Betreiber: In den allermeisten BĂ€dern blieb es sicher
30.08.2025 - 04:32:38 | dpa.de
Immer wieder kommt es in FreibĂ€dern zu Straftaten - die BĂ€der-Betreiber sehen die Sicherheit von Besuchern grundsĂ€tzlich aber nicht in Gefahr. «Wir haben knapp 3.000 Freibad-Angebote in Deutschland, und in den allermeisten davon blieb es auch in dieser Saison sicher», sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Badewesen, Christian Mankel, der Deutschen Presse-Agentur. Die Betreiber der BĂ€der hĂ€tten mit ihren BeschĂ€ftigten «wahnsinnig viel» dafĂŒr getan.
Bundesweit in die Schlagzeilen geriet zum Beispiel das Freibad im hessischen Gelnhausen. Mehrere MÀdchen hatten laut Polizei dem Personal gemeldet, sie seien im Becken aus einer Gruppe von MÀnnern heraus am ganzen Körper angefasst worden. Auch in anderen BundeslÀndern meldete die Polizei FÀlle von sexueller BelÀstigung, zum Beispiel in Augsburg. Aber auch Gewaltdelikte gab es, in Hannover wurde laut Polizei ein Schwimmmeister angegriffen.
«Ein Spiegel der Gesellschaft»
«Unsere BĂ€der in der Republik sind ein Spiegel der Gesellschaft, der real existierende Probleme sichtbar macht, die nicht verharmlost und kleingeredet werden dĂŒrfen, aber auch nicht in Skandalisierung aufgebauscht werden sollten», sagte Mankel. Die Sicherheit zu gewĂ€hrleisten, sei eine gemeinsame Aufgabe. Polizei und Betreiber mĂŒssten eng zusammenarbeiten und weitere Akteure wie Sozialarbeiter und kommunale Behörden einbinden.Â
Das sagt die Statistik
FĂŒr das laufende Jahr gibt es nur vereinzelt Statistiken zu gemeldeten VorfĂ€llen. So registrierte die Polizei der Millionen-Stadt Berlin bis Mitte August in der diesjĂ€hrigen Freibadsaison 141 Straftaten und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Der leichte Anstieg der Straftaten hĂ€nge vor allem mit einer Zunahme von HausfriedensbrĂŒchen zusammen, hatte eine Polizeisprecherin gesagt.
FĂŒr 2024 gibt es ein unterschiedliches Bild: In Baden-WĂŒrttemberg sank zum Beispiel laut dem Sicherheitsbericht die Zahl der Straftaten in FreibĂ€dern im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr zuvor um 17,7 Prozent auf 909 FĂ€lle. Einen RĂŒckgang meldete auch das Land Bremen. Der Polizei in Brandenburg wurden nach eigenen Angaben insgesamt 83 Gewaltdelikte â ĂŒberwiegend Körperverletzungen. Im Jahr zuvor waren es noch 65 FĂ€lle.
Das wurde bereits getan
Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer verwies auf MaĂnahmen fĂŒr mehr Sicherheit, die bereits getroffen wurden. «Mit wie vielen kleinen Stellschrauben, gerade im Eingangsbereich, lĂ€sst sich bereits groĂe Wirkung fĂŒr die reale und gefĂŒhlte Sicherheit der BadegĂ€ste erzielen», sagte er. Zudem helfen nach seinen Angaben beispielsweise personalisierte Online-Tickets und digitalisierte Ausweiskontrollen, damit potenzielle TĂ€ter nicht in AnonymitĂ€t der Besuchermasse verschwinden könnten. Der Verband vertritt die Interessen Tausender BĂ€der in Deutschland.
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