Totentag-Parade in Mexiko-Stadt lockt 1,6 Millionen Zuschauer
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 00:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Feier verbindet Erinnerung und Umzug
- Die Verwaltung von Mexiko-Stadt meldete rund 1,6 Millionen Zuschauer bei der Parade.
- Der Día de Muertos wird am 1. und 2. November mit Opfergaben und geschmückten Gräbern begangen.
- Die Straßenparade entstand nach einer Szene aus dem James-Bond-Film „Spectre“ von 2015.
Mexiko-Stadt feiert den Tag der Toten mit großer Parade
Beim großen Umzug zum Tag der Toten sind tanzende Skelette, festlich geschmückte Wagen und Musikgruppen durch Mexiko-Stadt gezogen. Rund 1,6 Millionen Zuschauer verfolgten die Parade, wie die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt mitteilte.
Fest reicht über die Hauptstadt hinaus
Im Vorfeld des „Día de Muertos“ gibt es auch in anderen Städten Umzüge mit Teilnehmern in Kostümen. Der Tag der Toten wird in Mexiko am 1. und 2. November begangen.
Altäre erinnern an Verstorbene
Familien ehren ihre Verstorbenen mit farbenfrohen Opfergaben in Häusern und auf aufwendig geschmückten Gräbern. Das Fest fällt in die Zeit der katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen und ist von indigenen Vorstellungen geprägt.
Der Tradition zufolge kehren an diesen Tagen die Seelen verstorbener Familienmitglieder aus dem Jenseits zu Besuch zurück. Die UNESCO nahm die indigene Festtradition 2008 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.
James Bond inspirierte den Umzug
Die Straßenparade in der mexikanischen Hauptstadt entstand erst vor einigen Jahren als Touristenattraktion. Auslöser war eine Szene aus dem James-Bond-Film „Spectre“ von 2015, in der ein solcher Umzug durch Mexiko-Stadt zu sehen ist.
Bis dahin hatte es einen solchen Umzug in der Realität nicht gegeben. Auch der Pixar-Film „Coco“ von 2017 trug dazu bei, den Tag der Toten einem internationalen Publikum näherzubringen.
Der Día de Muertos verbindet in Mexiko indigene Vorstellungen vom Besuch verstorbener Angehöriger mit katholischen Gedenktagen. Familien richten Altäre mit Fotografien, Kerzen, Speisen und Blumen her; auf Friedhöfen werden Gräber geschmückt und gemeinsam besucht. Die Feier erstreckt sich traditionell über den 1. und 2. November.
Die Parade in Mexiko-Stadt gehört dagegen nicht zum jahrhundertealten Kern der Festtradition. Sie entstand als moderne Inszenierung nach dem James-Bond-Film „Spectre“, der 2015 einen solchen Umzug zeigte. Die Hauptstadt griff das Bild auf und entwickelte daraus eine jährlich wiederkehrende Großveranstaltung für Einheimische und Touristen.
Tradition und Tourismus
Die Verbindung aus kulturellem Brauchtum, Filmwirkung und öffentlichem Event macht den Tag der Toten international sichtbar. Der Pixar-Film „Coco“ verstärkte diese Bekanntheit ab 2017, indem er die Bedeutung von Familie, Erinnerung und den Umgang mit dem Tod einem weltweiten Publikum vermittelte.
Die große Zuschauerzahl zeigt die Bedeutung der Parade für das Stadtleben und den Tourismus. Zugleich bleibt der Umzug nur ein Teil des Festes: Die familiären Altäre, Besuche auf Friedhöfen und regional unterschiedlichen Rituale bilden den kulturellen Schwerpunkt. Die Aufnahme der indigenen Festtradition in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2008 unterstreicht diese breitere Dimension.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Mexiko: höchste Catrina der Welt steht zu Día de Muertos in Mexiko-Stadt“ (30.10.2026)
Der Beitrag ordne den Tag der Toten als Fest am 1. und 2. November ein und richte den Schwerpunkt auf eine besonders große Catrina-Figur in Mexiko-Stadt. Damit ergänze er die Meldung um ein weiteres öffentlichkeitswirksames Symbol, während die Parade und ihre Zuschauerzahl im Mittelpunkt der dpa-Meldung stünden.
Stern: „Tag der Toten: Größte Skelettfrau der Welt - Mexiko stellt Rekord auf“ (30.10.2026)
Der Artikel habe die Rekord-Catrina hervorgehoben und zugleich auf die bevorstehende Parade mit kostümierten Darstellern und geschmückten Wagen verwiesen. Beide Beiträge verbänden das Fest mit großen öffentlichen Inszenierungen; die dpa-Meldung betone zusätzlich die indigene Tradition und die Entstehung der Parade durch „Spectre“.
Gemeinsam stellten die Beiträge den Tag der Toten als kulturelles Fest mit wachsender öffentlicher und touristischer Sichtbarkeit dar. Unterschiedliche Akzente lägen bei der Symbolfigur, der Parade und dem religiös geprägten Familienbrauch.
