Ted Bundy, Cold Cases

Ted Bundy: DNA klÀrt Mord in Utah nach 52 Jahren

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 04:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein DNA-Abgleich hat die Ermittler in Utah zu dem bereits 1989 hingerichteten Serienmörder gefĂŒhrt. Nun prĂŒfen die Behörden, ob Bundy auch mit einem weiteren ungelösten Mord aus dem Jahr 1974 in Verbindung steht.

Utahs Cold Cases fĂŒhren zu Ted Bundy

  • Ermittler in Park City ordneten den Mord an Laura Aime nach einem DNA-Treffer Ted Bundy zu.
  • Melissa Ann Smith wurde am 27. Oktober 1974 in Salt Lake County tot gefunden.
  • Die Polizei prĂŒft eine mögliche Verbindung Bundys zu einem weiteren Mord an einer 16-JĂ€hrigen.
  • FĂŒr seine Taten wurde Bundy zum Tode verurteilt und 1989 hingerichtet. (Archivbild) - Bild: Uncredited/POOL/AP/dpa
  • Dutzende junge Frauen wurden von Bundy vergewaltigt und getötet. (Archivbild) - Bild: Uncredited/POOL/AP/dpa
  • Auf einer Pressekonferenz berichteten die Ermittler von ihrem Durchbruch. - Bild: Uncredited/KTVX-TV/AP/dpa
FĂŒr seine Taten wurde Bundy zum Tode verurteilt und 1989 hingerichtet. (Archivbild) - Bild: Uncredited/POOL/AP/dpa Dutzende junge Frauen wurden von Bundy vergewaltigt und getötet. (Archivbild) - Bild: Uncredited/POOL/AP/dpa Auf einer Pressekonferenz berichteten die Ermittler von ihrem Durchbruch. - Bild: Uncredited/KTVX-TV/AP/dpa

DNA-Treffer klÀrt Mordfall in Utah

Der US-Serienmörder Ted Bundy ist 52 Jahre nach dem ungeklÀrten Tod der Teenagerin Laura Aime im Bundesstaat Utah als TÀter identifiziert worden. Ein DNA-Abgleich brachte den Durchbruch, wie Ermittlungsbehörden bei einer Pressekonferenz in Park City mitteilten.

Zwei Morde mit Àhnlichem Tatmuster

Die Ermittler brachten zunĂ€chst zwei FĂ€lle miteinander in Verbindung. Sheriff Kacey Bates aus Summit County sagte, alle Beweise seien zusammengefĂŒhrt worden, sodass Bundy auch im zweiten Fall posthum als TĂ€ter ĂŒberfĂŒhrt werden konnte.

Am 27. Oktober 1974 entdeckten JĂ€ger in einem WaldstĂŒck im Salt Lake County die Leiche der 17-jĂ€hrigen Melissa Ann Smith. Einen Monat spĂ€ter wurde die gleichaltrige Laura Aime am Straßenrand eines Highways im Utah County gefunden. Sie war nach einer Halloween-Party verschwunden und ebenfalls ermordet worden.

DNA-Datenbank liefert den entscheidenden Hinweis

Im April 2026 fĂŒhrte ein Treffer in einer DNA-Datenbank zur zweifelsfreien Zuordnung Bundys im Fall Aime. Der Serienmörder war zu diesem Zeitpunkt bereits 37 Jahre tot.

Nach dem Durchbruch wurden auch die Akten zum Mord an Melissa Ann Smith erneut geöffnet. Ein Gentest lieferte schließlich auch in diesem Fall Gewissheit. Sheriff Rosie Rivera aus Salt Lake County verwies darauf, dass Fortschritte in der forensischen Kriminaltechnik die erneute Untersuchung jahrzehntealter Beweismittel ermöglichen.

Bundy wurde 1989 hingerichtet

Bundy hatte in den 1970er Jahren zahlreiche Frauen vergewaltigt und getötet. Vor seiner Hinrichtung gestand er mehr als 30 Morde in mehreren Bundesstaaten.

Seine Festnahme erfolgte 1978, nachdem ein MĂ€dchen aus Florida, die Tochter eines Polizisten, das Kennzeichen seines weißen Kleinbusses erkannt hatte. Bundy wurde zum Tode verurteilt und 1989 hingerichtet.

Weitere Verbindung wird untersucht

Die Ermittlungen in Utah sind noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Behörden fĂŒhrt eine weitere Spur zu dem Mord an einem 16-jĂ€hrigen MĂ€dchen, der seit 1974 ungelöst ist.

Ob Bundy auch fĂŒr diesen Fall verantwortlich war, prĂŒfen die Ermittler weiter.

Die AufklĂ€rung der beiden Morde zeigt, welche Bedeutung gesicherte Spuren fĂŒr sogenannte Cold Cases behalten können. In den 1970er Jahren standen den Ermittlern weder heutige DNA-Datenbanken noch moderne Methoden zur Auswertung kleinster biologischer Spuren zur VerfĂŒgung. Beweismittel, die damals keinen TĂ€ter identifizieren konnten, können Jahrzehnte spĂ€ter entscheidende Hinweise liefern.

Der Fall ist zudem eng mit der Geschichte Ted Bundys verbunden. Der Serienmörder wurde 1978 festgenommen, nachdem ein MÀdchen in Florida das Kennzeichen seines Wagens erinnert hatte. Bundy wurde 1989 hingerichtet; seine GestÀndnisse zu mehr als 30 Morden hatten bereits zuvor ein Bild seines umfangreichen Tatkomplexes ergeben.

DNA-Technik verÀndert Cold-Case-Ermittlungen

FĂŒr Angehörige bedeutet eine spĂ€te Identifizierung vor allem Gewissheit ĂŒber das Schicksal der Opfer. Zugleich können neue Zuordnungen die historische Bewertung eines TĂ€ters verĂ€ndern, weil sie ungeklĂ€rte FĂ€lle mit einem bereits bekannten Serienmörder verbinden.

In Utah prĂŒfen die Ermittler nach der Zuordnung zu Smith und Aime nun einen weiteren Mord an einem 16-jĂ€hrigen MĂ€dchen aus dem Jahr 1974. Sollte sich auch dieser Verdacht erhĂ€rten, könnte die Zahl der Bundy zugeschriebenen Taten weiter steigen. Der Vorgang macht zugleich deutlich, warum Behörden alte Asservate sichern und ungelöste FĂ€lle regelmĂ€ĂŸig erneut untersuchen.

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