Spanien, Feuer

GrĂ¶ĂŸter Waldbrand des Jahres in Spanien - Hunderte evakuiert

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 15:26 Uhr | dpa.de

Starke Winde und hohe Temperaturen erschweren den Kampf gegen die Flammen in Nordostspanien. Mehrere Orte wurden evakuiert. In Dörfern sind HÀuser beschÀdigt, die Stromversorgung ist unterbrochen.

  • Die zerstörte FlĂ€che ist grĂ¶ĂŸer als Sylt. - Bild: RamĂłn Comet/EUROPA PRESS/dpa
    Die zerstörte FlĂ€che ist grĂ¶ĂŸer als Sylt. - Bild: RamĂłn Comet/EUROPA PRESS/dpa
  • Die Flammen sind außer Kontrolle. - Bild: RamĂłn Comet/EUROPA PRESS/dpa
    Die Flammen sind außer Kontrolle. - Bild: Ramón Comet/EUROPA PRESS/dpa
Die zerstörte FlĂ€che ist grĂ¶ĂŸer als Sylt. - Bild: RamĂłn Comet/EUROPA PRESS/dpa Die Flammen sind außer Kontrolle. - Bild: RamĂłn Comet/EUROPA PRESS/dpa

Der in der nordostspanischen Region Aragonien wĂŒtende Waldbrand hat sich weiter ausgebreitet - und ist inzwischen der grĂ¶ĂŸte FlĂ€chenbrand des Jahres im beliebten Urlaubsland. Nach Angaben der Regionalregierung wurden bislang fast 12.000 Hektar zerstört. Das sind 120 Quadratkilometer - eine FlĂ€che, die grĂ¶ĂŸer ist als die Insel Sylt. Das Feuer, das am Mittwoch ausbrach, sei weiterhin außer Kontrolle, sagte Aragoniens RegionalprĂ€sident Jorge AzcĂłn. 

Mehr als 1.100 Menschen mussten inzwischen laut Behörden ihre HĂ€user verlassen. Von den Evakuierungen sind die fĂŒnf Ortschaften OrĂ©s, AsĂ­n, Luesia, Malpica de Arba und Uncastillo in der Provinz Saragossa betroffen. Das ist rund 100 Kilometer nördlich der gleichnamigen Regionalhauptstadt. Auch in der Stadt Petilla de AragĂłn in der benachbarten Region Navarra wurden Bewohner in Sicherheit gebracht. Weitere Evakuierungen seien derzeit nicht geplant, hieß es.

Nach Angaben der Behörden ist die Gefahr einer weiteren Ausbreitung wegen der Wetterbedingungen mit starken, wechselnden Winden, hohen Temperaturen und einer niedrigen Luftfeuchtigkeit weiterhin sehr hoch. Mehr als 400 EinsatzkrĂ€fte sowie zahlreiche Löschhubschrauber und Löschflugzeuge kĂ€mpfen gegen die Flammen. UnterstĂŒtzt werden sie unter anderem von der MilitĂ€rischen Notfalleinheit (UME).

Mehrere HÀuser beschÀdigt

In der Nacht und am Freitagvormittag konzentrierten sich die Feuerwehrleute darauf, Wohngebiete in Malpica de Arba und Uncastillo zu schĂŒtzen. In AsĂ­n wurden bereits zehn HĂ€user beschĂ€digt, auch anderswo wurden HĂ€user Opfer der Flammen. Zudem brannte ein Ziegenhof nieder. Die Stromversorgung ist in AsĂ­n und OrĂ©s weiterhin unterbrochen.

Spanien sowie der iberische Nachbar Portugal und andere europÀische LÀnder werden seit Wochen von einer ganzen Serie an WaldbrÀnden heimgesucht. Bei einem Brand vorige Woche in der Region Andalusien starben 13 Menschen - mehrheitlich Àltere, in der Provinz Almería wohnende AuslÀnder, darunter sieben Briten und drei Belgier.

Seit Jahresbeginn haben großflĂ€chige Feuer allein in Spanien bereits mehr als 70.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der EuropĂ€ischen Kommission (EFFIS) zeigen.

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