Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz

Als Lehrerin ausgegeben: Hochstaplerin erhÀlt Haftstrafe

30.03.2026 - 13:12:58 | dpa.de

Sie unterrichtete jahrelang Mathe, Physik und Chemie an Privatschulen in mehreren BundeslĂ€ndern. DafĂŒr fĂ€lschte eine 41-JĂ€hrige Hochschulzeugnisse. Nun soll sie mehrere Jahre hinter Gitter kommen.

  • Eine Frau hat sich jahrelang als Lehrerin in Heidelberg und Homburg ausgegeben. Jetzt wurde sie in Heidelberg verurteilt. (Archivbild) - Foto: Stefanie JĂ€rkel-Bahat/dpa
  • Das Landgericht Heidelberg verurteilte die Frau nun unter anderem wegen gewerbsmĂ€ĂŸigen Betrugs und UrkundenfĂ€lschung. (Archivbild) - Foto: Stefanie JĂ€rkel-Bahat/dpa
Eine Frau hat sich jahrelang als Lehrerin in Heidelberg und Homburg ausgegeben. Jetzt wurde sie in Heidelberg verurteilt. (Archivbild) - Foto: Stefanie JĂ€rkel-Bahat/dpa Das Landgericht Heidelberg verurteilte die Frau nun unter anderem wegen gewerbsmĂ€ĂŸigen Betrugs und UrkundenfĂ€lschung. (Archivbild) - Foto: Stefanie JĂ€rkel-Bahat/dpa

Eine Frau, die jahrelang in mehreren BundeslÀndern ohne die entsprechende Qualifikation als Lehrerin gearbeitet hat, ist zu vier Jahren und sechs Monate Haft verurteilt worden. Das Landgericht Heidelberg sprach die gestÀndige 41-JÀhrige unter anderem des Betrugs und der UrkundenfÀlschung schuldig. Knapp 124.000 Euro an Schaden seien einzuziehen, sagte der Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskrÀftig.

In die Haftstrafe wurde laut Gericht auch eine BewĂ€hrungsstrafe fĂŒr eine frĂŒhere Straftat eingerechnet. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten jeweils mehrjĂ€hrige Gesamtfreiheitsstrafen gefordert, wie eine Gerichtssprecherin zuvor mitgeteilt hatte.

Frau fĂ€lschte Hochschulzeugnisse und FĂŒhrungszeugnis

Die Frau soll laut Gericht an Privatschulen in Heidelberg und im saarlĂ€ndischen Homburg Mathematik, Physik und Chemie unterrichtet haben. Demnach hatte sie die dafĂŒr notwendigen Hochschulzeugnisse gefĂ€lscht sowie ein FĂŒhrungszeugnis ohne EintrĂ€ge erstellt. 

Allein in Heidelberg soll sie laut Gericht von 2021 bis 2024 einen Bruttolohn in Höhe von fast 200.000 Euro erschlichen haben. In Homburg waren es demzufolge von Januar bis April 2025 wiederum rund 11.000 Euro Gehalt. Wegen Àhnlicher Taten war die Frau in Rheinland-Pfalz verurteilt worden.

Zudem soll sie bei einer Bank ein Darlehen in Höhe von 25.000 Euro beantragt haben - mit gefĂ€lschten Gehaltsnachweisen. Ihr Anwalt hatte am vergangenen Montag beim Prozessauftakt im Namen seiner Mandantin alle VorwĂŒrfe eingerĂ€umt. Die 41-JĂ€hrige sagte damals: «Ich empfinde extreme Scham.» Bei der UrteilsverkĂŒndung wirkte die Frau erschĂŒttert.

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