Razzia gegen KriminalitĂ€t und Schusswaffen â neun Festnahmen
13.05.2026 - 10:48:12 | dpa.deMit einer umfangreichen Razzia ist die Berliner Polizei gegen organisierte KriminalitĂ€t und die Verbreitung von Schusswaffen vorgegangen. Zahlreiche Polizisten durchsuchten ab dem frĂŒhen Morgen Wohnungen und andere RĂ€ume in verschiedenen Stadtteilen, unter anderem in Neukölln und Kreuzberg.Â
Neun VerdĂ€chtige wurden nach Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) festgenommen. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die rund 20 Objekte zu durchsuchen. Darunter waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Berlin, anderen BundeslĂ€ndern und die GSG 9 der Bundespolizei.Â
Innensenatorin: Einsatz monatelang vorbereitet
Spranger betonte, die extra gegen organisierte KriminalitĂ€t und illegalen Waffenhandel eingerichtete Ermittlungseinheit «Ferrum» («Eisen») des Landeskriminalamtes (LKA) habe den Einsatz Â«ĂŒber Monate hinweg mit hoher IntensitĂ€t vorbereitet und vorangetrieben». Die Polizei halte den Ermittlungsdruck zur BekĂ€mpfung der SchusswaffenkriminalitĂ€t weiterhin aufrecht.Â
«Wer mit Waffen unsere StraĂen unsicher macht, bekommt die volle HĂ€rte des Rechtsstaats zu spĂŒren», so Spranger. Berlin und die Innenministerkonferenz hĂ€tten eine Initiative fĂŒr schĂ€rfere Gesetze gestartet. Der Bund sei nun gefordert.Â
Auch Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) lobte den Einsatz ihrer Staatsanwaltschaft und kĂŒndigte an, die kriminellen Strukturen weiter gezielt zu bekĂ€mpfen. Die Staatsanwaltschaft hatte ebenfalls eine spezielle Ermittlungsgruppe «Telum» (lateinisch fĂŒr «Angriffswaffe») eingesetzt.Â
Gewerkschaft der Polizei: Einsatz intensiv vorbereitet
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte, die Polizei arbeite intensiv daran, die Welle an SchieĂereien auf den StraĂen einzudĂ€mmen und gegen kriminelle Strukturen vorzugehen. Zugleich mĂŒsse sie aber mehr Möglichkeiten erhalten, effektiv Handys von VerdĂ€chtigen abzuhören, Daten zu speichern und mit moderner Software auszuwerten.
2025 zÀhlte die Berliner Polizei 1.119 FÀlle von Schusswaffengebrauch, etwas mehr als die HÀlfte waren Drohungen, in 515 FÀllen wurde geschossen. Das waren insgesamt 68 Prozent mehr Straftaten, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde, als im Vorjahr 2024.
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