigen. FĂŒr Angehörige, Kolleginnen und Kollegen der Opfer und weitere Beteiligte dĂŒrfte neben der strafrechtlichen AufklĂ€rung auch die Betreuung durch Krisenintervention und psychosoziale Fachdienste wichtig sein.
