Banksy lÀsst am Londoner Zoo die Tiere frei
13.08.2024 - 11:53:50 | dpa.deBanksy lĂ€sst die Tiere frei: Sein neuntes tierisches Motiv in Folge hat der mysteriöse Street-Art-KĂŒnstler ausgerechnet am Londoner Zoo angebracht. Dabei hĂ€lt ein Gorilla scheinbar einen Rollladen am Eingang hoch, damit mehrere Tiere entkommen können, wie auf einem Foto von Banksys Instagram-Account zu sehen ist.Â
Eine Robbe und Vögel sind schon ausgebĂŒxt, drei weitere Augenpaare gucken aus der LĂŒcke hervor. Die BBC berichtete unter Berufung auf Banksys Team, damit sei die jĂŒngste Tier-Serie beendet, die London seit mehr als einer Woche in Atem hĂ€lt.
Es ist nicht das erste Mal, das Banksy einen Tierpark als BĂŒhne wĂ€hlt. 2001 tauchte sein Schriftzug im Zoo von Barcelona im Pinguin- sowie im Giraffengehege auf. Der KĂŒnstler nutzte in der Vergangenheit zudem hĂ€ufiger Tiere, in der Regel waren es aber Ratten.
Auf Instagram bejubelten seine Fans die Aktion: «Die groĂe Flucht», hieĂ es in einem Kommentar. Eine Zoo-Sprecherin hingegen sagte der Nachrichtenagentur PA, die Werke brĂ€chten den Menschen viel Freude - wie der Zoo. Selbst Ă€uĂerte sich der Brite, der in der westenglischen Stadt Bristol aufgewachsen ist, bisher nicht zur Bedeutung der Motive.
Als erstes erschien am 5. August ein Steinbock an einer Hauswand im SĂŒdwestlondoner Stadtteil Kew. TĂ€glich folgte ein weiteres Motiv: Zwei Elefanten schauten aus Fenstern, drei Affen hangelten an einer BrĂŒcke, ein Wolf heulte in einer SatellitenschĂŒssel, zwei Pelikane schnappten an einem Fish-and-Chips-Laden nach Fischen, eine Raubkatze streckte sich auf einer leeren Werbetafel, und ein Schwarm Piranhas schwamm auf einem GlashĂ€uschen der Polizei.Â
Zuletzt tauchte im Ostlondoner Bezirk Charlton ein Nashorn auf, das ein echtes liegen gebliebenes Auto zu besteigen scheint. Auf der Motorhaube des Wagens steht ein Verkehrskegel, sodass er ebenfalls wie ein Nashorn wirkt. Schon nach einem Tag wurde das Fahrzeug entfernt und ein Schutz fĂŒr das SprĂŒhwerk angebracht.
Werke werden Opfer von Vandalen und Dieben
Die Kunst im öffentlichen Raum ist anfĂ€llig fĂŒr Vandalismus. So beschmierte ein maskierter Mann das Nashorn nur wenige Stunden nach der EnthĂŒllung. Ein Video, das die BBC veröffentlichte, zeigt, wie der Unbekannte mit einer SprĂŒhdose einen Tag auf den Unterbauch des Tieres setzt.Â
Die Aktion dauerte nur wenige Sekunden. AnschlieĂend verschwand der Mann wortlos und ging auch nicht auf frustrierte Rufe - «warum tust Du das?» - von Schaulustigen ein. Die Bezirksverwaltung sprach von einer Schande.
Zuvor hatten bereits Unbekannte die SatellitenschĂŒssel mit dem heulenden Wolf abmontiert. Zwei Werke wurden aus Angst vor Vandalen und Dieben entfernt: Das Piranha-HĂ€uschen wurde zunĂ€chst abgesperrt und dann an einen sicheren Ort gebracht, wie die City of London mitteilte.Â
Auch die sich genĂŒsslich streckende Raubkatze wurde nach kurzer Zeit angeblich aus SicherheitsgrĂŒnden abgebaut. Der EigentĂŒmer hat versprochen, das Werk einer Kunstgalerie zu schenken.
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