Taifun Champi fordert in Taiwan einen Toten und 94 Verletzte
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 06:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Taiwans Verkehr
- Im Kreis Pingtung starb ein Mann, nachdem ihn Wellen mitgerissen hatten.
- Mehr als 1.200 Menschen wurden in Taiwan vorsorglich evakuiert.
- Nach Angaben des Transportministeriums fielen 262 Inlands- und 669 internationale Flüge aus.
Taifun Champi trifft Taiwan mit Starkregen
Taifun „Champi“ hat in Taiwan mindestens 94 Menschen verletzt und ein Todesopfer gefordert. Der Sturm beeinträchtigte am Freitag das öffentliche Leben, den Flugverkehr und die Schifffahrt erheblich.
Opfer und Evakuierungen
Nach Angaben der Behörden verletzten sich mindestens 30 Menschen bei Verkehrsunfällen. Ein Mann kam im Kreis Pingtung am Südzipfel der Hauptinsel ums Leben, nachdem ihn nach Angaben der taiwanischen Nachrichtenagentur CNA Wellen mitgerissen hatten.
Landesweit wurden mehr als 1.200 Menschen evakuiert. In weiten Teilen Taiwans blieben Schulen und Büros geschlossen, während Starkregen und kräftige Böen den Alltag erschwerten.
Fast 1.000 Flüge gestrichen
Der Verkehr war besonders stark betroffen. Nach Angaben des Transportministeriums fielen 262 nationale und 669 internationale Flugverbindungen aus; auch zahlreiche Fähren konnten nicht auslaufen.
„Champi“ war auf seinem Weg Richtung Taiwan zeitweise über dem Pazifik zu einem Super-Taifun angewachsen. Inzwischen schwächte sich der Sturm ab und sollte über den Norden Taiwans weiter nach Norden abziehen.
Warnungen für Chinas Küste
In den chinesischen Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian trafen bereits hohe Wellen auf Land. Die Behörden gaben eine Sturmflutwarnung aus; für die Schifffahrt galten bereits seit dem Vortag Warnungen.
Chinas Wetterbehörde erwartete, dass „Champi“ am Samstag nur noch als Tropensturm an der Küste entlangziehen und am Sonntag in Richtung Japan abdrehen werde.
Taifun „Champi“ zeigt, wie schnell ein tropischer Wirbelsturm in Taiwan zugleich zur humanitären, verkehrlichen und wirtschaftlichen Belastung werden kann. Besonders gefährdet sind Küstenregionen, Berggebiete und Straßenabschnitte, an denen Starkregen und hohe Wellen Unfälle oder Überschwemmungen auslösen können.
Der Sturm hatte sich zuvor über dem Pazifik zeitweise zum Super-Taifun verstärkt. Mit der Abschwächung sinkt zwar die Windgefahr, doch Starkregen, Sturmfluten und gefährliche Brandung können auch dann noch erhebliche Folgen haben, wenn ein System nicht mehr als Taifun eingestuft wird.
Auswirkungen über Taiwan hinaus
Die erwartete weitere Zugbahn betrifft auch Chinas Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian sowie später Japan. Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem Einschränkungen im Reiseverkehr, mögliche Evakuierungen und erhöhte Risiken an Küsten und Gewässern. Die Zahl der ausgefallenen Inlands- und Auslandsflüge verdeutlicht zudem, wie stark ein solcher Sturm regionale Verbindungen beeinträchtigt.
Stern: „Unwetter: Neuer Taifun nähert sich Taiwan und China“ (22.10.2026)
Der Beitrag habe den herannahenden Sturm, erwartete Flugausfälle und Warnungen für Taiwan und Chinas Küstenprovinzen beschrieben. Anders als die dpa-Meldung habe er den Taifun vor dem Eintreffen in Taiwan eingeordnet und die damalige Prognose zur Zugbahn in den Mittelpunkt gestellt.
